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Wintersport im Galopp

Mal anders Wintersport im Galopp

Die schöne Seite von Schnee und Bibber-Temperaturen: Selbst im Peiner (Flach-)Land ist derzeit Wintersport möglich. Ein Überblick darüber, was geht und was nicht.

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Gut festhalten: Reiterin Melanie Pawlik nimmt mit Pferd Rico Tempo auf, Niels Wedegärtner lässt sich auf seinen Skier ziehen. Diese rasante Sportart heißt Skijöring.

Quelle: cm

Wer 20 Minuten Schnee schippt, verbraucht etwa 130 Kalorien. Peinern, denen dieser derzeit angesagte Frühsport noch nicht reicht, die können sich mit echten Wintersportarten fit halten. Und zwar nicht in den Alpen oder im Harz, sondern direkt vor der Haustür.

Skijöring

Rico ist ein Kraftpaket. Der Haflinger-Reitpony-Mix liebt die kalte Jahreszeit. Dann kann er sich nämlich so richtig austoben – und zwei Menschen bringt er gleich mit ins Schwitzen. Die Woltwiescher Niels Wedegärtner und seine Lebensgefährtin Melanie Pawlik betreiben mit ihrem Pferd die rasante Sportart Skijöring. Wedegärtner lässt sich dabei auf seinen Abfahrtsskiern vom Pferd ziehen, seine Partnerin reitet Rico. „Das ist ähnlich wie Wasserski fahren“, verdeutlicht der 37-Jährige. Mit einem PS geht es im Galopp durch die Feldmark bei Woltwiesche. Rico trägt ein Einspänner-Geschirr mit zwei Seilen und einer Stange, an der sich Niels Wedegärnter festhält. „Es macht nicht jeder und es macht riesig Spaß. Zudem ist der Aufwand sehr gering. In 20 Minuten ist man startbereit“, schwärmt der Reiter vom Woltwiescher Ponyclub Fuhsetal. Geeignet seien für den Sport allerdings nur Pferde, die nicht schreckhaft sind.

Vor allem in skandinavischen Ländern werden Wettbewerbe im Skijöring ausgetragen. Dabei umkurvt der Reiter mit Pferd und Skifahrer einen Slalomkurs. Wer am schnellsten und stehend das Ziel erreicht, hat gewonnen. 1928 wurde Skijöring sogar als olympischer Demonstrationswettbewerb in St. Moritz in der Schweiz vorgeführt. Mittlerweile lassen sich die Skifahrer auch schon von Rennwagen ziehen.

Ordentlich Tempo haben auch die Woltwiescher drauf, die selbst im Sommer nicht auf Skijöring verzichten. „Wenn der Rasen kurz genug ist, fahren wir auch darauf. Das ist zwar anstrengender aber noch aufregender“, sagt Niels Wedegärtner.

Ski-Langlauf

Auf die Ski, fertig, los: Fast überall im Peiner Land ist derzeit Langlauf möglich. „Die frische Schneeluft ist unglaublich schön. Man kann die Landschaft genießen und dabei noch Kondition tanken“, wirbt Karl-Heinz Kontny für seine Sportart. Der Pressewart des Peiner Ski-Clubs empfiehlt eine Tour durch das Waldgebiet Gräwig bei Dungelbeck. „Unsere Loipe vom Wochenende kann direkt übernommen werden“, sagt Kontny. Startpunkt ist rechts neben dem Dungelbecker Sportplatz und dann immer der Spur nach. In einer Loipe zu fahren, ist angenehm, viele gibt es im Peiner Land davon allerdings nicht. Am besten lässt es sich auf etwas festeren Schneedecken gleiten. Für Fortgeschrittene empfiehlt Kontny den Herzberg. Dort können Langläufer leichtere Steigungen hochklettern und auch mal eine kleine Abfahrt hinuntersausen. Ideal seien Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden. Getränke sollten immer dabei sein. „Und nicht zu warm anziehen. Beim Ski-Langlauf kommt man schnell ins Schwitzen“, betont Kontny.

Hundeschlittenrennen

Minusgrade sind Husky-Wetter und der Winter ist die Lieblings-Jahreszeit von Nanna Netthöfel und Heinz-Ewald Poppinga. Mit ihren vier treuen Hunde-Gesellen aus dem Norden Sibiriens ziehen die Groß Bültener die Blicke auf sich. In der Feldmark bei Groß Bülten und Handorf trainieren die Husky-Fans zweimal pro Woche für Hundeschlittenrennen in ganz Deutschland. „Das ist ein schöner Sport, weil man viel draußen ist und die Hunde sich riesig freuen“, erzählt Netthöfel. Die Vierbeiner legen sich mächtig ins Zeug, um Herrchen oder Frauchen auf dem Holzschlitten zu ziehen. „Für eine Sprintstrecke von sechs bis sieben Kilometern brauchen wir 15 bis 20 Minuten“, verdeutlicht die Groß Bültenerin die sportliche Leistung ihres Vierergespanns. Spaziergänger staunen. „Viele halten auch an und sprechen mit uns über die Hunde“, erzählt Netthöfel.

Eishockey und Co

Auch wenn wir frieren, es hat noch nicht genug gefroren, um dem Puck auf Teichen und Seen im Peiner Land nachzujagen. „Die Stadt Peine hat noch keine Eisfläche freigegeben“, betont Pressesprecherin Ulrike Laudien. Es besteht Lebensgefahr. Auch Peines Polizeisprecher Peter Rathai warnt eindringlich vorm Betreten des Eises. „Es trägt einfach noch nicht“, unterstreicht er.

cm

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