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Sport Regional Der Pfeil zeigt nach oben: Darts ist in
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18:00 02.02.2019
Nancy Dauenheimer vom DC Falke Rosenthal zielt beim Trainingsabend auf die schick beleuchtete Dart-Scheibe im Sportheim. In Rosenthal lassen 20 Spieler in zwei Mannschaften die Pfeile fliegen – mit Erfolg. Das A-Team mischt in der Bezirksoberliga oben mit. Quelle: Isabell Massel
Kreis Peine

Da kann Deutschlands Star-Astronaut Alexander Gerst noch so beeindruckende Aufnahmen aus dem All schicken, die klar das Gegenteil zeigen: Für den Rosenthaler Jörg Reusche ist die Welt eine Scheibe – eine Dart-Scheibe. „Es war Liebe auf den ersten Wurf. Kein Sport schafft so gekonnt den Spagat zwischen Spaß und Freude beim Spiel und dem Bereich Leistungssport“, schwärmt der Darts-Abteilungsleiter des SV Falke Rosenthal. Und diese Anziehungskraft scheint nicht nur er zu spüren. In den vergangenen Jahren explodierte die Zahl der Peiner Vereine, in denen die Pfeile fliegen. „Vor rund 20 Jahren gab es in Peine nur drei Vereine, jetzt sind es schon 12. Peine hat sich zu einem Hotspot in der niedersächsischen Darts-Szene entwickelt“, stellt Reusche begeistert fest.

Warum Darts im Peiner Land zum Volltreffer geworden ist, dafür hat der 57-Jährige mindestens genauso viele Erklärungen parat wie die englische Darts-Legende Phil Taylor WM-Titel gesammelt hat. „Der Sport hat sein Schmuddelimage abgelegt“, sagt Reusche zum Beispiel. Vorbei sei die Zeit, in der Darts mit rauchenden und alkoholisierten Spielern gleichgesetzt worden sei. „Mittlerweile wird Darts vom Landessportbund als Sport anerkannt, Rauchen ist bei allen Veranstaltungen strikt verboten und der Alkoholgenuss sehr stark eingeschränkt und am Dartboard sogar komplett untersagt“, weiß Rosenthals Abteilungsleiter.

Pfeile millimetergenau in Felder der Dartscheibe werfen können Frauen genauso wie Männer, Grundschüler genauso wie Großväter. 20 Mitglieder und zwei Teams stark ist Rosenthals Abteilung. „Die Altersstruktur ist ein tolles Pfund, mit dem unser Sport punkten kann. Ich spiele zum Beispiel mit meinem Schwiegersohn in einer Mannschaft“, sagt Jörg Reusche. In vielen anderen Mannschaftssportarten hätte der 57-Jährige gegen deutlich Jüngere keine Chance mehr – das ist beim Darts anders.

Die Pfeile holte Jörg Reusche raus, als er die Fußball-Schuhe einpackte. Vor 30 Jahren war das. Das Knie schmerzte zu sehr für Grätschen und Torschüsse. „Wenn es wegen der Knochen beim Fußball nicht mehr geht – bei uns geht es noch“, merkt Markus Streich an. Vor dreieinhalb Jahren gründete er mit 14 Mitstreitern die Darts-Abteilung im SV Germania Blumenhagen und kann schon jetzt sagen: „Es ist eine Erfolgsgeschichte.“ Nicht nur, weil mehrere Aufstiege gelangen. Der Verein gewann neue Mitglieder dazu, im Dorfleben gab es einen neuen Anlaufpunkt und ehemalige Fußballer hatten trotz Verletzungen plötzlich wieder ein Angebot für Wettkampfsport. Und das nutzen sie. Im Sportheim des SV Germania zielen viele ehemalige Fußballer wie Dennis Hennigs, Olaf Pickrun oder Thorsten Ackermann mit. „Aus dem Mannschaftssport waren sie es gewohnt, dass es auch mal gemütlich und lustig zu geht – und das findet man bei uns auch“, sagt Streich.

Wenn zwischen Weihnachten und Neujahr die Pfeile bei der WM in London fliegen, dann kann es passieren, dass Björn Hülzenbecher tagsüber kleine Augen hat. „Ich versuche, so viele Spiele wie möglich im Fernsehen zu gucken“, sagt der 29-Jährige, der mit anderen Darts-Faszinierten im April des Vorjahrs die Darts-Abteilung des TSV Dungelbeck gründete. 15 Spieler zielen inzwischen in zwei Mannschaften in der ersten Etage im TSV-Sporthaus mit, die beiden Fußballer Björn Hülzenbecher und Dennis Brandt leiten die Abteilung. Den guten Zulauf erklären sie sich auch mit den Übertragungen im Fernsehen, der mitreißenden Stimmung und der Leistung der Stars – all das weckt Lust darauf, es selber mal auszuprobieren. „Gefühlt alle anderthalb Minuten fällt eine Entscheidung, jede noch so kleine Schwächephase kann entscheidend sein, die Stars halten beeindruckend die Konzentration hoch – ich habe großen Respekt vor dem, was die Spieler da bei 50 Grad auf der Bühne im Scheinwerferlicht leisten“, schwärmt Hülzenbecher.

Dem Sport sagt er eine rosige Zukunft voraus. „Ich bin sicher, es gibt noch mehr Wachstumspotenzial.“ Was in Deutschland noch fehle, sei ein richtiges Zugpferd. Doch auch ohne Top-Star verzeichnete der Bezirksverband Braunschweig zuletzt satten Zuwachs. „Die dort registrierten Mitgliederzahlen stiegen innerhalb des vergangenen Jahres um 30 Prozent auf circa 1300 an“, staunte auch Rosenthals Abteilungsleiter Jörg Reusche.

Von Christian Meyer

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