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Becher holpert fünf Kilometer mit Plattfuß

Rallye-Sport Becher holpert fünf Kilometer mit Plattfuß

Teile der Frontstoßstange flogen ab, ein Reifen riss und das Lenkrad stand schief - Spuren hat die Rallye Sulinger Land am gelben Citroen-C2-Flitzer des Piloten Marcel Becher hinterlassen.

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Unsanfte Ladung: Nach einem Sprung bei der Rallye Sulinger Land setzt der Citroen C2 R2 von Marcel Becher mit der Stoßstange auf der Straße auf.

Quelle: Chris Kuhr

Trotz eines kleinen Unfalls mit seinem 185-PS-Renner auf Wertungsprüfung fünf kämpfte sich der Sierßer als Drittplatzierter seiner Klasse und auf Gesamtrang 22 ins Ziel.

Einen Ausritt ins Grüne empfinden Reiter als schön. Für Motorsportler Marcel Becher war er mehr als ärgerlich. „Nach einer Linkskurve war plötzlich die Straße weg. Ich weiß bis jetzt nicht, wie mir das passieren konnte“, schilderte er sein schepperndes Malheur auf Wertungsprüfung fünf. Doch der 23-Jährige und seine Co-Pilotin hatten Glück im Unglück. Zwar waren Teile der Fronstoßstange abgebrochen, aber beide konnten unverletzt weiterfahren. Doch die 20 Kilometer lange Wertungsprüfung fünf meinte es nicht gut mit dem Duo. Bei der Überfahrt einer Eisenbahnschiene lenkte Becher zu früh ein und blieb so unglücklich hängen, dass sein Reifen platzte. Die restlichen fünf Kilometer bis zur Zeitabnahme holperte er mit einem Plattfuß vorne rechts. „Das war echt ärgerlich. Bis dahin lief es astrein, wir waren vorne dran und haben Druck auf die Führenden in unserer Klasse gemacht“, schilderte Becher. Rund 2:30 Minuten vermutet der Sierßer hat er durch die beiden Missgeschicke in dieser Phase verloren - das sind Welten im Rallye-Sport.

Das Serviceteam Bechers schraubte in der Wertungsprüfungspause eifrig und mit Erfolg: Der Citröen C2 R2 konnte weiterfahren und Becher machte noch das Beste aus der Situation in dem starken internationalen Starterfeld mit WM-Piloten und Formel-2-Meistern.

15 anspruchsvolle Wertungsprüfungen mussten die Fahrer bewältigen unter anderem einen engen Kurs auf einem ehemaligen Bundeswehr-Gelände meistern. „Der Großteil der Strecken führte über schmale Wald- und Landstraßen. Auch über Gras ging es“, schilderte Becher. Letzterer Untergrund war besonders gemein und rutschig, da es morgens geregnet hatte. Doch weitere Ausrutscher leistete sich Becher nicht und kam als 22 der mehr als 100 Starter ins Ziel.

Bis zur Rallye Stemweder Berg am 15. und 16. Juni bei Osnabrück müssen Becher und sein Team ihren gelben Flitzer wieder auffrischen. Der Sierßer freut sich auf das Rennen: „Da sind viele 90-Grad-Kurven dabei. Mit meinem alten Golf war ich dort schon fix unterwegs.“

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