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Ziel: Den alten Kumpels eins auswischen

Handball-Landesliga Ziel: Den alten Kumpels eins auswischen

Duell der Rivalen: Derbys sind immer besondere Spiele. Da bildet die morgige Partie zwischen den Handball-Landesligisten SG Adenstedt und HSG Nord Edemissen keine Ausnahme. Für den SGA-Akteur Gerrit Marris ist die Partie aber noch aus einem anderen Grund brisant, hat er doch bereits für beide Mannschaften gespielt.

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Gerrit Marris

Quelle: im

„Gegen Edemissen bin ich immer topmotiviert“, freut sich Marris aufs Derby, kennt er doch fast alle Spieler des jetzigen HSG-Kaders persönlich. Mit ihnen zusammen erlebte er von der C- bis zur A-Jugend erfolgreiche Jahre. Marris erinnert sich gern an die Zeit zurück. „Wir wurden sogar Bezirksmeister, den Oberliga-Aufstieg verpassten wir nur knapp.“ Mit Eintritt ins Herrenalter wechselte der gebürtige Adenstedter 2007 zu seinem Stammverein zurück, mit dessen Team er diese Saison absteigt. Für ihn war es abzusehen: „Wir konnten die Abgänge der Leistungsträger Bortfeld, Klein und Kollmeyer nicht kompensieren. Viel mehr liegt einfach nicht drin.“

Wechsel in die Nachbarschaft

Auch morgen rechnet sich der 21-Jährige wenig aus. „Edemissen ist uns technisch und spielerisch hoch überlegen“, begründet er. Wie so oft werde es für seine Mannschaft wohl allein um Schadensbegrenzung gehen. Deswegen den Kopf in den Sand zu stecken, komme allerdings nicht Frage – Marris gibt nicht auf. „Ich habe Spaß am Handball und will jedes Spiel so gut wie möglich abschneiden“, erläutert der Student der Betriebswirtschaftslehre wie er trotz der Misere seine Motivation behalten hat.

Nach der Serie wird er jedoch den Verein wechseln. Die Entscheidung, wohin, steht so gut wie fest. „Andere Vereine der Landesliga haben angeklopft. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werde ich aber in Groß Lafferde spielen. Auch wenn das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.“ Mannschaft und Umfeld beim MTV würden stimmen, wegen der räumlichen Nähe zu Adenstedt müsse er sich zudem nicht groß umgewöhnen.

Dass den Rückraumspieler zukünftig deutlich mehr Konkurrenz erwartet, nimmt er in Kauf. Der Aufwand werde ebenfalls steigen. „Mindestens einmal die Woche Training muss schon sein“, stellt er sich bereits auf Fahrten zwischem seinem Wohn- und Studienort Claustal-Zellerfeld und Groß Lafferde ein. Nur während der vorlesungsfreien Zeit trainieren, wie derzeit bei der SGA, das werde kaum ausreichen. Hinzu kommt, dass Marris auch sein zweites sportliches Standbein mit der neuen Herausforderung unter einen Hut bringen muss. So läuft er für die Leistungsklassen-Fußballer vom TuS  Bierbergen auf.

Jetzt zähle indes allein die Gegenwart bei der SG Adenstedt. Mit seiner Mannschaft will Marris die Serie mit Anstand zu Ende bringen, das gelte morgen gegen die HSG Nord ganz besonders. „Vielleicht können wir sie sogar ärgern“, hofft er, seinen alten Kumpels eins auswischen zu können.

Jürgen Hansen

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