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Sport Regional Bürgermeister wechseln, Häusler bleibt
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22:00 07.01.2019
Die geehrten Sportler des Jahres der Stadt Peine durften sich über Blumen, 100 Euro und einen Pelikan-Füller freuen. Das Foto zeigt (von links) Arne Schierbaum, Gaby Beckmann, Gianluca Streitle, Kerstin Ortmann, Bürgermeister Klaus Saemann, Alper Kocak, Petra Hadrys, Karin Deyerling, Hannelore Stein, Angelina Gensrich, Petra Hartleib, Wilfried Häusler und Sheridan Kola. Quelle: Tobias Mull
Peine

Für diese Premiere gab es reichlich Lob: Erstmals ehrte die Stadt Peine Montag-Abend während ihres Neujahrsempfangs im Forum die Sportler des Jahres in ganz großer Runde statt in kleiner bei einem Extra-Termin. „Das ist besser, das empfinde ich als eine größere Würdigung“, stellte Kraftsport-Routinier Wilfried Häusler fest. Mit 76 Jahren räumte der Gewichtheber vom MTV Vater Jahn Peine noch einmal die Auszeichnung als Sportler des Jahres ab und war mächtig stolz. „Das ist jetzt der vierte Peiner Bürgermeister, dem ich die Hand dabei schütteln darf. Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagte der mehrfache Deutsche Meister. Der festlichere Ehrungsrahmen stellte Häusler allerdings auch vor eine Frage, die sich sonst eher Frauen stellen: Was soll ich anziehen? „Vorher ging es ja immer leger zu, meine Frau hat mir zumindest die Anzugjacke glatt gebügelt und ein schickes Hemd rausgelegt“, verriet der Jahner schmunzelnd.

Auch der Kreissportbund-Vorsitzende Wilhelm Laaf begrüßte den Zusammenschluss von Neujahrsempfang und Sportler-Ehrung. „Das gibt dem Sport eine noch größere Bedeutung, weil er in die Gesellschaft hineingebracht wird“, sagte Laaf. Und so erfuhr auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vor Ort, welche Sportskanonen in der Stadt leben. Bürgermeister Klaus Saemann ehrte vier Jugendsportler, drei Erwachsenen-Sportler und eine Mannschaft und stellte aufgrund der Erfolge lobend fest: „Dafür bedarf es eines harten Trainings, mentaler Tatkraft und einer guten Tagesform. Jede und jeder von Ihnen hat mehr als einmal mit seiner sportlichen Leistungsfähigkeit überzeugt.“

Jugend-Sportlerinnen

Sheridan Kola: Wegen ihres Bänderrisses verpasste das Trampolin-Talent vom MTV Vater Jahn Peine zwar die WM-Teilnahme, doch die bereits vierte Nominierung zur Sportler-Ehrung konnte da ein wenig trösten. Die Silberkamp-Gymnasiastin zählt zu Deutschlands größten Trampolin-Hoffnungen, sprang mit ihren Salti und Schrauben zu Platz drei bei der DM der Landesverbände, holte Silber beim EM-Quali-Wettbewerb Saar-Trophy und führte die Jugend-Mannschaft des MTV Peine zu DM-Gold.

Angelina Gensrich: Das Tanz-Talent aus Stederdorf krönte mit ihrem Magdeburger Partner Philipp Vovk eine starke Saison mit DM-Silber und Platz vier bei der Weltmeisterschaft in Rumänien im Standard-Tanz. Bürgermeister Klaus Saemann staunte vor allem über den Kampfgeist der 15-Jährigen, die sogar angeschlagen die DM-Medaille geholt hatte. „Welche Körperbeherrschung muss da im Spiel gewesen sein, als sie umgeknickt ist und dann nicht nur den Tanz erfolgreich zu Ende getanzt hat, sondern auch bei den noch folgenden brillierte“, sagte der Bürgermeister.

Jugend-Sportler

Arne Schierbaum und Gian-Luca Streitle: Im Dreibahnen-Kegeln kommt es darauf an, vielseitig zu sein – und das sind die beiden Nachwuchs-Talente des Peiner Kegler-Vereins. Sie gewannen Silber bei der Tandem-DM der U18, wo sie auf Bohle, Schere und Asphalt glänzten. Nur sechs Holz fehlten den beiden zu Gold. Bürgermeister Klaus Saemann fand noch etwas beeindruckend: „Arne Schierbaum kegelt für den Peiner Kegler-Verein und das, obwohl er aus Osnabrück kommt.“

Sportler

Wilfried Häusler: Landesmeister, Nordmeister, Deutscher Meister – Kraftdreikämpfer Wilfried Häusler vom MTV Vater Jahn Peine ist auch mit 76 Jahren nicht zu stoppen. Im vergangenen Jahr räumte er seinen 35. DM-Titel ab. Er beförderte 130 Kilo im Kreuzheben nach oben, drückte 85 Kilo auf der Bank und zog im Kreuzheben 150 Kilo. Über die Leistungen des Seniors muss auch Jahn-Abteilungsleiter Francesco Virzi immer wieder staunen: „Diese Werte sind einfach unglaublich für Wilfrieds Alter. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er diese Werte jeden Tag abrufen kann und andere in dem Alter sich schon nicht mehr vernünftig bewegen können“, sagt Virzi. Er muss es wissen, er ist schließlich Ex-Bundestrainer und Physiotherapeut.

Alper Kocak: Der Boxer des BC 62 Peine holte DM-Silber. In Velbert hatte er im Halbfinale der U19-Schwergewichte einen starken Kampf gezeigt und Oleg Fertich (Bayern) einstimmig besiegt. „Der Gegner hat gut geboxt. Aber Alper war zu schnell für ihn“, sagte der Trainer und Vereinsvorsitzende Ercan Caliskan. Auch im Finale legte Kocak schon stark los, doch dann verlor er nach Problemen mit der Schulter.

Sportlerin

Hannelore Stein: Volltreffer: Die Para-Bogenschützin des SV Telgte gewann die Deutsche Meisterschaft im Frei-Luft-Wettbewerb. 653 Ring holte sie. Fast hätte sie sogar noch den DM-Titel in der Halle abgeräumt, dort landete sie mit 554 Ringen auf Platz zwei.

Mannschaft

Das Damen-A-Team des Peiner Kegler-Vereins: Diesen Kegel-Krimi werden Petra Hadrys, Petra Hartleib, Kerstin Ortmann und Karin Beck so schnell nicht vergessen. In Neumünster hatten sie im Teamwettbewerb die Deutsche Meisterschaft auf Bohlebahnen zum Greifen nahe. Doch das Stechen um Gold verloren sie denkbar knapp. „Schade, aber trotzdem ein großer Erfolg“, tröstete Bürgermeister Klaus Saemann.

Von Christian Meyer

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