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„An das Spiel wird sich jeder erinnern!“

Fußball-Bezirksliga 2 „An das Spiel wird sich jeder erinnern!“

Nur noch ein Dreier – und es ist geschafft. Der VfB Peine kann im morgigen Auswärtsspiel gegen den MTV Frellstedt seiner hervorragenden Saison das i-Tüpfelchen aufsetzen und den Aufstieg in die Bezirksoberliga perfekt machen.

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Es ist angerichtet: Kapitän René Bunk (legt sich den Ball zurecht) und der VfB Peine wollen den Matchball zum Aufstieg in Frellstedt verwandeln.

Quelle: im

MTV Frellstedt – VfB Peine. „Das Thema Meisterschaft ist für uns erledigt.“ Das erklärte VfB-Trainer Gerull nach dem mit 1:3 verlorenen Heimspiel gegen BV Germania Wolfenbüttel am 28. Spieltag. Eine Aussage, die nicht jedem VfB-Anhänger schmeckte, die dem noch jungen Team im weiteren Saisonverlauf jedoch half. Schließlich gewannen die Peiner sieben der folgenden zehn Begegnungen und verloren nur eine Partie. „In der Osterzeit hatten wir unsere Schwächephase“, gesteht Gerull, dessen Mannschaft im besagten Zeitraum binnen neun Tagen drei Spitzenspiele gegen den BSC Braunschweig (0:0), eben Germania Wolfenbüttel und gegen den Helmstedter SV (0:0) zu absolvieren hatte.

Ein Hammerprogramm, das den anderen drei Titelaspiranten in dieser Form erspart blieb, aber dennoch nicht zu einer vorzeitigen Titelentscheidung verhalf. „Wider Erwarten! Denn die anderen haben ihre Matchbälle vergeben“, betont Gerull vor allem im Hinblick auf den jetzt ärgsten Verfolger Helmstedter SV. Das Team von Trainer José Salguero schwächelte in den vergangenen zwei Begegnungen, spielte beim BSC Braunschweig 1:1 und unterlag Pfingstmontag daheim gegen die Freien Turner Braunschweig II mit 1:2.

Folglich muss der HSV nun auf einen Erfolg des Ortsnachbarn Frellstedt hoffen. Eine Prämie der Helmstedter für einen Sieg gegen den VfB Peine gibt es laut Frellstedts Trainer Dirk Vogel allerdings nicht. „Kein Team verliert freiwillig. Wir wollen nach einer für uns nicht so positiv verlaufenen Saison einen versöhnlichen Abschluss“, sagt er. Von Vorteil sei, „dass wir im Vergleich zum VfB befreit aufspielen können und nichts zu verlieren haben. Wenn wir damit dem HSV helfen können, ist das aber ein schöner Nebeneffekt.“ Schließlich kennen sich einige Frellstedter und Helmstedter Spieler bereits seit Schulzeiten. „Klar, dass das in zweiter Linie auch ein Grund für uns ist, die Punkte einzufahren!“

Angesichts der Frellstedter Heimbilanz dürfte ein Punktgewinn gegen das zweitbeste Auswärtsteam der Liga jedoch ein schwieriges Unterfangen werden, denn bislang gelang dem MTV nicht ein einziger Heimerfolg im Jahr 2009. „Unser Hauptmanko lag darin, dass wir viele Spiele in der Schlussphase verloren haben. Zudem gehen wir seit geraumer Zeit personell auf dem Zahnfleisch. Am vergangenen Wochenende in Blumenhagen haben wir einen Spieler reaktiviert, der zuletzt vor vier Jahren für uns auflief“, erklärt der Trainer.

Dessen Pendant Gerull war Augenzeuge des 4:1-Sieges bei der Germania und warnt: „Wir dürfen die Frellstedter nicht unterschätzen. Sie sind ballsicher, verfügen über eine gute Spielverlagerung und sind besonders über Konter gefährlich!“ Insgesamt 61 Tore gelangen dem MTV, zu den treffsichersten Schützen zählen Steffen Deuse (11), Jean-Pierre Reuther (10) und der Sohn des Trainers, Christoph Vogel (10).

Gerulls Forderung: „Wir müssen hellwach sein und dürfen nicht ins offene Messer laufen.“ Wie Frellstedt zu bezwingen ist, stellte der VfB beim 8:1-Kantersieg im Hinspiel eindrucksvoll unter Beweis. Mit vier Toren avancierte dabei Martin Bode zum Matchwinner. Vor einer Woche beim 1:0-Heimsieg gegen Leu Braunschweig fehlte Bode noch, morgen aber kehrt er ebenso wie Steven Allerkamp und Eduard Zwinger in den Kader der Peiner zurück.
Insgesamt 16 Akteure hoffen auf einen Platz in der Startformation. Wer dazugehört, verrät Gerull indes nicht. „Das Gerüst steht. Die vakanten Positionen werde ich nach den Trainingseindrücken dieser Woche und im Hinblick auf die Spielweise der Frellstedter besetzen.“

Dass die noch junge Elf der Peiner dem Druck standhalten wird, „davon bin ich felsenfest überzeugt. Denn die Mannschaft ist im Verlauf der Saison enorm gereift und ist inzwischen in der Lage, auch solche Spiele für sich zu entscheiden. Zumal der Aufstieg für jeden eine große Chance ist“, betont Gerull. „Und ich bin mir sicher, jeder wird sich an diese Partie immer zurückerinnern – unabhängig davon wie sie ausgeht!“

Der VfB Peine setzt zum Auswärtsspiel in Frellstedt einen Fan-Bus ein. Die Abfahrtzeit am VfB-Platz wurde von 12.15 auf 13.15 Uhr verschoben, da die Mannschaft nun doch separat anreist.

Lars Lorenz

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