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Sport Regional Dank Glanz-Halbfinale: MTV Peine zieht in den DHB-Pokal ein!
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22:03 07.04.2019
Sie strahlten sogar nach der Endspiel-Niederlage: Mit Platz zwei im Landespokal zogen die Jahnerinnen erstmals seit 19 Jahren wieder in den DHB-Pokal ein. Quelle: Hartmut Butt
Peine

Am Ende spendeten die Oberliga-Handballerinnen des MTV Peine und ihre Fans sich begeistert gegenseitig Applaus in der Silberkamphalle. Dass die Jahnerinnen das Endspiel des Final Four gegen Favorit Hannoverscher SC verloren – egal! Bei Bier, Sekt und Schnitzel feierten Team, Trainer und Fans in der Bürgerschänke ihren Coup.

Halbfinale

MTV VJ Peine – SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn 22:14 (11:3). Bei ihrem ungefährdeten Sieg gegen den Nordsee-Oberligisten zeigten die Jahnerinnen eine erstklassige Leistung. „Wir waren begeistert von der Art und Weise des Sieges. Denn die Mannschaft war extrem sicher, spielerisch gut und hat ganz wenige technische Fehler dabei gehabt“, schwärmte Jahn-Coach Carsten Bührig. 40 Minuten Tempo-Handball hatten er und Trainer-Kollege Marc Winter von der Mannschaft gefordert – und die lieferte ab!

Bereits beim Aufwärmen war erkennbar, wie konzentriert und motiviert die Peiner Mannschaft war. Beim Einwerfen zeigte Torfrau Karoline Kilsbach erstklassige Paraden. Diese gute Form nahm sie in das Spiel mit. Zusammen mit einer kompakten Abwehr war sie hauptverantwortlich dafür, dass ihrem Team eine sensationelle 8:1-Führung glückte. Bei Würfen aus dem Rückraum, bei Gegenstößen und von der Sieben-Meter-Linie stand sie Tor-Erfolgen der Gäste immer wieder im Weg. „Wir wussten genau, dass wir nur dann eine Chance haben, wenn wir gut verteidigen und Karoline einen guten Tag erwischt“, sagte Trainer Marc Winter.

Hinzu kam, dass die Peinerinnen im Rückraum deutliche Vorteile hatten. Annika Bergmann lenkte das Spiel und sorgte mit zwei Toren zum 2:0 für einen guten Start. Neben ihr machten Nele Kruck auf der rechten und Jennifer Hüsing auf der linken Angriffsseite mächtig Druck. Immer wieder fanden sie Lücken in der Deckung des Gegners. Zur Pause war mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

„Wir hatten uns die Aufgabe deutlich schwerer vorgestellt“, sagte Jennifer Hüsing nach Spielschluss. Für sie war die Partie bereits nach 29 Minuten zu Ende gewesen. Hüsing sah die Rote Karte, die aber keinen Einfluss auf den weiteren Turnierverlauf hatte.

Überglücklich nach dem souverän herausgespielten Sieg war Torfrau Karoline Kilsbach. „Wir haben gut verteidigt – und so konnten wir Gegenstöße laufen“, sagte sie und genoss die zweistündige Pause vorm Finale. „Es ist kein Problem, sich danach für das Endspiel neu zu konzentrieren“, sagte sie und verschwand mit ihren Teamkolleginnen erst einmal vor die Halle, um sich zu stärken und Sonnenstrahlen einzufangen.

Jahn: KilsbachHüsing (7/2), Kruck (6), H. Bergmann (3), A. Bergmann (2), Eggeling (2), Klauenberg (2), Buse, Hacke, Marchefka, L. M. Bührig.

Finale

MTV VJ Peine – Hannoverscher SC 20:30 (10:16). „Das wird eine verdammt schwere Aufgabe“, ahnte Peines erfahrene Rückraumspielerin Jennifer Hüsing bereits vor Anpfiff des Finales. „Wir dürfen uns nicht viele Fehler im Angriff erlauben, da Hannover erstklassig kontert.“ Das hatte der große Favorit bereits im Halbfinale gezeigt, als er der HSG Hude/Falkenberg beim 25:7 (11:2) keine Chance gelassen hatte.

„Die Abwehr steht kompakt, und dann geht es im Eiltempo nach vorn“ – Jahn-Coach Marc Winter hatte zwar Parallelen in der Spielanlage seines Teams und des Oberliga-Spitzenreiters erkannt, doch der HSC war einfach zu stark. In der temporeichen Begegnung schaffte Annika Bergmann mit ihrem Treffer zum 2:1 die einzige Führung für Jahn. Jennifer Hüsing glückte der letzte Ausgleich zum 3:3. Danach baute der Favorit den Abstand kontinuierlich aus.

„Es war sehr schwer, Lücken in der Abwehr der Hannoveranerinnen zu finden. Sie waren schnell auf den Beinen und haben erstklassig verschoben“, erkannte Nele Kruck an. Aber die Peinerinnen kämpften mit großer Leidenschaft, kamen durch Annika Bergmann noch einmal auf 9:11 heran. In die Pause ging es mit sechs Toren Abstand. Mit etwas Glück wäre der Abstand um zwei bis drei Tore geringer ausgefallen, merkte Coach Marc Winter an. Doch: „Wir hatten in der Schlussphase der ersten Halbzeit Pech mit einigen unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen“, bedauerte er.

Unglücklich begann auch die zweite Hälfte: Die ansonsten sichere Sieben-Meter-Werferin Jennifer Hüsing scheiterte. Die Ballverluste der Gastgeberinnen häuften sich und damit auch die Konter, die sie kassierten. Es dauerte bis zur 26. Minute, bevor Kim Klauenberg auf 11:19 verkürzte. Die Partie war zwar entschieden, die Peiner gaben aber nicht auf. Vor allem Nele Kruck trieb ihr Team bis zum Schluss an.

Die Niederlage konnte die gute Laune der Jahnerinnen nicht vermiesen. „Wir sind Zweiter geworden, das ist ein sehr gutes Ergebnis“, betonte Kruck. Auch Trainer Marc Winter lobte sein Team: „Die Mädels haben Großes erreicht.“ Erstmals seit 19 Jahren schafften die Jahnerinnnen wieder den Einzug in den DHB-Pokal – und das feierten sie nach Spielschluss gemeinsam mit dem HSC.

Jahn: KilsbachKruck (5), A. Bergmann (5), Eggeling (2/2), Hüsing (2), H. Bergmann (2), Klauenberg (2), Buse (2), Hacke, Marchefka, L. M. Bührig.

Von Hartmut Butt

Ein Sieg, zwei knappe Niederlagen, eine klare Niederlage, aber jede Menge Spaß: Die E-Juniorinnen der PSG Peine haben es genossen, vor Heimkulisse die Handball-Regionsmeisterschaft austragen zu dürfen. Als Dritter verpassten sie zwar die große Überraschung, doch als mit Abstand jüngste Mannschaft schlugen sie sich wacker.

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