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Zu weicher Stab: Spelly wird Vierte

Leichtathletik Zu weicher Stab: Spelly wird Vierte

Bremen. Die gute Nachricht vorweg: Leonie Lampe (Bayer Leverkusen), die sich vor gut einer Woche bei den Deutschen U18-Meisterschaften im Stabhochsprung schwer verletzt hatte (PAZ berichtete), ist auf dem Weg der Besserung. Der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung bestätigte sich nicht. Aufgrund dieses Unglücks wurde der Wettkampf abgebrochen und nun in Bremen wiederholt.

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Gwen Spelly in der wichtigen Anlaufphase, der Stab biegt sich vorm Absprung: Die Athletin von der LG Peiner Land flog in Bremen knapp an einer DM-Medaille vorbei.

Quelle: Hartmut Hoefer

Allerdings gingen von den qualifizierten 13 Springerinnen nur acht an den Start, darunter auch Gwen Spelly von der LG Peiner Land. Die Zwillinge Dovile und Lauré Scheutzow aus Schwerin verschoben sogar ihren Urlaub - und das zahlte sich aus. Denn bis zur Höhe von 3,85 Metern (Einstellung der deutschen Jahresbestleistung) absolvierten sie ohne Fehlversuche den exakt gleichen Wettkampf. Nach einem Fehlversuch (bei 3,90 m) entschlossen sie sich kurzerhand, den Wettkampf zu beenden und zwei Goldmedaillen abzuräumen. „Wir dachten uns, das gibt es nicht so oft, dass Zwillinge gemeinsam einen DM-Titel gewinnen“, sagte Dovile Scheutzow. „Außerdem wurden die Stäbe für die Höhe zu weich.“

Bronze ging an Lokalmatadorin Kim-Michelle Schwenke (Werder Bremen), sie überflog 3,70 Meter. Dies gelang auch Gwen Spelly, die am Ende Vierte wurde. Die LG- Athletin leistete sich - genau wie Schwenke - bei 3,60 Metern einen Fehlversuch. Spelly benötigte jedoch auch bei 3,50 Metern zwei Versuche. „Gwen hatte zu weiche Stäbe und war zu passiv am Stab“, erklärte Landestrainer Klaus Roloff. Dennoch katapultierte sie sich wie ihre drei Konkurrentinnen gleich im ersten Versuch über 3,70 Meter.

Doch während die Scheutzow-Zwillinge anschließend auch die 3,80 Meter meisterten, hatten Schwenke und Spelly Probleme mit dieser Höhe. Nachdem Schwenke auch im dritten Versuch gescheitert war, entschied Spelly - den vierten Platz schon sicher - ihren dritten Versuch über 3,85 Meter zu wagen. „Sie griff den Stab noch einmal zwei Handbreit höher - aber auch das führte nicht zum Erfolg“, erläuterte LG-Leiter Hartmut Hoefer.

Nun warten noch zwei Aufgaben auf Gwen Spelly. Am letzten August-Wochenende springt sie bei den U20-Meisterschaften der Verbände Niedersachsen und Bremen in Delmenhorst, und tags darauf folgt sie einer Einladung zum Internationalen Stabhochsprung-Meeting in Beckum. Hier wird sie im Vorprogramm springen. Anschließend werden einige internationale und deutsche Top-Springerinnen an den Start gehen.

hoe

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