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2000 Euro erzielt: PAZ-Cup-Sieger verreist

Nachklapp Hallen-Fußball-Kreismeisterschaft 2000 Euro erzielt: PAZ-Cup-Sieger verreist

Ein Altbier trinken oder ein Sangria schlürfen – aus dem PAZ-Cup lässt sich beides trefflich machen. Peines neuer Hallenfußball-Kreismeister SV Lengede wird die 2000 Euro Siegprämie in seine Mannschaftsfahrt investieren. Zwei Reiseziele sind anvisiert. Die PAZ-Cup-Nachlese.

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Pure Freude: Der SV Lengede machte nach dem PAZ-Cup-Sieg die Welle für seine Fans.

Quelle: im

Reise als Belohnung: Das Ziel steht noch nicht ganz fest, die Kicker des PAZ-Cup-Siegers SV Lengede müssen zwischen Ibiza und Düsseldorf abstimmen – und vielleicht darf die Trophäe sogar mit. Noch steht sie bei Nachwuchsmann Matthias Nickel. „Der hat sich den Cup gekrallt“, verriet SVL-Keeper Stefan Ebeling, der seinem Verteidiger den Anblick für ein paar Tage gönnt: „Er hat schließlich souverän wie immer gespielt und alles geklärt“, begründet der Torwart. Doch danach werde der Pott sicherlich seinen Platz in der Vitrine des Vereinsheims finden.

Einen Platz in den Vereinschroniken des SV Lengede dürfte sich Trainer Thomas Mühl gesichert haben. Der gewann nicht nur zum zweiten Mal mit seinem Team den PAZ-Cup, sondern holte zuvor auch den Härke-Pokal und schaffte den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Doch nach sechs erfolgreichen Jahren wird er am Saisonende sein Amt an Christian Gleich übergeben. „Deshalb hat es uns auch sehr gefreut, dass wir ihm ein passendes Abschiedsgeschenk gemacht haben. Ich hatte den Eindruck, unser Trainer war doch ein bisschen angespannt“, sagt Lengedes Keeper Stefan Ebeling.

• Der Fluch hält an: Auch Grün-Weiß Vallstedt schaffte es wie alle 13 Hallenkreismeister zuvor nicht, den Titel zu verteidigen. Eine andere Serie wird indes reißen, da ist sich Lengedes Torwart Stefan Ebeling ganz sicher. Die letzten drei Titelträger stiegen am Ende der Saison ab. Hat sich der SV Lengede etwa in Abstiegsgefahr geschossen? Wohl eher nicht. Ebeling rechnet sogar mit einem gehörigen Motivationsschub durch den PAZ-Cup-Sieg und einer Kletterpartie in der Rückrunde der Bezirksliga. „Ich möchte gerne noch Dritter werden. Wenn wir gut starten, sollte das machbar sein“, sagt der Torwart, der mit seinem Team derzeit Platz sieben belegt.

• Eine Nacht im Klinikum: René Rieger hat sich doch nicht so schwer verletzt, wie befürchtet. Der Dribbelkünstler vom Kreisligisten Rot-Weiß Schwicheldt war Sonntag der Pechvogel des PAZ-Cups. Nach einem Zweikampf mit Hohenhamelns Tobias Buchner war er mit dem Rücken gegen den Torpfosten geprallt und hatte so starke Schmerzen, dass er zur Untersuchung ins Klinikum gebracht wurde. „Nach der ersten Röntgenaufnahme befürchteten die Ärzte, dass ein Wirbel gebrochen sei“, erzählt der Offensivspieler, der die Nacht im Klinikum verbrachte. Doch der Verdacht bestätigte sich gestern nicht. Eine Untersuchung mit dem Computertomographen ergab: Rieger hat sich nur eine starke Prellung am Rücken zugezogen. „Da habe ich wohl noch mal Glück im Unglück gehabt“, sagt der 20-Jährige.

Gefreut hat er sich darüber, dass Gegenspieler Tobias Buchner ihn noch in der Arztkabine in der Silberkamphalle besuchte, sich entschuldigte und gute Besserung wünschte. Dem verpassten Finaleinzug trauert Rieger zwar noch ein wenig hinterher. Aber: „Ich fand unsere Leistung überragend. Der Siegtreffer durch Dominik Feer gegen Vallstedt in der Gruppe ist zwar etwas glücklich gefallen. Aber das Glück muss man sich manchmal halt auch verdienen – und das haben wir gemacht“, sagte der Kicker.
• Wendezeller Volltreffer: Zehn Buden in der Vorrunde, aber nur eine in der Endrunde – Dennoch war Wendezelles Stürmer Marco Di Nunno der erfolgreichste Torjäger der 14. PAZ-Cup-Auflage. Den Torjäger-Pokal der Endrunde holte sich aber sein Teamgefährte Henrik Kükemück, der zwar ebenso wie Michael Jarzombek, Tobias Buchner (beide TSV Hohenhameln) und Akif Eroez (Bildung) drei Tore erzielt hatte, dafür aber weniger Spiele benötigte. Die Prämie von 150 Euro investierte er in die Mannschaftskasse. „Davon werden wir schön Essen gehen“, verriet Kükemück.

• Rekorde: Insgesamt 1444 zahlende Zuschauer verfolgten die vier Gruppen in der Silberkamphalle. „So gut besucht waren wir in der Vorrunde noch nie“, stellte Dieter Geyersbach, Vorsitzender des Ausrichters PSG 04 Peine, zufrieden fest. Für den Rekord hatte vor allem ein andere Bestmarke gesorgt: Die wurde in der Gruppe 4 aufgestellt. 525 Fans sahen das Weiterkommen von Kreisligist Schwicheldt und Bezirksligist VfB Peine. Nie war eine Vorrunde besser besucht.

• Erinnerungen an die „Schande von Gijon“: Einen Nichtangriffspakt, den schlossen nicht nur zwei Fußball-Weltmeisterschafts-Teilnehmer im Gruppenspiel 1982 im spanischen Gijon. „So etwas Offensichtliches habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Das ist ja wie Deutschland gegen Österreich“, kommentierte Vallstedts Manager Michael Giesemann das Hin- und Hergeschiebe zwischen Kreisligist Schwicheldt und Bezirksligist Lengede im letzten Gruppenspiel. Ein 0:0 reichte beiden Teams zum Einzug ins Halbfinale. Und so kam es auch.

Daran konnte auch Vallstedts Spieler Tobias Schmidt nichts mehr ändern. Der war unter dem Applaus des Publikums aufs Spielfeld gerannt und hatte den Ball im Eiltempo zum Eckballpunkt getragen, damit Lengede noch zügig eine Ecke treten und mit einem Tor die Grün-Weißen ins Halbfinale schießen kann. Doch Vallstedt schied aus, Schmidt durfte sich für sein ungewöhnliches Eingreifen immerhin noch über einen Sechserträger Härke-Bier freuen.

Handballer helfen beim Fußball-Fest: Auf den unermüdlichen Einsatz von 20 Helfern konnte sich PSG-Chef Dieter Geyersbach beim PAZ-Cup verlassen. „Toll, wie das jedes Jahr vorbildlich läuft“, lobte er. Den Klub-Boss freut vor allem, dass nicht nur die Fußball-Abteilung mitwirbelte. „Wir haben ganz viele Mädchen aus der Handball-Abteilung. Einige haben sogar vom ersten bis zum letzten Tag geholfen.“

cm

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