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Atmosphäre beflügelt: Erstes Heimspiel, erster Sieg für VfB/SC Peine

Badminton, 2. Liga Atmosphäre beflügelt: Erstes Heimspiel, erster Sieg für VfB/SC Peine

Die stehenden Ovationen der Zuschauer hatten sie sich redlich verdient: Gleich ihr erstes Heim-spiel des Zweitliga-Abenteuers gewannen die Badminton-Spieler des Aufsteigers VfB/Ski-Club Peine. Lucas Gredner und Nadine Cordes machten im Mixed den 4:3-Krimi-Sieg gegen die SG EBT Berlin perfekt.

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Starker Auftritt: Nadine Cordes gewann beide Mixed-Spiele für Zweitliga-Aufsteiger VfB/SC Peine und zeigte gegen die SG EBT Berlin auch eine gute Leistung im Einzel.

Quelle: Ralf Büchler

Peine.

VfB/SC Peine – SG EBT Berlin 4:3 (15:12). Rund 100 Besucher wollten sich das Zweitliga-Debüt des VfB/SC in der Vöhrumer BBZ-Halle nicht entgehen lassen. „Es waren viele da, die nicht vom Badminton kamen. Das Publikum hat uns wirklich nach vorne gepeitscht“, stellte Peines Trainer Heiner Brandes erfreut fest. Die Heimatmos-phäre beflügelte. Rhythmisches Klatschen half auch Lucas Gredner und Nadine Cordes. Im entscheidenden Mixed behielten sie die Nerven und drehten einen 0:1-Satzrückstand in einen 3:1-Sieg. „Lucas hat hinten viel gebuddelt und so noch viele Bälle geholt. Und wie präsent Nadine an der Netzkante war, war einfach stark“, lobte Coach Brandes, dessen Team sich nach dem Viersatz-Sieg freudestrahlend in den Armen lag.

Zweite Liga – der VfB/SC kann auch das! Im ersten Herren-Doppel hatten Lucas Gredner und Niklas König überrascht. König ist eigentlich ein Einzel-Spezialist. „Doch er hat viele weiche Bälle ans Netz oder kross gespielt und damit die Lücken gefunden“, stellte Coach Brandes erfreut fest. Neuzugang Sven Kastens dominierte das Spitzeneinzel. „Er ist ein Glücksgriff für uns. Sven spielt unspektakulär, aber effektiv. Er spielt sehr präzise die Ecken an, es macht einfach Spaß ihn zu coachen“, schwärmte Brandes vom Hamburger.

Auch das zweite Herren-Einzel schnappten sich die Peiner: Frank Juchim wurde für seine vielen Wege ans Netz belohnt. „Er hat super gearbeitet und gute Schüsse gezeigt“, lobte sein Trainer.

Erstes Heimspiel, erster Sieg – die Peiner waren glücklich. Zumal sie für Verletzungspechvogel Laura Gredner (dreifacher Bänderriss) keinen adäquaten Ersatz haben. Im Heimspiel „opferte“ sich Mutter Bettina deshalb fürs Damen-Doppel ebenso wie die nachgemeldete Hobby-Spielerin Clara Lindau. „Das zeigt, wir sind nicht nur ein Team, wir sind ein Verein“, hob Brandes hervor.

Spiele: Lucas Gredner/Niklas König – Tim Dettmann/Robert Franke 10:12, 11:7, 11:8, 11:9; Bettina Gredner/Clara Lindau – Lisa Zimmermann/Anja Buchert 0:11, 2:11, 0:11; Sven Kastens/Daniel Porath – Karsten Lehmann/Bastian Zimmermann 11:7, 7:11, 11:6, 6:11, 9:11; Sven Kastens – Robert Franke 11:3, 11:9, 12:10; Nadine Cordes – Lisa Zimmermann 12:10, 3:11, 13:15, 9:11; Lucas Gredner/Nadine Cordes – Tim Dettmann/Anja Buchert 12:14, 11:7, 11:8, 11:7; Frank Juchim – Jan Borsutzki 11:4, 8:11, 11:4, 11:8.

1. BC Beuel II – VfB/SC Peine 5:2 (18:9). Mit dem Mit-Aufsteiger hatten die Peiner bei ihrem Zweitliga-Debüt mindestens genauso zu kämpfen, wie mit ihrer eigenen Nervosität. Viele Zuschauer, eigene Spielfeld-Matten, Beamer, die die Zwischenstände anzeigen – „Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie noch nicht so frei aufgespielt hat. Bonn ist eine Badminton-Hochburg, da wird viel Zinnober gemacht. Das hat uns mehr gehemmt als angetrieben“, stellte VfB/SC-Trainer Heiner Brandes nach der Auftaktniederlage fest. Für Ergebniskosmetik sorgten Nadine Cordes und Lucas Gredner, die eine 2:0-Satzführung erst hergaben, aber rechtzeitig im Entscheidungssatz wieder auftrumpften, sowie Sven Kastens, der bei seinem 3:1-Sieg im Spitzeneinzel gleich zwei Durchgänge in der Verlängerung gewann.

Ein Punkt für eine 3:4-Niederlage sei aber trotz aller Nervosität im Bereich des Möglichen gewesen. Sven Kastens und Frank Juchim hatten im Doppel den Sieg auf dem Schläger, führten sie im Entscheidungssatz des Fünfsatz-Krimis doch schon 6:4. „Am Ende fehlte etwas Routine und wir mussten feststellen, dass man sich bei der Zählweise bis 11 noch weniger Fehler leisten darf, selbst ein Netzroller kann tödlich sein“, sagte Brandes, dessen Team am Sonntag, 8. Oktober, schon sein nächstes Heimspiel bestreitet: Der stark eingeschätzte Mitaufsteiger Horner TV gastiert ab 14 Uhr in der BBZ-Halle.

Spiele: Daniel Hess/Patrick Scheiel – Lucas Gredner/Daniel Porath 11:7, 11:9, 11:8; Lisa Kaminski/Hannah Pohl – Denise Kirchhof/Clara Lindau 11:2, 11:1, 11:0; Asher Richardson/Luis Aniello La Rocca – Sven Kastens/Frank Juchim 9:11, 11:7, 9:11, 11:9, 11:9; Christopher Klauer – Sven Kastens 11:13, 10:12, 11:8, 4:11; Hannah Pohl – Nadine Cordes 11:8, 11:3, 11:6; Patrick Scheiel/Lisa Kaminski – Lucas Gredner/Nadine Cordes 7:11, 4:11, 11:8, 11:9, 6:11; Lennart Konder – Niklas König 10:12, 11:9, 11:9, 11:7.

Von Christian Meyer

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