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Sport Regional 355 Kilometer durch Wessex – für das Schützenhaus
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14:00 06.07.2017
Arnd Laskowski vor dem Start Quelle: oh
Peine

Die Idee entstand im Urlaub bei Freunden im vergangenen Herbst – 355 Kilometer per Rennrad durch Wessex, eine Region in Südwest-England. Bis dahin war der Peiner Arnd Laskowski zwar schon im Alltag immer mal Fahrrad gefahren, mehr aber auch nicht. Sei englischer Freund Hugh Monro brachte ihn auf den Gedanken, es einmal mit dem Rennradsport zu versuchen.

„Gesagt, getan – als erstes habe ich mir einen Sponsor für die Ausrüstung gesucht. Dabei bin ich auf offene Ohren gestoßen und habe einen großzügigen Nachlass auf mein Rennrad und die Ausrüstung bekommen“, berichtet der 50-Jährige.

Dann ging mitten im ungemütlichen deutschen Winter das Training los. Zum Glück war es nie allzu kalt, sodass Laskowski viele Kilometer durch das Peiner Land, den Elm und den Harz gefahren ist, um sich vorzubereiten.

Dann startete er gemeinsam mit seiner Frau und guten Freunden Richtung England. Nach staureicher Fahrt und langer Wartezeit am Fährhafen im französischen Calais – mit strengen Sicherheitskontrollen nach dem Manchester-Attentat – erreichte die Gruppe schließlich das Reise-Ziel auf der britischen Insel.

Am Sonnabend wurde losgestrampelt. Die erste von drei Fahrten begann früh am Morgen bei kaltem Wind und drohendem Regen quer durch das hügelige Land im Südwesten der britischen Insel. Sonntag ging es bei etwas angenehmerem Wetter weiter. Montag empfingen Regen, Nebel und Schwüle die Radfahrer. „Es gab einige Unfälle. Mein Freund Hugh hatte eine Reifenpanne und es war nicht gerade angenehm, durch den heftigen Regen zu fahren“, sagt Laskowski.

Doch trotz widriger Umstände schaffte er auch die dritte Etappe. Insgesamt saß er 18 Stunden und 27 Minuten im Sattel des Rennrades und überwand 4888 Höhenmeter. Die Bergfahrten hatten zum Teil bis zu 39 Prozent Steigung. Da waren 11 334 Kalorien schnell verbraucht.

„Toll war das Gesamterlebnis, die Nähe zur schönen Landschaft und die Freundschaft über alle Grenzen hinweg. Es waren Radfahrer aus vielen Ländern dabei und alle hatten viel Spaß. Im Vordergrund stand der Charity-Gedanke. Jeder ist für ein selbst gewähltes Projekt gefahren. Ich unterstütze mit der Tour den barrierefreien Umbau des Schützenhauses und habe 250 Euro erradelt“, sagt Laskowski – der das Geld selbst gespendet hat, so wie jeder Teilnehmer an der Tour ein selbstgewähltes Charity-Projekt mit mindestens 50 englischen Pfund (knapp 60 Euro) unterstützt.

Das Projekt barrierefreier Umbau ist durch den neuen Bürgerkönig Bernd Becker, der Rollstuhlfahrer ist, aktuell nochmal besonders in den Blickpunkt gerückt.

Von Redaktion

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