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Boxer trauern um ihren „Kämpfer mit Herz“

Funktionär Uwe Pankrath gestorben Boxer trauern um ihren „Kämpfer mit Herz“

Der Boxsport hat einen seiner engagiertesten ehrenamtlichen Funktionäre verloren. Im Alter von nur 63 Jahren ist Uwe Pankrath im Peiner Krankenhaus verstorben. Der Stederdorfer hatte sich mehr als 30 Jahre als Kampfrichter, Sportwart und Vorsitzender im Landes-Box-Verband engagiert.

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Mit seinem Enkel Timo schaute Uwe Pankrath auch mal beim Training des Box-Clubs 62 Peine vorbei. Das Foto stammt von 2012.

Quelle: Isabell Massel

Stederdorf. Einen Profi-Titelkampf im Halbschwergewicht in der Ilseder Gebläsehalle – Uwe Pankrath hätte gerne gesehen, welchen Box-Leckerbissen sein Heimatverein BC 62 Peine um Klubchef Ercan Caliskan da Ende Mai vor toller Kulisse auf die Beine gestellt hat. Doch er konnte nicht zuschauen, weil er schon zu krank war. Nun hat der Boxsport einen seiner engagiertesten ehrenamtlichen Funktionäre verloren, der bundesweit bekannt war. Im Alter von nur 63 Jahren ist Uwe Pankrath im Peiner Krankenhaus verstorben.

„Ein Kämpfer mit Herz, ein Mensch mit Seele – die letzte Runde wurde geläutet, wir waren gern’ dein Publikum“, hatten Pankraths Kinder so passend in die Traueranzeige geschrieben. Ihr Vater war eine Art „Lucky Punch“ für den Box-Sport – ein echter Glückstreffer. Mehr als 30 Jahre engagierte er sich ehrenamtlich als Kampfrichter, Sportwart und Vorsitzender im Niedersächsischen Box-Sport-Verband. Selber geboxt hat er nie. Aber wenn er sah, wie sich Amateur-Boxer mit ehrlicher Arbeit stetig verbesserten, dann ging ihm das Herz auf.

Sein Wort hatte Gewicht. Auch wenn ihm etwas nicht passte, duckte sich Pankrath in Verbands-Debatten nicht weg wie ein flinker Boxer. Er sagte seine Meinung. Und genau das wusste auch Ercan Caliskan zu schätzen: „Wir haben sehr viel telefoniert, bei ihm konnte ich mir Rat holen, er wusste einfach alles.“ Pankrath freute sich, dass es dem BC 62 gelungen war, seinen Heimatverein wieder aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Bei Veranstaltungen half Pankrath als Sprecher oder Kampfrichter mit. Sich ehrenamtlich zu engagieren, dass war für den selbstständigen Versicherungsvertreter Ehrensache: „Meine schönste Zeit habe ich im Sport gehabt. Deshalb möchte ich gerne etwas zurückgeben“, hatte Pankrath einmal gesagt.

Am Freitag wurde der Stederdorfer auf dem Gunzelinfriedhof in Peine beigesetzt. Familie und Sportfreunde verabschiedeten sich. Pankrath hat zwar nie selber geboxt, aber Niedersachsens Boxer haben einen Kämpfer für ihren Sport verloren.

Von Christian Meyer

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