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„Wir brauchen einen Kümmerer vor Ort“

Kreissport-Konferenz „Wir brauchen einen Kümmerer vor Ort“

Bei der Kreissport-Konferenz ging es um Kooperationen zwischen Ganztags-Schulen und Vereinen sowie deren Probleme.

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Karsten Täger vom Landessportbund.

KSB-Chef Wilhelm Laaf war „stinkig“. Bei der Kreissportkonferenz in Woltorf sollte es um die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen gehen. Aber sowohl das Ministerium als auch die Schulbehörde sagten ihre Teilnahme ab. Der Referent riss es dann aber heraus: Karsten Täger vom Landessportbund erläuterte anschaulich, was auf Schulen und Sportvereine zukommt, wenn immer mehr Kinder und Jugendliche ganze Tage die Schule besuchen.

Als „Teamleiter Sport in Kindertagesstätte, Schule und Verein“ beim Landessportbund kennt sich Täger in der Materie aus. Die Herausforderungen an die Vereine werden steigen, aber das könne auch als Chance gesehen werden, meinte der Referent. „Mehrere Studien aus unterschiedlichen Bundesländern - auch in Niedersachsen - haben gezeigt, dass durch Kooperationen neue Mitglieder gewonnen werden können.“

Bis 2020 sollen alle Schulen zu Ganztagsschulen werden. Ein Erlass, der dieses Jahr am 1. August in Kraft tritt, regelt Änderungen bei der Finanzierung. Es gebe einen teilnehmerbezogenen Ganztagszuschlag anstelle der Berechnung nach Klassenzügen. Der Erlass bringe eine bessere Ausstattung als bisher - „aber noch nicht 100 Prozent“, stellte Täger fest.

„Das angestrebte Verhältnis zwischen Lehrstunden und Kooperationspartnern liegt bei 60 zu 40 Prozent“, sagte der Referent. Und: Mittlerweile machten nicht nur Sportvereine Bewegungsangebote für Kinder in den Schulen, sondern auch andere Organisationen. Sportvereine und Übungsleiter müssten flexibel sein, um dem Bedarf gerecht werden zu können. Bei zunehmendem Ganztagsangebot würden zudem die Hallenzeiten abnehmen, die den Vereinen zur Verfügung stehen.

„Wichtig ist die Absprache mit den Lehrern“, sagte Täger. Wenn Verein und Schule gut miteinander kommunizieren, werde vieles einfacher. Und: „Wir brauchen einen Kümmerer vor Ort. Ohne den geht es nicht.“

Der Landessportbund forciere den Ausbau von Koordinierungsstellen vor Ort, um Vereine und Schulen zu beraten und beide Partner zusammenzubringen. Viele kleine Vereine benötigten Hilfestellung, um den Ganztag mitgestalten zu können. „Aber auch Schulen müssen beraten werden“, sagte Täger.

Dass die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Sport im Kreis Peine gut funktioniert, betonten sowohl Landrat Franz Einhaus als auch KSB-Chef Wilhelm Laaf. „Dafür spricht auch, dass der Landkreis eine halbe Sportlehrerstelle beim KSB mit 25 000 Euro pro Jahr finanziert. Der Sportlehrer nimmt aber öffentliche Aufgaben wahr“, betonte Laaf. „Der KSB zahlt sogar noch 5000 Euro plus Sachkosten dazu.“

mp

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