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Sport Regional Brille weg, Bronze da: Anna Josephine Grobe glücklich
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Brille weg, Bronze da: Anna Josephine Grobe glücklich
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14:00 01.12.2017
Die ist neu: Anna Josephine Grobe zeigt ihre Brille, die sie nun trägt, nachdem die alte ausgerechnet am Morgen der Bezirksmeisterschaft kaputt gegangen ist. Quelle: Ralf Büchler
Kreis Peine

Nach diesem Missgeschick hatte diesen Erfolg keiner mehr kommen sehen: Ausgerechnet am Morgen vor der Bezirksmeisterschaft trat Tischtennis-Talent Anna Josephine Grobe vom TSV Zweidorf-Wendeburg auf den Bügel ihrer Brille – und der brach. „Also musste sie ohne Brille spielen – und ich habe wirklich gestaunt“, schwärmte Trainer Wilfried Keienburg. Denn sein Schützling spielte bei den C-Schülerinnen ganz stark auf, gewann zweimal Bronze und löste das Ticket für die Landesmeisterschaft. Erfolgreichste Peiner Akteurin war Top-Talent Karina Kobbe vom TSV Edemissen, die gleich zwei Titel, Silber und Bronze holte. Ohnehin konnte sich die Ausbeute der Peiner Starter sehen lassen: Zehn Medaillen erschupften und erschmetterten sie in Geismar.

Schülerinnen C

Das Brillen-Pech wurde noch zum Bronze-Glück: Mit drei souveränen 3:0-Siegen zog Kreismeisterin Anna Josephine Grobe (TSV Zweidorf-Wendeburg) ins Halbfinale ein. Erst dort war gegen Pia Jürgens (ESV Goslar) Endstation. Und auch im Doppel gab es Bronze: Zusammen mit Carolina Geske (MTV Groß Lafferde) verpasste Anna Josephine Grobe sogar nur hauchdünn den Finaleinzug, verlor das Duo doch das Halbfinale mit 2:3.

Schüler C

Für Ferris Heinert (TTC Berkum), Kreismeister Jannis Gruhn (Arminia Vechelde) und Jonas Nürrenberg (MTV Ölsburg) war es das erste große Turnier, alle drei gewannen zwar Sätze, schieden aber mit 0:3 in der Gruppe aus. „Bei Ferris zum Beispiel war die Nervosität noch sehr groß – 200 Leute in der Halle, Kaderspieler machen mit, Eltern von Spielern gucken zu – das war er nicht gewohnt“, sagte TTC-Trainer Fabian Spatz. Den größten Unterschied hatte der Coach bei den Aufschlägen ausgemacht. „Die Besten dieser Altersklasse können schon sehr gute und punkten viel damit.“

Schülerinnen B

Jetzt muss Mama ein McDonalds-Versprechen einlösen: Leah Mund von Fortuna Oberg hat sich überraschend Bronze und ein Ticket für die Landesmeisterschaft gesichert. „Ich war überrascht, das hatte ich so nicht eingeschätzt, aber ich konnte gut mit der Vorhand ziehen“, stellte die 12-Jährige begeistert fest. Als Gruppenzweite zog sie ins Achtelfinale ein und zeigte sich fortan nervenstark. Sowohl gegen Sabine Wrobel (TSV Rüningen) als auch gegen Sophie Seib (MTV Hattorf) feierte die Obergerin danach Viersatz-Siege in der Verlängerung – der Halbfinal-Einzug war perfekt, das Landesmeisterschaftsticket gelöst. Gegen die spätere Zweite Ji Qi (TTC Gifhorn) steigerte sich Leah Mund im Verlaufe der Partie zwar, doch die 1:3-Niederlage konnte sie nicht verhindern, fand es aber auch nicht schlimm. Denn: „Die trainiert sechsmal die Woche, ich nur zweimal, ich war sehr zufrieden.“

Auslosungspech hatte Emma Hanisch. Das Talent vom MTV Groß Lafferde war die Fünfsatz-Expertin der Meisterschaft. Gleich dreimal kämpfte sie sich im Turnierverlauf in den Entscheidungssatz, zog mit 2:1-Siegen in der Gruppe ins Achtelfinale ein und gewann dort den Krimi gegen Nina Endrulat. Im Viertelfinale musste sie jedoch der Top-Favoritin und späteren Bezirksmeisterin Kim Werner (TTC Gifhorn) gratulieren, die im gesamten Turnierverlauf nur einen einzigen Satz abgab. Über Bronze freuen konnte sich Emma Hanisch dafür aber im Doppel: Zusammen mit Leah Mund zog sie ins Halbfinale ein. Dort schnupperte das Duo beim 0:3 gegen die Bezirksmeister Kim Werner/Ji Qi zumindest an einem Satzgewinn.

Für Kreismeisterin Carlotta Rümenapf (VfL Woltorf, 1:2) und Vize Annika Schellhase (Fortuna Oberg, 0:2) kam dagegen das Aus in der Gruppe.

Schüler B

Kreismeister Robin Tempel (Viktoria Woltwiesche) legte stark los, gewann ungeschlagen und mit nur einem Satzverlust seine Gruppe. Doch im Achtelfinale war etwas überraschend Endstation gegen Bezirksklassen-Spieler Caspar Beate (TTC Grün-Gelb Braunschweig).

In der Gruppe mussten sich Niklas Treder (TSV Zweidorf-Wendeburg, 1:2) und Torge Siedentop (TTC Berkum, 0:3) verabschieden.

