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Anker fährt Tom Staats davon

SV Anker Gadenstedt Anker fährt Tom Staats davon

Eine verrückte Wette bringt den Sportverein in Gadenstedt auf die Beine. Und er siegt bei der Wettfahrt mit dem Stepperbike.

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Tom Staats (links) fährt hinterher: Der Extremsportler kurvte 24 Stunden um den Gadenstedter Festplatz. Der SV Anker durfte bei dem Wettrennen ständig frische Kräfte einsetzen.

Quelle: rb

Tom Staats hatte keine Chance: Mit dem Stepperbike – einer Art Fahrrad, das man im Stehen fährt – wollte der Extremsportler innerhalb von 24 Stunden mehr Runden um den Gadenstedter Festplatz drehen, als die Mitglieder des SV Anker Gadenstedt. Staats fuhr allein, die Anker-Mitglieder durften sich abwechseln. Sie schafften insgesamt 732 Runden, das sind knapp 440 Kilometer. Staats kam auf 447 Runden oder knapp 269 Kilometer.

„Das war ein Event für den Verein“, freute sich der Sportvereins-Vorsitzende Jürgen Heuer. Jede Menge Mitglieder waren auf den Beinen. Ob als Zuschauer, Helfer oder Fahrer. „Wir hatten etwa 50 bis 60 Helfer“, sagte Heuer. Sie waren als Zeitnehmer (die alle zwei Stunden gewechselt wurden) oder in einer der Buden im Einsatz. Viele hatten einen selbstgebackenen Kuchen spendiert.
Auf dem Stepperbike (mit Sieben-Gang-Schaltung) waren 33 Fahrerinnen und 62 Fahrer unterwegs, die sich alle 15 Minuten abwechselten. Und sie waren richtig abgefahren: Zwar konnte Staats am Anfang einen größeren Vorsprung herausholen, aber im Laufe des Rennens machte es sich bemerkbar, dass Anker immer frische Kräfte einsetzen durfte, und Staats die 24 Stunden durchhalten musste.

„Wir konnten ja vorher trainieren“, sagte Heuer. Der Umgang mit dem Stepperbike sei nicht so schwer. Ungewohnt sei aber für viele die vorgebeugte Haltung gewesen. „Man hat hinterher die Oberarme gespürt.“

Die weiteste Strecke innerhalb einer Stunde fuhren die Vereinsmitglieder zwischen 4 und 5 Uhr morgens, als sie 38 Runden (à 600 Meter) schafften. Soviel hatte Staats nach dem Start um 12 Uhr bis 13 Uhr ebenfalls zurückgelegt.

Es gab aber nicht nur die „Rundtour“, sondern auch viel Programm drumherum. Es gab ein Stepperbike-Rennen über je drei Runden für Kinder sowie einen Flohmarkt für den Nachwuchs auf dem Festplatz. Wer Hunger hatte, wurde mit Gegrilltem versorgt. Auch Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Schmalzkuchen gehörten zum Angebot. Kaffee und Kuchen gab es am Nachmittag und anschließend ein anregender Disko-Abend im Feuerwehrzelt. Schließlich sollten Zuschauer und Fahrer die ganze Nacht durchhalten.

„Es gab ständig Zuschauer an der Strecke, die die Fahrer anfeuerten“, sagte Heuer. „Nur in der Zeit zwischen 4 Uhr nachts und 7 Uhr war es etwas mau.“ Ab 8 Uhr gab es dann Frühstück mit frischen belegten Brötchen. Nur eines klappte nicht so recht: Ausgerechnet bei der Siegerehrung gab es einen dicken und anhaltenden Regenschauer.

Aber tat der gelungenen Veranstaltung keinen Abbruch. Ob die Fahrleistung wirklich ein Weltrekord war, muss sich noch herausstellen. Das „Guiness-Buch der Rekorde“ wollte es nicht akzeptieren, weil es einen Standstepper-Weltrekord gibt. Da es aber noch andere Weltrekord-Bücher gibt, wollen die Veranstalter ihr Glück dort versuchen.

Auf jeden Fall gibt es eine bleibende Erinnerung: Staats, der in Braunschweig einen Sportartikelgeschäft hat, spendiert dem Verein drei Stepperbikes. Das war sein Wetteinsatz. „Wir werden sie allen Abteilungen für das Konditionstraining zur Verfügung stellen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Ergebnisse:

Kinderrennen:
8- bis 10-Jährige: 1. Fabio Brandt, 2. Tobias Kriesell, 3. Charlotte Gasthaus.
11- bis 14-Jährige: 1. Mirco Herbst, 2. Rick Hamerlinski, 3. Annalena Engel.
Frauen: 1. Claudia Lamprecht, 2. Ines Pohl, 3. Carmen Herbst.
Männer: 1. Uwe Leukefeld, 2. Thomas Roepke, 3. Jürgen Heuer.

mp

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