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Wendezelle II peilt die Kreisliga an

1. Fußball-Kreisklasse Wendezelle II peilt die Kreisliga an

Kreis Peine. Erneut sind ob des Wetters etliche Begegnungen in der 1. Fußball-Kreisklasse gefährdet. Das Spitzenspiel aber zwischen dem TSV Wendezelle II, derzeit Dritter, und dem Zweiten aus Adenstedt soll angepfiffen werden. „Wir wollen die Partie unbedingt durchziehen“, sagt TSV-Coach Heino Meißner.

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In der Abwehr sind die Wendezeller diszipliniert. Erst 16 Gegentore gab es.

Quelle: Isabell Massel

Nur ein paar hundert Meter weiter kommt es ebenfalls zu einem wichtigen Match: der Vorletzte aus Wendeburg erwartet Schlusslicht SV Bettmar. Dabei gibt Andreas Stöter bei den Gastgebern sein Trainer-Debüt.

TSV Wendezelle II - SG Adenstedt (Sonntag, 12 Uhr). Die Wendezeller haben sich mittlerweile zu einem ernsthaften Aspiranten für einen der ersten drei Plätze entwickelt, die nach heutigem Stand zum Aufstieg berechtigen. Entsprechend fällt auch die Zwischenbilanz des Trainers aus. „Ich bin absolut zufrieden“, betont Heino Meißner.

Dass es so gut läuft, war jedoch nicht unbedingt zu erwarten, musste Meißner doch etliche junge Spieler, die im Sommer aus der A-Jugend kamen, integrieren - und dieser Prozess ist noch keineswegs abgeschlossen. Denn das zusammen mit Thomas Mainka (Trainer der Ersten) erarbeitete Konzept sieht vor, „auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Deshalb baue ich auch schon jetzt immer wieder Spieler ein, die noch A-Jugendliche sind“, erklärt der 53-Jährige.

Diese Maßnahme dient auch dazu, einige dieser Spieler an die Bezirksliga-Elf des TSV heranzuführen. „Priorität hat ganz klar die Erste“, sagt Meißner. Somit kann es auch immer wieder passieren, „dass wir Spieler nach oben abgeben. Zudem werden die Rekonvaleszenten bei uns eingesetzt, damit sie Spielpraxis erhalten“, erläutert er.

Allerdings verfolgt Meißner auch eigene Ziele. Die aktuelle Serie will er dazu nutzen, „um abzuchecken, wer in der nächsten Saison ein bisschen professioneller arbeiten möchte“. Und mit denen, die das tun wollen, möchte er in der kommenden Spielzeit oben angreifen. „Wir wollen hoch in die Kreisliga und damit die Lücke zur Bezirksliga schließen“, erläutert er. Das fußballerische Potenzial dafür sei vorhanden. „Entscheidend ist aber, dass alle richtig mitziehen.“

Dass es bereits in der jetzigen Serie mit dem Aufstieg klappen könnte, will Meißner nicht ausschließen. „Denn die Jungs spielen diszipliniert und stehen hinten sehr gut.“ Aber es gibt ein Manko, „das ziemlich groß ist“, betont er. „Wir nutzen nur 30 bis 40 Prozent unserer erstklassigen Chancen - leider.“

Das sei auch der Grund gewesen, warum das Hinspiel in Adenstedt mit 1:4 verloren ging. „Wir hatten zehn hervorragende Möglichkeiten, aber Adenstedt war effizienter.“ Dennoch gibt es für Meißner am Sonntag nur ein Ziel: „Drei Punkte. Denn wir wollen so lange wie möglich oben dabei bleiben - und wenn die Saison zu Ende ist, ziehen wir einen Strich und schauen, was dabei herausgekommen ist.“

TSV Zweidorf-Wendeburg - SV Bettmar (Sonntag, 14 Uhr). Weit mehr als 30 Jahre schnürte er die Fußball-Stiefel für die Wendeburger. Andreas Stöter war auf dem Platz ein torgefährlicher Spielgestalter. Anfang der Woche hat er nun das Traineramt bei seinem abstiegsgefährdeten Heimatklub übernommen - eine Herzensangelegenheit. „Mich reizt die Aufgabe, meinen alten Verein da unten rauszuführen. Einfach wird das aber nicht“, sagt der 48-Jährige.

Bei der jüngsten 2:6-Niederlage des TSV gegen den BSC Bülten verfolgte Stöter das Spielgeschehen bereits von der Bank. Seine wichtigsten Erkenntnisse: „In der Mannschaft steckt viel mehr drin, als es der Tabellenplatz aussagt. Aber wir haben viele Gegentore bekommen - deshalb müssen wir zunächst an der Defensive arbeiten“, sagt er.

Sein Debüt hat es gleich in sich: Kellerduell, verlieren verboten! Der TSV liegt nur drei Zähler vor dem SV Bettmar, der nach dem Rückzug des SV Bosporus Peine II den einzigen Abstiegsplatz belegt. Doch bei Andreas Stöter übertrumpft die Vorfreude den Druck. „Ich bin heiß auf mein Debüt - und die Jungs freuen sich auch. Wir haben ein Heimspiel und wollen auf jeden Fall gewinnen. Wir werden Bettmar unser Spiel aufdrücken“, kündigt der Coach an.

pet/cm

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