Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Willi Feer schießt die SG zum Titel

Ü50-Fußball-Niedersachsenmeisterschaft Willi Feer schießt die SG zum Titel

Sie kamen, sahen und siegten: Erstmals hatten sich die Ü50-Fußballer der SG Essinghausen/PSG 04 Peine für die Finalrunde der Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert - und ihr Debüt hätte erfolgreicher nicht verlaufen könne, sicherten sie sich doch in Bunde (Nähe Papenburg) auf Anhieb den Landestitel.

Voriger Artikel
Arminia fertigt den Spitzenreiter ab
Nächster Artikel
3,71 Meter! Gwen Spelly toppt alten Bezirksrekord

Die Ü50-Fußballer der SG Essinghausen/PSG 04 Peine bejubeln die Niedersachsenmeisterschaft: (vorne von links) Coach Volker Koska, Dieter Schulz, Thomas Bläsig, Andreas Netzer, Bernd Jahs, Jürgen Hansen, Willi Feer, Heino Meißner; (hinten v. l.) Frank Rieger, Peter Konrad, Lutz Hildebrandt, Andreas Wolter, Frank Stephan, Joachim Armke, Jörg Stephan, Wolfgang Knauft, Andreas Behme und Karsten Stallmann.

Im Endspiel besiegten die Peiner Frisia Goldstedt (Kreis Vechta) durch den Treffer von Willi Feer mit 1:0.

Damit entthronte die SG zugleich auch den Seriensieger Hannover 96, der zuvor fünfmal in Folge das Turnier gewonnen hatte.

Entsprechend groß war die Freude bei den Peinern, die sich nach dem Abfiff in die Arme fielen, ausgelassen jubelten, hüpften und tanzten. „Niedersachsenmeister, Niedersachsenmeister“, sang auch Peines Coach Volker Koska. „Dass wir hier gewinnen, ist unglaublich und einfach nur geil.“

Der Erfolg gehe allerdings völlig in Ordnung, sagte NFV-Altherren-Spielleiter Friedel Gehrke bei der Siegerehrung. Gleicher Meinung war auch Frank Hartmann, Kapitän von Hannover 96. „Ihr habt euch den Pott verdient geholt“, erklärte der Ex-Profi von Bayern München.

Seine Mannschaft war auch die einzige, die im Laufe des Turniers nicht gegen die Peiner verlor - im zweiten Vorrundenspiel trennten sich 96 und die SG 0:0. „Das war schon eine kleine Überraschung“, sagte Volker Koska, dessen Team die beiden anderen Vorrundenpartien gegen den SV Kroge mit 1:0 (Tor: Karsten Stallmann) und gegen Eintracht Celle mit 3:0 (Tore: Heino Meißner, Peter Konrad, Willi Feer) gewann.

Damit erreichte die SG als Gruppensieger das Achtelfinale und traf dort auf die SF Schwefingen. „Da hatten wir zwar wesentlich mehr Ballbesitz, aber kaum Chancen“, erklärte Koska. Folglich endete die Partie 0:0. Im darauffolgenden Neunmeter-Schießen demonstrierte Bernd Jahs seine Klasse - als Keeper und auch als Torschütze. Er parierte zwei Neunmeter und schob als siebter Schütze eiskalt zum 5:4 ein - der letzte Schwefinger dagegen schoss über das Tor.

Und auch im Viertelfinale musste die SG wieder ins Neunmeter-Schießen. Denn trotz der Überlegenheit und einiger guter Möglichkeiten gelang den Peinern gegen die SG Heidetal-Ilmenau, Norddeutscher Meister und Deutscher Vizemeister in 2015, kein Treffer. „Das war schon ärgerlich“, erklärte Koska. Erneut war jedoch auf Bernd Jahs Verlass, gleich dreimal scheiterten die Heidentaler an ihm - damit zogen die Peiner ins Halbfinale ein, zugleich bedeutete dieser Sieg die Qualifikation für die Finalrunde im nächsten Jahr.

