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Sport Regional Aus Vorsicht entfällt das Händeschütteln
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14:00 30.01.2016
Die Trikots kamen mit einer Spendensendung aus Peine. Lothar Iwanowski (kl. Bild) hat schon die nächsten Seekisten gepackt.
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Alles Dinge, die Peiner Sportvereine und Privatpersonen gespendet haben. Am 10. Februar verlassen die Kisten auf dem Schiff den Hamburger Hafen in Richtung Afrika.

Auch mit Peiner Hilfe ist im Bereich Lokomassama viel Strukturarbeit geleistet worden. Brunnen wurden gebohrt, Schulen gebaut, Fußball- und Basketballplätze gebaut - und dazu gab‘s entsprechende Sportkleidung und Bälle. Mehrfach hat die PAZ schon darüber berichtet. „Vor allem die Jungs sind mächtig stolz, wenn sie in einem richtigen Fußballdress auflaufen können“, sagt Manfred Stede vom Verein Hilfe für Lokomassama, der regelmäßig für mehrere Wochen nach Sierra Leone reist und dort die Arbeit koordiniert.

Gerade ist er wieder dort gelandet - nach mehreren Monaten Abwesenheit aus Vorsicht vor dem Ebola-Virus. „Die Krankheit hat die Region, in der wir tätig sind, schwer getroffen“, sagt er. „In einem der Dörfer mit vielleicht 200 bis 250 Bewohnern sind 40 gestorben. In unserem Basisort starb ein junges Ehepaar. Es gibt viele Waisen. Früher wurden sie von der Großfamilie aufgefangen, aber jetzt sind es zu viele.“ Hinzu komme, dass von Ebola geheilte Menschen vielerorts ein Stigma haben. „Viren können sich noch einige Monate in Organen halten.“

Seit 25 Jahren ist Stede in dem afrikanischen Land im Einsatz, und er hat festgestellt, dass sich das Verhalten der Menschen durch das Virus geändert hat. „Tote wurden früher umarmt - das passiert jetzt nicht mehr. Am Tag, nachdem Sierra Leone als ebolafrei erklärt wurde, ist eine Frau gestorben. Da wurden sofort hundert Leute unter Quarantäne gestellt. Sie handeln dort inzwischen - und das ist gut“, sagt Stede.

Er selbst ist auch vorsichtiger. Beim Besuch in den Dörfern werden die Dorfältesten nicht mehr mit Händeschütteln begrüßt. „Das entfällt. Man muss vorsichtig sein.“

Stede freut sich, dass Batko die Seuche überlebt hat. Die Freizeit-Basketball-Truppe um Lothar Iwanowski und dessen Sohn Felix hatte das Schulgeld (bis zur achten Klasse) für den Jungen gesammelt, der bei Stede zudem mit einer Fußballmannschaft aufgekreuzt war, deren Kapitän er ist. Die Jungs laufen seitdem in einheitlichen Hosen und Trikots mit der Aufschrift Kik herum.

„Wir haben noch ein paar Dinge von früheren Hilfssendungen vorrätig. Die Kisten, die jetzt aus Peine unterwegs sind, werden ich bei meinem jetzigen Aufenthalt aus dem Hafen abholen können“, sagt Stede.

Lothar Iwanowski hat nun wieder Platz in seinen Lagermöglichkeiten. Gut erhaltene Sportkleidung und -Utensilien oder auch Auto-Verbandskästen mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum sind begehrt. „Spender können sich melden.“

  • Wer helfen möchte, kann Lothar Iwanowski wie folgt erreichen: Ligusterweg 24, 31228 Stederdorf, Telefon 05171/12280.

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