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2168 Kilometer mit Schafen und Melkfett

Radsport 2168 Kilometer mit Schafen und Melkfett

Achtung, Staatsgrenze! In 20 Tagen sind die Radsportler Monika Janzen und Frank Eggert vom Peiner Eulenexpress gleich durch drei Länder gestrampelt. Im Sommerurlaub die Beine hochlegen, das ist ihre Sache nämlich nicht. Auf ihrer Tour durch Deutschland, Österreich und Tschechien bewältigten sie 2168 Kilometer und 16747 Höhenmeter.

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Nachtlager direkt an der Donau: In Vilshofen durften die Peiner auf dem Gelände des Yachtclubs übernachten. Die Rad-Klamotten hängen zum Trocknen über den Rädern.

Ein Blick in ihre Garage in der Südstadt verrät, wie radbegeistert Monika Janzen und Frank Eggert sind. Vom Mountainbike über den Alltagsshopper bis zum Rennrad: Neun Räder besitzen die beiden. Mit einem All-inclusive-Urlaub am Mittelmeer sind sie nicht zu locken. „Da liegt man fast den ganzen Tag am Strand, und das Highlight des Tages ist das Abendessen“, sagt die 28-jährige Peinerin, die mit ihrem acht Jahre älteren Mann lieber Urlaub auf zwei Rädern macht. Nudelgerichte vom Gaskocher statt ausuferndes Büffet, zwei Rad-Trikots und -hosen statt Oberhemd und Kleid, Zelt und Isomatte statt Doppelzimmer. Aber auch lauwarme Sommernächte direkt am Ufer der Elbe oder Moldau. „Zelten ist für uns Luxus. Man hat die absolute Freiheit, dort zu bleiben, wo man möchte“, betont der gebürtige Pfälzer Frank Eggert.

Der Bautechniker und Projektleiter der Peiner Träger GmbH ist mit seiner Frau schon zweimal gemeinsam in Slowenien geradelt. Alleine erkundete er unter anderem Liechtenstein, Österreich, Italien, die Pyrenäen oder den Jakobsweg. So viele Kilometer im Sattel, tut da nicht der Hintern weh? „Nach drei Tagen ist es vorbei“, weiß Monika Janzen. Wichtig sei jedoch ein gutes Rad und gepolsterte Hosen. Und ihr Mann hat noch einen wertvollen Tipp: Melkfett für den Allerwertesten. So fuhr es sich auch diesmal wie geschmiert.

Am Mittellandkanal entlang ging es bis nach Magdeburg, dort weiter entlang der Elbe über Dresden, Kirschen essen im strömenden Regen, abbiegen an den Moldau-Radweg, eine Mini-Fähre beobachten, die gefährlich tief im Wasser liegt. Prag besichtigen, in Kutná Hora, Hluboká nad Vltavou oder Ceský Krumlov, dem Klein Venedig Tschechiens staunen. „Viele Städte Tschechiens haben richtig schöne Altstädte und Marktplätze“, schwärmt Monika Janzen, die Rad-Urlaub für die schönste Art zu reisen hält. „Wir kommen gut voran, können genau dort stehen bleiben, wo wir möchten und uns alles prima angucken.“

Die Schafe zum Beispiel, die mitten im Ort ihren Weg kreuzten. Das Ehepaar, dem sie viel Glück wünschten, als es gerade auf einer Brücke für Hochzeitsfotos lächelte. „Als Rad-Tourist bekommt man schnell Kontakt zu Einheimischen“, sagt Frank Eggert. Ein Fähnchen an seinem zusammenfaltbarem Aevon-Anhänger (mit 45 Kilo Gepäck) sei oft der Eisbrecher gewesen, die Leute wollten mehr von den beiden Radfahrern wissen. Und die Peiner wissen nun, dass es in Tschechien nicht nur das beste Radwege-Netz gibt, das sie bisher befahren haben sondern auch viele kleine Konditoreien mit leckerem Naschwerk. „Ich habe noch nie so viel Süßkram im Urlaub gegessen“, sagt Frank Eggert. Noch so ein Vorteil beim Radfahren: Zunehmen tut man trotzdem nicht ...

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