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Sport Regional 2 Tage, 39 Sätze: Stöter erkämpft DM-Ticket
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17:57 24.03.2016
Unterschnitt-Experte: Georg Stöter vom SV Arminia Vechelde gewann Bronze und Silber in der Altersklasse 75. Quelle: Isabell Massel
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Das schafften zudem Josef Rempe (Arminia Vechelde) in der Königsklasse der über 40-Jährigen und Bernd Sonnenberg (MTV Groß Lafferde) bei den über 65-Jährigen.

Senioren 40

Was mit einer nicht einkalkulierten Auftakt-Niederlage in der Gruppe begann, endete für Josef Rempe (Arminia Vechelde) noch mit einem Happy End. Im Einzel löste der Landesliga-Spieler durch eine fulminante Aufholjagd im Spiel um Platz sieben noch das letzte zu vergebene DM-Ticket. „Das ist riesig, ich hatte es vergangenes Jahr schon versucht, bin aber grandios gescheitert“, sagte der 41-Jährige. Im entscheidenden Duell mit Murat Singin (RSV Hannover, Bezirksliga) lag Vecheldes Spitzenspieler schon 1:6 und 3:8 im fünften Satz hinten. Doch nach einer Auszeit gelang tatsächlich noch die Wende: „Mein Gegner hat offenbar angefangen, nachzudenken. Und ich hatte nichts mehr zu verlieren“, sagte Rempe.

Das i-Tüpfelchen setzte der Vechelder dann bei seinem Doppel-Auftritt. Mit Landesliga-Kollege Thorsten Jung (TTC Gifhorn) gewann er nach vier Siegen sensationell den Titel. Im Finale knackten die beiden den früheren Regionalliga-Spieler Uwe Bertram (SV Sandkamp), der mit Wolfgang Kiesel (SF Salzgitter) antrat. „Das passte einfach gut. Wir sind beides Angriffsspieler und beide sehr sicher. Und wir hatten auch das nötige Glück auf unserer Seite“, verwies Rempe auf das Halbfinal-Drama gegen Kay Ludewig/Ralf Schweneker. (MTV Tostedt/TSV Hittfeld). Gleich vier Matchbälle wehrte der Vechelder mit seinem Doppelpartner in Satz drei ab und gewann noch in fünf Sätzen.

Senioren 60

Eine Links-Rechts-Kombination brachte Heinrich Oelkers (SG Adenstedt) Glück. Das Rückhand-Ass gewann im Doppel mit Allrounder Klaus Eberskirchen Bronze. „Als Linkshänder hat man im Zusammenspiel mit einem Rechtshänder immer einen strategischen Vorteil. Man steht sich selten im Weg und kann so alle Spielvarianten einbringen“, erklärte Oelkers den Erfolg. Sogar der Final-Einzug sei gegen die späteren Landesmeister Friedrich Janz/Berthold Schlüter (TTC Lechstedt/Concordia Belm) drin gewesen. Doch nach 1:0-Satzführung verlor Oelkers mit seinem Partner den zweiten Durchgang nach zwei Satzbällen noch 11:13, weil die Gegner zur perfekten Zeit mit Netz- und Kantenbällen antworten. „Bei einer 2:0-Satzführung hätten wir sie geknackt“, vermutete Oelkers.

Im Einzel schied der Adenstedter mit drei Niederlagen in der Gruppe aus. „Ich hatte eine Hammergruppe erwischt und spielte einfach mit zu viel Respekt. Und mit Ballhalten gewinnst du da keinen Blumentopf“, stellte der 61-Jährige fest.

Senioren 65

Gold im Doppel mit Rudolf Poludniok (VfL Hameln), Silber im Mixed mit Irmgard Neumann (TV Apen) und im Einzel das DM-Ticket gelöst - Bezirksliga-Spieler Bernd Sonnenberg (MTV Groß Lafferde) zählte zu den erfolgreichsten Akteuren seiner Altersklasse. Nur im Einzel dürfte er mit etwas mehr als Platz fünf geliebäugelt haben, schließlich war Sonnenberg laut QTTR-Spielstärken-Rangliste zweitstärkster Akteur hinter seinem Doppelpartner Rudolf Poludniok. Doch im Viertelfinale war Schluss gegen den bärenstark aufgelegten „Vorhand-Wühler“ Werner Schubert (TSV Heiligenrode, Bezirksoberliga).

Hildegard Klawitter (TSV Hohenhameln) schied im Einzel mit einem Sieg in der Gruppe aus und scheiterte im Auftakt-Mixed mit Günter Becker (TTF Wolfsburg) in einem packenden Fünfsatz-Krimi.

Senioren 75

Gleich zwei Peiner mischten kräftig im Titelrennen mit. Georg Stöter (Arminia Vechelde) und Rudi Gansberg (GW Vallstedt) gewannen Einzel-Bronze. Zum zweiten Mal in seiner Laufbahn führte sein saftiger Unterschnitt aus der Halbdistanz Stöter zu einer Deutschen Meisterschaft. „Ich bin mehr als zufrieden. Eigentlich hatte ich mir nur vorgenommen, die Gruppenphase zu überstehen. Danach hat mich der Ehrgeiz gepackt. Nach 39 Sätzen an zwei Tagen bin ich noch Tage später auf dem Zahnfleisch gekrochen, aber es war toll“, schwärmte Stöter.

Als die noch größere Überraschung wertete er die Silbermedaille im Doppel mit Willi Langemann (Viktoria Woltwiesche), der mit seiner unorthodoxen Spielweise maßgeblich zum Final-Einzug beitrug. Da waren zwei echte Kämpfer am Tisch, die erst am mehrfachen Europameister Dieter Lippelt (TSG Dissen) und Wolfgang Wenk (SC Glandorf) mit 1:3 scheiterten.

Europameister Lippelt brachte auch dem Vallstedter Noppen-Blockspieler Rudi Gansberg kein Glück - sowohl im Einzel-Halbfinale als auch im Doppel-Halbfinale mit Partner Jürgen Telschow (BSC Acosta Braunschweig) scheiterte er am Meisterschafts-Dominator nach hartem Kampf - und war nach vier Einzelsiegen trotzdem rundum zufrieden: „Ich musste schließlich zweimal nur dem Niedersachsenmeister den Vorrang lassen“, stellte Gansberg fest.cm

Rund 550 Bogensportler in unterschiedlichen Altersklassen spannten bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Bogenschützen in Bad Segeberg ihr Sportgerät. Dabei wurden in Abwesenheit der Nationalteamschützen, die zeitgleich bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Ankara waren, teilweise hochklassige Ergebnisse erzielt.

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