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Comeback mit fröhlichem Lächeln: Silber für Eschemann

EM der Masters-Gewichtheber Comeback mit fröhlichem Lächeln: Silber für Eschemann

Sabina Eschemann lächelte fröhlich, als sie die Hantelstange oben hatte. Bei der EM der Masters in Halmstad (Schweden) stemmte die Gewichtheberin vom MTV Peine 47 Kilo im Reißen. „Das habe ich seit einem Jahr nicht mehr gerissen, das war für mich das Highlight.“ Am Ende sprang Silber heraus.

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Da freut sich aber jemand: Sabina Eschemann bei ihrem gemeisterten Versuch im Reißen mit 47 Kilo.

Quelle: privat

Halmstad. Andere Frauen würden bei diesem Gewicht das Gesicht vor Anstrengung verziehen – wenn sie die Hantel den überhaupt anheben könnten. Sabina Eschemann lächelte fröhlich. Bei der EM der Masters im schwedischen Halmstad stemmte die Gewichtheberin vom MTV Peine 47 Kilo im Reißen. „Das habe ich seit einem Jahr nicht mehr gerissen, das war für mich das Highlight. Und es war sogar noch Luft nach oben“, stellte die Jahnerin erfreut fest.

Die Bültenerin freute sich über ihr gelungenes Comeback, denn sie hatte mit Schulterschmerzen zu kämpfen. „Gerade beim Schlafen war das blöd“, sagte Sabina Eschemann, die deshalb das Training reduzieren musste. Gymnastik statt Hanteln hieß es. Doch bei der EM an der schwedischen Ostseeküste wollte sie trotz nicht ganz optimaler Vorbereitung unbedingt dabei sein. Denn: Halmstad hat nicht nur das schwedische Pop-Duo Roxette in die große weite Welt exportiert, in der Stadt zwischen Malmö und Göteborg hat auch der weltbekannte Hantelstangen- und Hantelscheiben-Hersteller Eleiko seinen Sitz. Die EM-Starter durften das Werk besichtigen. „Das war super interessant“, schwärmte Sabina Eschemann. Ein weiteres Schmankerl: Die Masters-Gewichtheber durften in einer nagelneuen Halle starten, die Eleiko extra für die Wettkämpfe gebaut hatte. „Eine kleine, aber hübsche Halle, mit Bühne und Sitzplätzen. Sie ist erst Donnerstag fertig geworden und Freitag durften die Masters sie einweihen“, schilderte Eschemann.

Die 53-Jährige startete ausnahmsweise in der Klasse bis 75 Kilo, weil sie vermutet hatte, es nur mit einer Mini-Diät noch in die Klasse bis 69 Kilo zu schaffen. Doch beim Wiegen wurde sie überrascht. Doch nur 69,35 Kilo. „Die 350 Gramm hätte man durch Abschwitzen sicherlich noch schaffen können“, merkte die Jahnerin an, doch sie blieb bei ihrer Entscheidung und nahm es mit der starken Italienerin Susana Perrone (74,4 Kilo) auf. Drei gültige Versuche im Reißen wuchtete die Jahnerin. Im Stoßen meisterte sie 60 Kilo. Die 63 Kilo verfehlte sie im ersten Versuch, weil sie ungültig nachdrückte, und im zweiten Versuch war die Luft raus. „Es wäre schön gewesen, wenn das noch geklappt hätte, aber ich war trotzdem total zufrieden“, betonte Sabina Eschemann, die somit EM-Silber umgehängt bekam. An Überfliegerin Perrone war kein Vorbeikommen, sie wuchtete 60 Kilo im Reißen und 78 im Stoßen. In ihrer eigentlichen Klasse bis 69 Kilo hätte Sabina Eschemann um Bronze mitgekämpft.

Die Fahrt nach Schweden verknüpfte die Bültenerin wieder mit einem Kurzurlaub, erkundete mit ihrem Mann mit dem Rad die schwedischen Wälder und Ostsee-Strände. Ihr Fazit: „Wer es ruhig mag, dem gefällt Schweden. Das ist alles sehr entspannt da. Das fängt schon auf der Autobahn an, da ist nur 110 erlaubt, das ist angenehm“, sagt sie.

Angenehm fand sie auch, dass immer mehr Frauen bei den Masters der Gewichtheber starten. „Die Tendenz geht nach oben, diesmal waren es schon 141, die gestartet sind.“

Von Christian Meyer

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