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Beifall für die Peiner Eisenmänner

Ironman-Triathlon Beifall für die Peiner Eisenmänner

Traum erfüllt: Alle fünf Starter von den Peiner Tri-Speedys erreichen beim legendären Ironman-Triathlon in Roth das Ziel. Michael Momberg quälte sich sogar auf den bärenstarken dritten Platz der Deutschen Meisterschaft in seiner Altersklasse 60.

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Die Peiner vor dem Start zum Ironman (von links): Niklas Schönebeck, Michael Momberg, Ralf Marialke, Ralf Schareina und Jörn Fredrich.

Quelle: privat

Mit einem Kanonenschlag begann die Qual. Beim Triathlon-Spektakel in Roth schickte der Ausrichter jede Startgruppe mit einem lauten Knall ins Schwimm-Rennen im eigens für den Wettkampf gesperrten Main-Donau-Kanal. 22,6 Grad hatte das Wasser. Die Peiner Tri-Speedys froren dennoch nicht fest im Feld der 4000 Starter. Jörn Fredrich setzte sich sogar an die Spitze seiner Startgruppe und kraulte sich in gut 57 Minuten ins 3,8 Kilometer entfernte Ziel.

Dass den Peinern auch auf der 90 Kilometer langen Radstrecke nicht die Puste ausging, dafür sorgten auch die zahlreichen Zuschauer an der Strecke. 200 000 klatschten Beifall, drehten die Rasseln oder riefen aufmunternde Worte. Die Fans trugen die Triathleten förmlich den steilsten Anstieg auf der Strecke hinauf. „Der Solarer Berg ist der größte Katapult der Welt. Den Ritt durch dieses Kanonenrohr muss man einfach erlebt haben. Hier herrscht Tour-de-France-Atmosphäre und das ist fast noch untertrieben“, schwärmte der Abbensener Ralf Schareina von den Zuschauermassen. Mit der besten Radzeit der Tri-Speedys wechselte Ralf Marialke zum Laufen nach 6:35 Stunden.

„Auf der Marathonstrecke beginnt dann der Rausch“, verdeutlicht Sparkassen-Vertriebsdirektor Schareina. An der Strecke spielen zahlreiche Musikbands, der Kurs führte zudem erstmals über den Marktplatz von Roth mitten durch die Innenstadt. Adrenalin und Beifall lassen die Triathleten dann auch schon mal für ein paar Meter eine Blase am Fuß vergessen. Doch: „Mit dem Marathon beginnt die Herausforderung Ironman eigentlich erst so richtig, wenn die Muskeln immer stärker ermüden“, bemerkte Ralf Marialke. Bis Kilometer 22 machte er ein tolles Rennen, dann zwickten jedoch die Waden, und er musste die Klubkollegen Jörn Fredrich und Niklas Schönebeck vorbeiziehen lassen, die ebenfalls mit muskulären Problemen hart um jeden Meter kämpften.

Aber alle Peiner Starter wurden noch zu glücklichen Triathleten – sie erreichten nämlich das Ziel. „Am Zielstrich haben hunderte gestandene Männer Rotz und Wasser geheult, und dafür gibt es einen Grund: Die letzten 10 bis 20 Kilometer sind knallhart und verlangen jedem Atheten das Letzte ab“, betonte Schareina, der seine Vorjahreszeit gleich um 41 Minuten und seine persönliche Bestzeit um 17 Minuten auf 11:17 Stunden verbesserte.

Trotz der höllischen Qual glänzten die Augen der Peiner Triathleten im Ziel vor Freude und Stolz – denn ihre harte Vorbereitung hatte sich ausgezahlt. „Neben meinem anstrengenden Job ist das notwendige Training von rund 150 Schwimmkilometern, 4000 Kilometern auf dem Rad und 700 Kilometern laufen im vergangenen halben Jahr nur mit viel Selbstdisziplin, Freude und einem klaren Ziel vor Augen durchzuhalten“, beschreibt Schönebeck die aufwändige Vorbereitung auf sein Ironman-Debüt und betont: „Ohne die Unterstützung und das Verständnis meiner Familie und Freunde wäre das nicht möglich.“

cm/rd

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