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„Wollte nicht nochmal als Favorit verlieren“

Fußball-Kreispokal „Wollte nicht nochmal als Favorit verlieren“

Im Interview spricht Tobias Kleindienst vom Fußball-Kreispokal-Sieger Teutonia Groß Lafferde über eine lange Nacht und den neuen Coach.

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Die Feier kann beginnen: Als Schiri Nicolai Rühmann das Pokal-Finale abpfiff, brandete Jubel auf Groß Lafferdes Ersatzbank auf.

Quelle: Ralf Büchler

Noch stürmischer war zuletzt nur Pfeil Broistedt im Finale vor vier Jahren: Mit einem 5:0-Kantersieg krönten die Kreisliga-Fußballer von Teutonia Groß Lafferde am vergangenen Wochenende ihre Saison. Sie gewannen den Volksbank-Peine-Kreispokal. Die PAZ sprach mit Aushilfskapitän Tobias Kleindienst über seine warnenden Worte vorm Anstoß, blau-weiße Rauchbomben und den neuen Trainer Marco Schwalenberg.

Herr Kleindienst, herzlichen Glückwunsch zum Kreispokal-Triumph mit Fußball-Kreisligist Groß Lafferde. Müssen Sie ihre Augenringe noch hinter einer Sonnenbrille verstecken?

Nein, nein, aber wir haben schon ausgiebig gefeiert. Bis 19 Uhr noch auf dem VfB-Platz, dann ging es mit dem Bus weiter nach Groß Lafferde. Dort haben wir zusammen mit den Spielerfrauen, der 2. Herren und der Damenmannschaft bei Pizza und Getränken weitergefeiert. Ein paar haben sogar blau-weiße Pyrotechnik für uns gezündet, das war ganz lustig. Gegen 22.30 Uhr ging es dann noch in unsere Vereinsgaststätte „Zur Post“. Dort hat man schon auf uns gewartet, und wir haben den Kreispokal noch einmal voll gemacht, da passen schon ein paar Liter rein.

Sie haben nicht nur den Volksbank-Peine-Kreispokal, sondern auch 1000 Euro Siegprämie gewonnen. Wofür wird die Mannschaft das Geld ausgeben?

Ich vermute mal für Equipment. Wir könnten mal neue Trainingsanzüge gebrauchen, schließlich stoßen einige Spieler aus der A-Jugend in der nächsten Saison zu uns dazu, und es soll ein paar Neuzugänge geben.

Wer denn?

Ich will da jetzt keine Gerüchte streuen, es ist ja noch ein bisschen hin, aber es soll auf jeden Fall neben den fünf Spielern, die aus der A-Jugend kommen, Neuzugänge geben.

Einen Abgang gibt es auch. Trainer Mark Neubauer hat sich mit dem Kreispokal-Sieg perfekt verabschiedet. Wie schade findet die Mannschaft, dass der Coach nach nur einer Saison schon wieder aufhört?

Wir sind schon traurig, aber Mark ist selbstständig und der Aufwand als Trainer ist immens hoch. Jetzt hat er auch noch einen jungen Hund, um den er sich kümmern muss. Aber er hat ja seinen Co-Trainer dagelassen, der das Amt übernimmt. Ich glaube, Marco Schwalenberg hat mich das erste Mal schon in der B-Jugend trainiert. Er ist ein Trainer der alten Schule, in der Halbzeitpause kann es auch mal etwas lauter werden in der Kabine (lacht). Aber das ist kein Problem: Wir freuen uns drauf.

Fürs Pokalfinale hatte Mark Neubauer sie offenbar noch einmal richtig eingestellt. Waren Sie und die Teutonia so stark oder der VfL Woltorf an dem Tag so schwach?

Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Weil unser etatmäßiger Kapitän Christopher Wedde erkrankt ausfiel, durfte ich die Kapitänsbinde im Finale tragen. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, die Mannschaft noch einmal zu warnen, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, weil wir klarer Favorit waren. Ich hatte da schon mal so ein Erlebnis mit Viktoria Ölsburg im Kreispokal-Finale. Gegen Esperance Peine waren wir klarer Favorit, die Temperaturen waren ähnlich hoch - und wir haben verloren. Das wollte ich nicht noch einmal erleben.

Ihr Team hat sich das offenbar zu Herzen genommen.

Ja, aber wir waren auch noch aus einem anderen Grund motiviert. Das erste Saisonspiel gegen Woltorf hatten wir eigentlich schon mit 7:0 gewonnen, doch dann wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt (Anmerkung der Redaktion: Der Schiedsrichter hatte einen Formfehler begangen, und es den Woltorfern nicht erlaubt, einen Spieler einzuwechseln, der nicht auf dem Spielformular stand). Wenn man ein 7:0 noch zurückgepfiffen bekommt, ist das Motivation genug.

Im Kader der Teutonia stehen inzwischen verdammt viele junge Spieler, die sich im Laufe der Saison enorm gesteigert haben. Wer war denn für Sie die größte Überraschung?

Es klang nach dem Pokalfinale ja schon an: Julius Sendzik hat sich verdammt gesteigert. Er nimmt sein Hobby Fußball inzwischen ernster und bleibt am Samstagabend vor einem Spiel auch einmal zu Hause. Der Junge ist richtig gut geworden, deshalb freue ich mich auch, dass er bleibt. Er kommt aus Braunschweig und hatte überlegt nach Waggum zu wechseln. Aber die letzten Wochen haben ihm bei uns so viel Spaß gemacht, dass er weiter für Groß Lafferde spielt.

Das junge Team hat sich in dieser Spielzeit enorm entwickelt, die Mannschaft soll noch einmal verstärkt werden. Können Sie in der kommenden Spielzeit mit der Teutonia ganz oben angreifen?

Mal sehen. Aus der Bezirksliga kommen zwei Peiner Teams herunter, ich habe von anderen Klubs gehört, die sich gut verstärken wollen. Wenn wir einen Härke-Pokal-Platz belegen könnten, wäre das super und eine Steigerung im Vergleich zu dieser Saison.

Interview: Christian Meyer

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