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Wenn der Torwart nicht zu halten ist...

B-Jugend-Niedersachsenligist VfB Peine hat stürmenden Keeper als Geheimwaffe Wenn der Torwart nicht zu halten ist...

Was macht ein Jugend-Torwart, der selber schon in der Kreisauswahl gespielt hat, wenn er den stärksten Keeper Niedersachsens in seiner Altersklasse vor der Nase hat? Er schult um. Yannik Walther vom B-Jugend-Niedersachsenligisten VfB Peine stürmt jetzt – mit Erfolg.

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Zugepackt: Yannik Walther ist gelernter Torwart. Zuletzt stürmte er jedoch vor allem für die B-Jugend des VfB Peine.

Quelle: rb

Da sage noch einer, Torhüter können kein Fußball spielen: Als er noch für Bremen hielt, erzielte Frank Rost fünf Treffer an der Torwand des ZDF-Sportstudios. Kein Fußball-Profi traf dort bisher öfter. Sogar in einem Bundesliga-Spiel netzte Rost nach einem Eckball in der Nachspielzeit bereits ein. Dass er nicht nur Tore verhindern, sondern auch welche schießen kann, hat auch das Vöhrumer Fußball-Talent Yannik Walther in dieser Saison bewiesen. Der eingewechselte Ersatztorhüter der B-Jugend des VfB Peine traf als Stürmer für das höchstspielende Peiner Fußball-Team. In der Niedersachsenliga bedeutete sein Tor gegen Blau-Weiß Tündern den Sieg.

Seitdem kommt der 17-jährige gelernte Keeper regelmäßig im Strafraum des Gegners zum Einsatz. Nur noch Ersatz im Tor zu sein, daran musste sich der Gunzelin-Realschüler Yannik Walther zu Saisonbeginn erstmal gewöhnen. Seitdem er vor rund zehn Jahren mit dem Fußballspielen bei Arminia Vöhrum begann, gehörte er stets zu den besten Torhütern seiner Altersklasse, parierte für die Kreisauswahl. Nun ist er im Klub nur noch die Nummer zwei. Denn Pascal Bertram rückte in die B-Jugend auf – und der hütet auch das Tor der U16-Landesauswahl. „Pascal ist zurzeit stärker“, zeigt sich der Torwart-Konkurrent fair.

Nur auf der Bank zu sitzen, darauf hatte Yannik Walther aber keine Lust. Also bot er sich als Feldspieler an. „Yannik hat eine richtig gute Technik für einen Torwart“, lobt VfB-Jugendkoordinator Kiriakos Aslanidis, der vermutet, dass sich sein Schützling bei den meisten anderen Vereinen der Niedersachsenliga als Nummer eins durchgesetzt hätte. Nicht nur im Training, auch in seiner Freizeit arbeitete der Zehntklässler an seinem Spiel auf dem Feld. „Ich habe versucht, die Tricks der Stars nachzumachen, und denke, dass ich mich sehr verbessert habe“, erzählt Yannik Walther. Seine Idole: Ballzauberer Lionel Messi und Fänger Manuel Neuer. An dem Noch-Schalker schätzt er vor allem die gute Technik. „Und er spielt gut mit.“

Auf sieben Feld-Einsätze hat Yannik Walther es mittlerweile gebracht und stellt fest: „Inzwischen spiele ich lieber draußen, Tore zu schießen macht irgendwie doch mehr Spaß als Tore zu kassieren.“

Er ist schnell, fackelt nicht lange im Abschluss und hat einen wuchtigen Schuss – doch nicht nur deshalb setzt ihn B-Jugend-Trainer Christoph Hasselbach inzwischen regelmäßig im Sturm ein. „Die Situation für Yannik war nicht einfach. Aber er hat absolut zur Mannschaft gehalten. Die Einsätze sind auch ein Lohn für seine vorbildliche Einstellung“, unterstreicht Hasselbach. Im Mannschafts-Training hechtet der 17-Jährige weiterhin vor allem nach den Bällen. Durch die Konkurrenzsituation hätten sich beide Torleute gesteigert, merkt der Coach an. „Auch das ist ein Grund dafür, warum wir mit 16 Gegentoren die beste Defensive der Liga haben“, betont Hasselbach.

Pascal Bertram wird den VfB am Saison-Ende verlassen und zu Eintracht Braunschweig wechseln. Yannik Walther bleibt vermutlich. Er geht in die A-Jugend. „Dann will ich wieder auf der Torwartposition angreifen“, betont er.

cm

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