Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
BSV Ölper verteidigt den Titel in Ilsede

Fiat-Sellmann-Cup BSV Ölper verteidigt den Titel in Ilsede

Mit einem 4:2-Finalsieg gegen den SV Bosporus Peine sicherte sich der BSV Ölper vor 180 Zuschauern in der Ilseder Stadionsporthalle wie schon im vergangenen Jahr den Turniersieg und 750 Euro Siegprämie. 450 Euro erhielt der SV Bosporus Peine als Zweitplatzierter des Fiat-Sellmann-Cups.

Noch knapp zwei Minuten waren im Finale zu spielen, als Bosporus-Spieler Yasin Öztürk seine Mitspieler zu mehr Geduld aufforderte: „Wir haben noch Zeit, spielt ruhig und konzentriert!“ Bosporus folgte dem Appell seines Routiniers, verkürzte auf 2:3 gegen den BSV Ölper. Lange währte die Freude über den Anschluss indes nicht, da die Braunschweiger mit ihrem vierten Treffer kurz vor dem Abpfiff jegliche Hoffnungen der Peiner beendeten.

„Der Sieg geht in Ordnung, wir haben verdient gewonnen“, betonte der BSV-Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, Markus Reiff. Für den Ex-VfBer war es eines seiner letzten Tore im Dress der Braunschweiger. „Am Montag dürfte der Wechsel nach Volkmarode endgültig abgeschlossen sein“, erläuterte er.

Spielerabgänge gab es auch im Team des Zweitplatzierten Bosporus, das in Ilsede ohne Keeper Patrick Bork, der bereits im Trikot des TSV Arminia Vöhrum auflief, und den zum TSV Hohenhameln gewechselten Murat Akkoc antrat. „Die zwei Abgänge sind natürlich bedauerlich“, betonte Bosporus-Trainer Jürgen Simon, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft dennoch zufrieden war. „Mit dem zweiten Platz haben wir nach dem Vorrunden-Aus beim PAZ-Cup doch noch einen versöhnlichen Abschluss erreicht. Damit bin ich zufrieden, zumal wir mit drei A-Jugendlichen angetreten sind. Entscheidend im Finale waren die zwei frühen Gegentreffer, denen wir hinterher laufen mussten.“

Während der Vorrunde präsentierte sich Ölper abgesehen vom deutlichen 5:1-Sieg gegen den Kreisligisten Rot-Weiß Schwicheldt trotz spielerischer Klasse indes nicht so effizient im Torabschluss. Gegen den VfB Peine gewann der Vorjahressieger mit 2:1 und gegen den ärgsten Konkurrenten Freie Turner reichte es zu einem knappen 1:0-Sieg in der Gruppe A. „Die Braunschweiger Mannschaften waren spielerisch die dominierenden Teams. Es war abzusehen, dass eine dieser Mannschaften den Turniersieg einfährt. Auch für uns war nach der Vorrunde zu Recht Schluss“, gestand VfB-Trainer Nick Gerull, dessen Mannschaft lediglich im Spiel gegen Schwicheldt (1:0) punktete.

Einen so deutlichen Leistungsunterschied gab es in der Gruppe B hingegen nicht. Schließlich endeten die Begegnungen zwischen Bosporus, dem TSV Hohenhameln, Arminia Vöhrum und Blau-Weiß Schmedenstedt nie deutlicher als mit zwei Toren Differenz. Dennoch setzten sich die Bezirksligisten Bosporus und Hohenhameln durch, die im vorletzten Gruppenspiel den Gruppensieg unter sich ausmachten. Das gerechte 1:1 reichte Bosporus schließlich zum Finaleinzug, wohingegen es Hohenhameln mit den Freien Turnern im Spiel um Platz drei zu tun bekam. Und auch im „kleinen“ Finale behielt die Braunschweiger Mannschaft Oberhand.

Beim ungefährdeten 3:1-Sieg der Freien Turner traf der Ex-Lengeder André Schnotale zum zwischenzeitlichen 2:0 sehenswert per Kopf. Zufrieden war der 22-Jährige mit dem Abschneiden seiner Mannschaft indes nicht: „Den Finaleinzug haben wir uns eigentlich zum Ziel gesetzt. Dafür hätte uns gegen Ölper schon ein Remis gereicht. Leider haben wir dieses Spiel aber mit 0:1 verloren“. Als Trostpflaster sicherten sich die Freien Turner 250 Euro Prämie.

Sehr zufrieden zeigte sich am Ende Fußballobmann Sascha Ebert vom Veranstalter BSC Bülten: „Wir haben faire Spiele und vor allem mit den zwei Braunschweiger Mannschaften sehr spielstarke Teams gesehen. Ein wenig mehr Risikobereitschaft hätte ich mir insgesamt von den Torhütern gewünscht.“ Von der neuen Regel, als Torwart aktiv ins Spielgeschehen eingreifen zu dürfen, machte am Finaltag lediglich der Ex-Edemisser Sven Kiontke vom BSV Ölper Gebrauch. „Er hat einmal ins Schwarze getroffen“, sagte Ebert.

Lars Lorenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine