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Wenn sich syrische und deutsche Kinder den Ball zuwerfen

Marathon startet Bewegungsangebot Wenn sich syrische und deutsche Kinder den Ball zuwerfen

Ein Flüchtlingsjunge aus Syrien flitzt mit dem Tretroller durch die Pestalozzi-Halle, deutsche und afghanische Mädchen werfen sich die Disc-Golf-Scheibe mit einem Bub zu, dessen Eltern aus der Türkei stammen. Und danach spielen alle gemeinsam das an deutschen Grundschulen bekannte Wurf-, Fang- und Laufspiel „Brennball“.

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Der TSV Marathon Peine bietet ein Bewegungskarussel an zur Förderung der Integration von Flüchtlingen, Migranten und benachteiligten Kindern. Das Foto zeigt am Krökeltisch (von links) Ralf Klemm vom Kreissportbund, die Übungsleiter Leonard Klemm und Sven Ahrens sowie die Marathon-Vorsitzende Hannelore Elsner.

Quelle: cm

Wie so eine Übungsstunde ihres neuen Sportangebots zur Förderung der Integration von Flüchtlingen, Migranten und allen benachteiligten Kindern aus armen Familien im Alter von 4 bis 10 Jahren aussehen könnte, haben die Organisatoren des TSV Marathon Peine schon vor Augen. „Spielen, Spaß, Bewegung“: Am Montag, 7. März, startet der Verein mit seinem vom Landessportbund geförderten Bewegungs-Angebot. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mitte Juni hatten sich Vertreter aus Sport-Vereinen, Sozialverbänden und Organisationen auf Initiative des Kreissportbunds in Peine zu einem Ideen-Workshop zum Thema „Integration, Soziales und Sport“ getroffen. Der TSV Marathon Peine signalisierte damals bereits, dass er gerne helfen möchte, Flüchtlinge zu integrieren - und das nicht nur in seine Fußball-Mannschaften. Es entstand die Idee eines vielseitigen Bewegungsangebotes für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren. „Wenn wir als Sportverein nicht versuchen, in unserer kleinen Stadt etwas zu ändern, wer denn dann?“, fragt die Vorsitzende des TSV Marathon Peine, Hannelore Elsner.

Sie freut sich, gleich zwei Übungsleiter gefunden zu haben, die perfekt zu diesem Angebot passen. Leonard Klemm (17) und Sven Ahrens (40) ließen sich vom Kreissportbund zu Übungsleitern ausbilden, die im Zuge des Programms „Bewegte Gesellschaft“ auch speziell für den Einsatz in der Flüchtlingshilfe vorbereitet wurden. „Ich hoffe, viele Personen unterschiedlicher Herkunft zu treffen, so dass wir eine kunterbunte Truppe sind. Unser Ziel ist es, zu schaffen, die Kinder zu integrieren“, sagt Leonard Klemm, der Vereinsmitglied bei VT Union Groß Ilsede ist und dort zum Beispiel schon Badminton, Tischtennis oder Kraftsport ausprobiert hat.

Die Vielseitigkeit ist es auch, die das Sport-Angebot für die Kinder auszeichnen soll. „Die Pestalozzihalle ist dafür eine wunderbare Kinderstube. Es gibt Tretroller, Wackelbretter, Pezzibälle, Disc-Golf-Scheiben oder Schwungtücher“, schwärmt Sportlehrer Ralf Klemm vom Kreissportbund, der den TSV Marathon beim Konzept unterstützt hat. Und die Übungsleiter hätten in ihrer Ausbildung zum Beispiel auch gezeigt bekommen, wie man mit Alltagsdingen wie Bierdeckeln, Strümpfen, Fahrrad-Schläuchen oder Zeitungen perfekt eine Sportstunde gestalten kann.

Übungsleiter Sven Ahrens, der beim TSV Marathon bereits Jugend-Fußballer betreut, freut sich, dass das Angebot in drei Wochen endlich startet und ist überzeugt davon, dass das soziale Miteinander funktionieren wird. „Sport kennt keine Sprachen und Nationalitäten, Sport verbindet. Wir wollen den Zusammenhalt fördern“, sagt er.

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