Mädchen

Ein guter Tipp vom Bruder half Karina Kobbe (TSV Edemissen) auf dem Weg zum Titel. Denn im Viertelfinale musste die Mitfavoritin kurz zittern, als Trainingskollegin Lara Roland (MTV Hattorf) sie in den fünften Satz zwang. Beim Stand von 10:9 nahm Karinas Bruder Kai, der bei den Jungen des RSV Braunschweig in der Niedersachsenliga spielt, eine Auszeit: „Er riet mir, dass ich den Aufschlag gleich richtig anziehen soll, das hatte ich mich vorher nicht getraut. Und es klappte“, stellte die 13-Jährige erfreut fest. Im Finale drehte sie nach einem 0:1-Satzrückstand auf und gewann noch 3:1 gegen Natalie Gamon (TSG Bad Harzburg). „Wir haben beide ein offenes Spiel. Ich habe einfach mitgekontert und länger durchgehalten“, freute sich Karina Kobbe, die fast noch das Double geschafft hätte. Im Doppel-Final-Krimi hatte sie mit Klubkollegin Johanna Hanisch bereits eine 2:1-Satzführung erspielt. Doch das Edemisser Duo verlor die folgenden Sätze noch ärgerlich 9:11, 9:11 gegen Kristin Engel (SSV Neuhaus) und Josefine Höche (SG Rhume).

Jungen

Jan-Ove Baum und Niklas Weinsziehr vom Jugend-Bezirksklassisten Anker Gadenstedt sowie Kreismeister Dominik Lambrecht aus der 2. Herren des SV Viktoria Woltwiesche mussten noch Lehrgeld zahlen im Feld mit zahlreichen Akteuren aus der Jungen-Niedersachsenliga. Alle drei schieden in der Gruppe aus, Dominik Lambrecht gewann dabei immerhin ein Spiel.

Schülerinnen A

Und noch ein Titel für Karina Kobbe: Mit ihrer Edemisser Teamkollegin Johanna Hanisch ließ sie im Doppel nichts anbrennen, dominierte die Konkurrenz und holte mit nur einem Satzverlust Gold. Ein wenig hatte die Edemisserinnen auch aufs Double geschielt, doch gemeine Flatterbälle einer langen Noppe zerstörten diesen Traum: Im Halbfinale unterlag die 13-jährige Ratsgymnasiastin der Materialspielerin und späteren Bezirksmeisterin Denise Husung (Bovender SV) 1:3. „Spiele gegen lange Noppen liegen mir nicht so, ich habe versucht zu schupfen, aber viele Bälle sind ins Netz gegangen. Aber zufrieden bin ich eigentlich schon, weil ich ja dafür bei den Mädchen gewonnen habe“, bilanzierte die Edemisserin.

Kreismeisterin und Teamkollegin Johanna Hanisch kämpfte sich mit 2:1-Siegen als Gruppenzweite weiter, schied dann aber im Achtelfinale gegen Josefine Höche aus.

Die weiteren Kreis-Starter Larissa Rodermund (TSV Meedorf, 0:2), Emma Hanisch (MTV Groß Lafferde, 0:3) und Elena Blach (MTV Groß Lafferde, 1:2) schieden in der Gruppe aus.

Schüler A

Lasse Bläsig (TTC Berkum) bestätigte mit einem guten Auftritt seine Mitfavoriten-Rolle und löste als Dritter das Landesmeisterschafts-Ticket. „Aber es wäre sogar mehr drin gewesen“, stellte sein Trainer Fabian Spatz fest. Denn im Halbfinale gegen den späteren Bezirksmeister Jonas Fuchs verlor der Berkumer Herren-Bezirksklassen-Spieler knapp mit 2:3. Bis dahin hatte Lasse Bläsig seine Gegner dominiert, gewann die Gruppe ohne Satzverlust und rächte im Viertelfinale klar seinen Klubkollegen Claas Vahldiek, der nach einer starken Gruppen-Leistung im Achtelfinale mit 0:3 an Thomas Wüstefeld (SCW Göttingen) scheiterte.

Kreismeister Gideon Kuhlmann (TTC Berkum) schied mit einem Sieg in der Gruppe aus. Allerdings: „Er hatte auch sehr gute Gegner. Julian Reich zum Beispiel – der ist noch nicht groß, hat aber eine Wahnsinns-Technik“, schwärmte TTC-Coach Fabian Spatz vom späteren Fünften, der eigentlich noch bei den jüngeren B-Schülern aufschlagen darf.

Jan-Ove Baum (Anker Gadenstedt) schaffte bei den älteren A-Schülern zwar sogar einen Gruppensieg, schied aber ebenso mit einer 1:2-Bilanz aus. Julian Schrader (TTC Berkum) sammelte Erfahrung und schied sieglos in der Gruppe aus.

Sein Bronze-Doppelpack schnürte Lasse Bläsig im Doppel. Dort spielte er mit Thies Dietrich vom TSV Watenbüttel. Die beiden kennen sich gut, schlägt Bläsig doch mit einem Zweitspielrecht in der Jugend gemeinsam mit Dietrich für den Bezirksliga-Dominator TSV Watenbüttel auf.

Von Christian Meyer

Arg unter die Räder kam Basketball-Bezirksoberligist TSV Edemissen, unterlag er doch in Göttingen mit 49:72. Siege gab es hingegen für die Bezirksklassen-Teams: Groß Ilsede setzte sich gegen den TSV Winnigstedt mit 71:40 durch, und der Zweite aus Vechelde gewann bei Schlusslicht USC Braunschweig mit 79:63.

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