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Wilfried Häusler hebt Europa-Rekord

Kraftdreikampf-EM Wilfried Häusler hebt Europa-Rekord

Als die Nationalhymne erklang und die Deutschland-Flagge gehießt wurde, war das der pure Genuss für einen Peiner: Wilfried Häusler hat bei den Senioren-Europameisterschaften der Kraftdreikämpfer im tschechischen Pilsen Gold gewonnen. Bei seinem EM-Triumph stellte der 70-Jährige einen Europa- und einen Deutschen Rekord auf.

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Jetzt ist er Europarekord-Halter: Wilfried Häusler bewältigte im Kreuzheben 185 Kilo.

Quelle: Isabell Massel

Dass man auch mit 70 Jahren noch reichlich Hanteleisen-Berge bezwingen kann, bestätigte Häusler in der Altersklasse IV eindrucksvoll. Im Feld der ab 70-Jährigen galt der Peiner bereits nach der Meldeliste als Favorit der acht Starter. Häusler maß sich mit ehemaligen Welt- und Europameistern. „In unserer Altersklasse wird nicht mehr nach Gewichtsklassen, sonder nur nach der sportlich wertvollsten Leistung gewertet“, erläutert Häusler. Die gewuchteten Kilo-Zahlen werden in Relation zum Gewicht gesetzt. Häusler, der unter 74 Kilo wiegt, startete gleich mal mit einem Paukenschlag. Aus der Kniebeuge beförderte er 170 Kilo nach oben. Es lag sogar mehr drin. „Ich hatte Pech, dass mein dritter Versuch mit 180 Kilo von den Kampfrichtern mit 2:1 als ungültig gewertet wurde“, erläuterte er.

Im Bankdrücken brachte der Jahner 105 Kilo in die Wertung. Doch es blieb spannend, da der fünffache Weltmeister Alexander Diepold (Jahrgang 1937) aus Bayern sowie der ehemalige russische Weltmeister Sergey Pustovalov sich nicht geschlagen geben wollten. Beide wiegen weniger als Häusler. Doch im Kreuzheben spielte der fünffache Deutsche Meister seine Stärke aus. Mit 180 Kilo im zweiten Versuch schüttelte er die Konkurrenz ab. Doch der Peiner wollte mehr, ließ Europarekord im Kreuzheben auflegen. Und tatsächlich: Unter großem Jubel der Sportler und Zuschauer zog er 185 Kilo und stellte mit 460Kilo im Dreikampf auch einen Deutschen Rekord auf. „Mein Plan ist aufgegangen“, freute sich Häusler.

Das konnte sein Klubkollege Wolfgang Weidemeier nicht behaupten. Dabei war der Jahner in der Altersklasse II ab 50 Jahren optimal gestartet. In der Kniebeuge wuchtete er 237,5 Kilo, legte sehr starke 140 Kilo im Bankdrücken nach. Der Peiner lag auf Kurs auf Platz fünf. „Doch das Kreuzheben ging total daneben. Das ist sonst eine seiner Stärken“, bedauerte Häusler. Dreimal scheiterte Weidemeier mit dem Anfangsgewicht von 225 Kilo und schied aus.

rd

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