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Der Hockey-Club wird aus dem Dornröschen-Schlaf erweckt

30 Kinder trainieren im PHC Der Hockey-Club wird aus dem Dornröschen-Schlaf erweckt

Der Peiner Hockey-Club ist wieder im Aufwind: Nach mehreren Jahren Pause nimmt ab der Hallensaison im Herbst wieder ein Peiner Team am Spielbetrieb des Landes-Hockey-Verbandes teil – die B-Juniorinnen. Und zwei Jungen-Mannschaften stehen auch schon in den Start-Löchern. 30 Kinder trainieren im PHC.

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Fiebert ihren ersten Punktspielen entgegen: Die Mädchen-Mannschaft des Peiner Hockey-Clubs.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Der Peiner Hockey-Club hat gerade eine neue Torwart-Ausrüstung für Jugendliche bestellt. Brustpanzer, Helm, Schienbeinschoner, Handschutz und die besonderen Kicker-Schuhe – das Rüstzeug für einen Hockey-Torwart kann teuer werden – doch Marcus Jäschke ist überzeugt davon, dass sich die 500-Euro-Investition lohnen wird. Der neue Jugendwart erweckt den PHC gerade aus dem Dornröschenschlaf. Nach mehreren Jahren Pause nimmt ab der Hallensaison im Herbst wieder eine Peiner Mannschaft am Spielbetrieb des Niedersächsischen Hockey-Verbandes teil – die B-Juniorinnen. Und zwei Jungen-Mannschaften stehen auch schon in den Start-Löchern.

Lenny (9) und Stella (11) sind mitverantwortlich für das Jugend-Mannschaften-Comeback beim Peiner Hockey-Club. Es sind die Kinder von Marcus Jäschke. „Als sie mit Hockey angefangen haben, bin ich irgendwie in die Jugendarbeit immer mehr reingerutscht“, sagt der 42-Jährige, der einst selber zu den Leistungsträgern im Herren-Team des PHC zählte. Doch das gibt es längst nicht mehr. Ständig hatte der Peiner Verein Abgänge zu verkraften. So war es auch bei der letzten Frauen-Mannschaft, die 2010 hoffnungsvoll in den Punktspielbetrieb gestartet war und sich kurze Zeit später doch wieder auflöste. „Viele hatten die Gymnasiallaufbahn in der Schule eingeschlagen. Und wenn sie mit dem Abi fertig waren, fingen sie an, irgendwo zu studieren und dort dann auch Hockey zu spielen“, begründet Marcus Jäschke.

Nun leistet der PHC Aufbauarbeit – und man möchte fast sagen: mal wieder. PHC-Urgestein Bernd Szymanek betreute zwischenzeitlich zwar weiterhin Jugendteams, aber für Punktspiele waren es zu wenig. „Ohne Bernd würde es den Verein vermutlich gar nicht mehr geben“, lobt Marcus Jäschke das Engagement seines Vorgängers als Jugendwart, der auch schon Klub-Chef war und dort die Glanzzeit miterlebte und gestaltete: 1981 wies der PHC den Höchststand von 110 Mitgliedern auf. 2016 war er dagegen mit 29 Mitgliedern auf Platz 168 in der Rangliste der Peiner Vereine abgerutscht. Nur zehn hatten wenige Mitglieder.

Doch es geht wieder bergauf. Nun stoppen, passen, schlenzen und schießen wieder rund 30 Kinder in der Nachwuchsabteilung. Es gibt eine Gruppe für 7- bis 11-Jährige, eine für Mädchen im Alter von 12 bis 16 und eine für Jungen im gleichen Alter. Den Aufschwung will Jäschke weiter vorantreiben. Der erste Schritt ist bereits getan: Er baute eine Internetseite auf. „Wir müssen bekannter werden. Es war total schwierig, unseren Verein und Trainingszeiten überhaupt zu finden“, sagt er. Von Januar an tüftelte er an dem Internet-Auftritt. „Das hat mich einige Nachtschichten gekostet“, sagt er. Seit zwei Wochen ist alles fertig. „Und eine Facebook-Seite soll es demnächst auch noch geben“, kündigt der Peiner an.

Der zweite Schritt ist bereits vereinbart: An der neuen Stederdorfer Ganztagsschule wird Marcus Jäschke nach den Sommerferien eine Schul-AG für 20 Kinder anbieten. Dass das geht, hat der Qualitätsmanagement-Betreuer auch seinem Arbeitgeber Volkswagen zu verdanken. An den Tagen, an denen er mittags in die Schule muss, darf er von zu Hause aus arbeiten und seine Dienstzeit in die Abendstunden verlegen. Jäschke freut sich auf die Arbeit mit den Dritt- und Viertklässlern und hofft, einige Talente auch für den Peiner Hockey-Club begeistern zu können. Hockey sei schließlich eine packende Sportart. „Sie ist megaschnell, dynamisch und abwechslungsreich. Man kann nicht so taktieren wie vielleicht im Fußball, deshalb kann man in 30 Sekunden auch ein Spiel komplett drehen“, sagt der 42-Jährige. Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz möchte er zudem etwas zurückgeben: „Mir geht es auch darum, dass sich die Kinder und Jugendlichen bewegen und viel Spaß in der Gemeinschaft haben. Das ist mir auch aus meiner eigenen aktiven Zeit in guter Erinnerungen geblieben. Diese Plattform möchte ich nun auch Kindern geben“, sagt er.

Schnuppertraining in den Ferien

Der Peiner Hockey-Club hat ein Rezept gegen Langeweile in den Sommerferien: Er bietet interessierten Jungen und Mädchen ein Schnuppertraining an. „Das ist eine gute Gelegenheit für uns den Sport in Ruhe zeigen zu können“, sagt PHC-Jugendwart Marcus Jäschke. Trainiert wird mittwochs und freitags von 10.30 bis 12 Uhr in der Halle der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule. Wer dabei sein möchte, kann sich einfach unter Handy 0171/7585555 bei Marcus Jäschke melden. Das normale Jugend-Training nach den Ferien findet dann mittwochs von 18 bis 22 Uhr in der Peiner Gunzellinhalle statt.

Weitere Infos zum Thema Hockey in Peine gibt es im Internet unter www.peine-hockey.de.

Von Christian Meyer

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