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„Wir haben die Baustellen aufgezeigt bekommen“

Handball-Landesliga „Wir haben die Baustellen aufgezeigt bekommen“

Mit einer nicht notwendigen Heimniederlage starteten die Männer der HSG Nord in die Landesliga-Saison. Einen Überraschungserfolg landete der MTV Groß Lafferde.

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Der Gegenspieler greift Edemissens Adrian Funk in den Arm.

Quelle: im

HSG Nord Edemissen - TG Münden II 23:26 (13:12). „Den Saisonauftakt haben wir uns anders vorgestellt“, gestand HSG-Torhüter Jörn Ohms. Schwarz sieht er nach der misslungenen Premiere jedoch keinesfalls: „Wir hätten gewinnen können. Und wir haben die Baustellen aufgezeigt bekommen, an denen wir noch arbeiten müssen.“

Gerade in der Schlussphase zeigte sich, dass die neuformierte Mannschaft noch recht jung ist. Sie hatte sich nach einem Rückstand wieder auf 23:23 herangekämpft, wollte dann aber „mit dem Kopf durch die Wand“. Da habe Übersicht und Gelassenheit gefehlt, meinte Ohms.

Dabei hatten die Edemissener die von Trainer Vylius Duknauskas vorgegebene Marschroute in der ersten Halbzeit recht gut beherzigt. Sie vermieden überhastete Abschlüsse und hielten die Fehlerquote gering. Nach zehn Minuten stand es 6:3. Vor allem Marius Müller hatte in der Startphase mit einigen Toren für Sicherheit gesorgt.

„Dann schlichen sich aber Unkonzentriertheiten ein“, stellte Ohms fest. Die Mündener nutzten über Außen und den Kreis Lücken in der HSG-Abwehr. Nach dem 11:11 gingen die Gastgeber dennoch zur Pause mit 13:12 in Führung.

Münden konterte und ging im zweiten Durchgang mit 16:15 in Führung. Duknauskas versuchte es mit einer Auszeit und Umstellungen, aber die Gäste nutzten die Defizite in der HSG-Abwehr. „Außerdem war unser Angriffsspiel zu hektisch“, meinte Ohms. „Es war zum Haareraufen, was wir in der Schlussphase verballert haben“, sagte Ohms. Fünf Minuten vor Schluss hatte die HSG zwar den 23:23-Gleichstand erzielt, dann aber nicht mehr getroffen.

„Eigentlich haben wir uns selbst geschlagen“, meinte Ohms. „Aber unser junges Team muss sich noch einspielen. Gute Ansätze sind auf jeden Fall da.“

Die Edemissener setzten Felix Grauert ein, der vor einem Jahr fortgezogen war und deshalb mit dem Handballspielen bei der HSG aufgehört hatte. „Wir können aber nicht dauerhaft mit ihm rechnen. Er hat diesmal nur ausgeholfen“, sagte Ohms.

HSG Nord Edemissen: Ohms, Grotewold (beide Tor) - Sven Seffer, Zerter, Schöne (1), Müller (5), Winkler (12/3), Funk, Wietfeld (3), Marsch (1), Grauert (1), Seida.

TVJ Duderstadt - MTV Groß Lafferde 23:31 (12:15). „Wir haben gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen gesetzt. Hier werden nämlich nicht viele gewinnen“, sagte Lafferdes Betreuer Dennis Bühn. In der vergangenen Saison hat Duderstadt lediglich vier Punkte zu Hause abgegeben. „Die sind unglaublich heimstark“, sagte Bühn.

Nach einem 0:2-Rückstand kamen die Gäste in die Partie, konnten mit 5:3 in Führung gehen und diesen Vorsprung kontinuierlich bis zur Halbzeit ausbauen. Nach der Halbzeit machten sie dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten und vergrößerten den Vorsprung auf 21:14. In Gefahr geriet der Sieg in einem gutem Spiel der Lafferder nur, als die Duderstädter von 14:21 auf 19:21 verkürzen konnten. „In dieser Phase haben wir zu viele Würfe zu überhastet und zu früh genommen.“

Doch eine Auszeit mit taktischen Umstellungen brachte wieder Sicherheit. „Wir haben dann einfach unseren Stiefel runtergespielt.“ Ein wenig überrascht waren die Groß Lafferder über den deutlichen und verdienten Sieg dennoch. „Die Vorbereitung hat es schon gezeigt, dass wir gut eingespielt sind. Aber dass wir bei so einem starken Gegner so gewinnen, ist top. Damit hätten wir nicht rechnen können“, lobte Bühn die Mannschaft, und hob insbesondere die Defensive.„Grundlage für diesen Sieg war eine gute Abwehrleistung mit einem überragenden Christoph Könnecker im Tor.“

MTV Groß Lafferde: Könnecker, Brecht (beide Tor), Nikutowski (1), Petitjean (4), Müller S. (2), Reuter (10), Neumann, Burgdorff (2), Grobe (1), Jarzombek, Marris (7/4), Knittel (2).

mp/lr

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