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Weidemeier holt EM-Silber mit Überholmanöver

Kraftdreikampf Weidemeier holt EM-Silber mit Überholmanöver

Mehrmals war er dicht dran, nun hat es geklappt: Den größten Erfolg seiner Kraftsport-Laufbahn hat der Jahner Kraftdreikämpfer Wolfgang Weidemeier gefeiert. Bei der Europameisterschaft der Senioren im tschechischen Pilsen stemmte er die Silbermedaille.

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Kräftig abgeräumt: Wolfgang Weidemeier holte EM-Silber.

Quelle: oh

„Wolfgang ist zwar mehrfacher Deutscher Meister, aber bei der EM hat er es bisher noch nie aufs Treppchen geschafft. Das war eine gute Leistung“, lobte Wilfried Häusler, der seinen Klubkollegen in Tschechien betreut hatte.

Mit 95,64 Kilo war Weidemeier als mit Abstand Leichtester in der 105-Kilo-Klasse gestartet - und avancierte trotzdem zum Schwergewicht im Kampf um die Medaillen. Aus der Kniebeuge beförderte er 235 Kilo in die Höhe und schnappte sich in dieser Disziplin gleich Bronze.

Der Traum von so einem perfekten Start war für Mitfavorit Leif Lillegard hingegen schon in der Kniebeuge jäh geplatzt. Dreimal scheiterte der Norweger an seinem Einstiegsgewicht von 240 Kilo. „Platte gemacht“ nennen Kraftsportler dieses Missgeschick. „Und plötzlich war das Rennen im Kampf um die Medaillen in der Gesamtwertung offen“, schilderte Weidemeiers Betreuer Wilfried Häusler.

Weidemeier nutzte die Gunst der Stunde, legte im Bankdrücken 140 Kilo nach und festigte damit Rang drei. Doch damit gab er sich nicht zufrieden und griff im Kreuzheben noch einmal die Silbermedaille an. Mit Erfolg. Im packenden Duell überholte er Stefan Zvada tatsächlich noch. Der Tscheche biss sich an 242,5 Kilo die Zähne aus und Weidemeier zog im letzten Versuch vorbei. Mit 247,5 Kilo schnappte sich der Jahner EM-Silber. Darüber freute sich in Peine auch sein Vereinskollege Carmelo Virzi, der seinen Trainingspartner optimal auf den EM-Wettkampf vorbereitet hatte.

Für Wolfgang Weidemeier war es die zweite EM-Medaille seiner Laufbahn. Die erste erhielt er per Post zugeschickt, weil ein Konkurrent des Dopings überführt worden war. „Aber wenn man fast ein Jahr später eine Medaille zugeschickt bekommt, hält sich die Freude darüber in Grenzen“, weiß Klubkollege Winfried Häusler.

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