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„Bewegungstraining

SG Solschen: Kursus für Fünf- bis Achtjährige, die Motorik-Defizite haben „Bewegungstraining

„Wo bleiben die Kinder“, fragt sich Nicole Langehein, die seit Anfang Mai einen Kursus für Kinder leitet, die Defizite in Sachen Koordination und Motorik haben. Eingestiegen in das für Fünf- bis Achtjährige ausgerichtete Angebot sind bisher gerade einmal zwei Kinder. Sie lassen sich jedoch von der bislang spärlichen Resonanz nicht beirren – genauso wenig wie ihre Eltern und die Kursleiterin.

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Nicht ganz einfach: Durchschlängeln durch einen selbst aufgebauten Parcours aus Joghurtbechern, Zollstöcken und Reifen.

Quelle: Verein

Solschen. „Wo bleiben die Kinder“, fragt sich Nicole Langehein, die seit Anfang Mai einen Kursus für Kinder leitet, die Defizite in Sachen Koordination und Motorik haben.

Eingestiegen in das für Fünf- bis Achtjährige ausgerichtete Angebot sind bisher gerade einmal zwei Kinder. Sie lassen sich jedoch von der bislang spärlichen Resonanz nicht beirren – genauso wenig wie ihre Eltern und die Kursleiterin. „Die Kinder sind super begeistert. Sie sind zwar nur zu zweit, ziehen aber voll mit“, betont Langehein, die auch von den Eltern nur positive Rückmeldungen bekam. „Eine Mutter sagte zu mit, ich erkenne meinen Jungen gar nicht wieder. Er macht alle Übungen mit und ist wissbegierig. Solch einen Eifer hat er vorher nie gezeigt“, berichtet Langehein.

Die geringe Nachfrage erklärt sie sich damit, dass sich viele Eltern offenbar nicht eingestehen wollen, dass ihr Kind Förderbedarf hat. Doch der bestehe, Kinderärzte würden das bestätigen. Zudem hätten die Schuleingangs-Untersuchungen des Landkreises Peine kürzlich zutage gebracht, dass knapp zehn Prozent der Kinder verhaltensauffällig sind – Schwierigkeiten bei der Koordination inklusive.

Dem sei abzuhelfen, ist Langehein überzeugt. „Bewegungstraining tut diesen Kindern gut. Ein Beispiel dafür sind Rechts-Links-Übungen, dadurch werden sie im Gehirn fitter, die Konzentration verbessert sich.“

Dass der von der SG Solschen angebotene „Reha-Sport für Kinder“ – so der offizielle Kursus-Titel – bisher nur wenig Zuspruch fand, liegt nach Langeheins Einschätzung auch daran, dass den Eltern die Eingangsprozedur offenbar zu umständlich ist. Denn ein Kinderarzt muss zuvor das Kind untersuchen und bescheinigen, dass es Koordinations-Schwierigkeiten hat. Trifft das zu, übernehmen die Krankenkassen die Kosten – erst dann kann es losgehen.

In diesem Punkt jedoch ist Langehein flexibel. „Einmal reinschnuppern geht jederzeit. Aber nur einmal, die Arztverordnung kann dann nachgereicht werden.“ „Schnuppern“ während der Sommerferien ist derzeit allerdings nicht möglich, denn erst ab Donnerstag, 3. August (15.30 bis 16.30 Uhr) geht es mit dem Reha-Kursus in der Solschener Sporthalle weiter.

Weitere Auskünfte zur Reha-Gruppe erteilt Nicole Langehein unter Telefon 05172/13735 oder per E-Mail an gymnastik-stellv@sg-solschen.

Von Jürgen Hansen

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