Halbfinale

SG Essinghausen/PSG 04 Peine - TV Bunde 1:0. Zum Matchwinner avancierte Thomas Bläsig, denn drei Minuten vor dem Abpfiff stand er nach einer Vorlage von Peter Konrad goldrichtig, schob den Ball zum 1:0 ein. Schon zuvor allerdings hätte die SG in Führung gehen können, doch dreimal reagierte der Keeper des Ausrichters glänzend. Der TV Bunde dagegen hatte in der 15-minütigen Spielzeit keine Chance. „Weil wir super gestanden und nichts zugelassen haben“, lobte Koska.

Finale

SG Essinghausen/PSG Peine - TuS Frisia Goldenstedt 1:0. Alle Peiner hatten mit Hannover 96 als Endspiel-Gegner gerechnet, doch der fünfmalige Landesmeister schied im Halbfinale nach Neunmeterschießen aus.

„Letztlich war es aber egal, gegen wen wir spielen. Nachdem wir so weit gekommen waren, wollten wir auch unbedingt den Titel holen“, sagte Koska, dessen Team in der Anfangsphase die Initiative übernahm - und das wurde honoriert. Denn in der vierten Minute krönte Willi Feer seine überragende Leistung bei diesem Turnier, als er nach Zuspiel von Jürgen Hansen aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte.

Mit zunehmender Spieldauer wurde der TuS jedoch stärker, drängte die Peiner in die Defensive. „Das hat einige Nerven gekostet“, gestand Koska. Das Zittern hätte sich die SG indes ersparen können, „wenn wir unsere Konter besser ausgespielt hätten“, sagte er. Aber mit ein bisschen Glück und dank zweier guter Reaktionen von Bernd Jahs überstand die SG auch die letzten Minuten schadlos - der Rest war Jubel.

Die Glücksgefühle steigerten sich am Abend bei der Feier, bei der alle 32 Teams zugegen waren (etwa 550 Leute), noch einmal. Denn bei der Siegerehrung wurde die komplette Peiner Mannschaft aufgerufen und musste dann bei Musik und unter viel Beifall an dem Spalier stehenden Vorjahresgewinner (Hannover 96) auf das Podium klettern. „Das ist Gänshautfeeling pur“, sagte SG-Keeper und Teamsprecher Frank Rieger in seiner Danksagung und zeigte den Anwesenden seinen Arm. „Und solche Momente sind es, die diesen Sport auch so schön machen“, führte er in seiner Rede weiter aus.

Genauso urteilten seine Mitspieler. „Das ist ein unvergessliches Erlebnis“, erklärten Andreas Behme und Jörg Stephan. Für Letzteren wird dieser Tag allerdings noch ein finanzielles Nachspiel haben, denn Jörg Stephan hatte am Abend vor dem Turnier seinem Keeper versprochen, dass er für jedes Spiel, in dem er kein Tor kassiert, eine Kiste Bier erhält - und Bernd Jahs musste in den sieben Partien in der regulären Spielzeit den Ball nicht ein einziges Mal aus dem Netz holen.

„Diese Prämie zahle ich aber gerne“, betonte Stephan auf der Siegesfeier, die die Mannschaft in ihrem Hotel ausklingen ließ - und dort waren sich alle Spieler einig: „Diesen Titel widmen wir Dieter Geyersbach, dem ehemaligen Vorsitzenden der PSG.“

Zum Team gehören: Bernd Jahs, Frank Rieger (beide Torhüter) - Joachim Armke, Andreas Behme, Andreas Belter, Thomas Bläsig, Willi Feer, Jürgen Hansen, Peter Konrad, Heino Meißner, Andreas Netzer, Uwe Riedke, Dieter Schulz, Karsten Stallmann, Frank Stephan, Jörg Stephan und Coach Volker Koska.

- Die SG Essinghausen/PSG Peine hat sich wie auch ihr Finalgegner für die Norddeutsche Meisterschaft qualifiziert (29. Mai in Bremen).

pet

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine