Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Was Peiner Trainer zur WM sagen: "Richtig gut sind die Pressingformen"

WM 2014 Was Peiner Trainer zur WM sagen: "Richtig gut sind die Pressingformen"

Die Vorrunde der Fußball-WM ist vorbei, die ersten Achtelfinale sind gespielt. Entwicklungen im Fußball lassen sich beim Aufeinandertreffen der weltbesten Mannschaften besonders gut ablesen. PAZ-Redakteur Matthias Preß fragte Peiner Trainer, was ihnen bei dieser WM bisher aufgefallen ist.

Voriger Artikel
Absteiger: Gleitende Skala soll erhalten bleiben
Nächster Artikel
Testspiel-Hit gegen Eintracht Braunschweig: Einlass ab 16 Uhr, Bubis kicken vorweg

Premiere bei einer Weltmeisterschaft: Sprühende Schiedsrichter bei Freistößen.

Quelle: dpa

„Die Südamerikaner sind auf dem eigenen Kontinent unheimlich stark“, findet Nedin Cerimovic, Trainer des VfB Peine. Obendrein sei festzustellen, dass viele Mannschaften das 3-5-2-System wiederentdeckt haben. „Insgesamt ist diese WM sehr ausgeglichen.“

Der aus Albanien stammende Cerimovic hofft auf ein Finale Deutschland gegen Argentinien. „Ich traue der deutschen Mannschaft sehr viel zu und drücke ihr die Daumen. Albanien ist bei dieser WM ja nicht dabei.“

Eine „hohe Dynamik und ein hohes technisches Niveau“ hat Thomas Mühl bisher festgestellt. Taktisch gebe es nicht unbedingt Neues. „Dass sich der Sechser hinter die Abwehrkette zurückfallen lässt und die Außenverteidiger hoch stehen, haben wir auch schon in der Bundesliga gesehen“, sagt der Trainer von Arminia Vechelde. Dass die Südamerikaner stark sind, liege auch daran, dass sie die klimatischen Verhältnisse gewohnt sind und dass die Unterstützung durch die Zuschauer größer sei.

Den Trend, dass sich Mannschaften von der Viererkette trennen und auf Dreier- oder Fünferkette wechseln, hat auch Christian Gleich beobachtet. „Richtig gut sind die Pressingformen bei dieser WM. Dadurch hat der Fußball an Attraktivität gewonnen.“ Es gebe dadurch auch mehr Toraktionen. Während die meisten afrikanischen Teams Gleich enttäuscht haben, hätten die Südamerikaner „taktisch mächtig zugelegt“.

„Von Kamerun mit Volker Finke hatte ich mehr erwartet“, sagt der neue Trainer des TSV Dungelbeck, Hubert Meyer. Finke habe das Kurzpass-Spiel schon einst in Freiburg kultiviert, bei der WM mit Kamerun habe das nicht gefruchtet. Europäische Mannschaften hätten „unerwartete Schwächen“ gezeigt, stellt Meyer nach dem Vorrunden-Aus von Spanien und England fest. Selbst eine Turniermannschaft wie Italien ist bereits rausgeflogen. „Wir haben bisher nicht genug Feuer im Spiel“, sagt Meyer zur deutschen Mannschaft. Sie müsse mehr Aggressivität zeigen.

„Die größten Niederlagen haben große Mannschaften kassiert“, meint Almir Tupkusic, Trainer von VT Union Groß Ilsede. Ein absolut überlegenes Team gebe es bei dieser WM nicht, das Gesamtniveau sei recht ausgeglichen. „Das Manko sind aber die Schiedsrichter. Es müsste auch für sie eine Qualifikation geben“, meint Tupkusic. „Wenn die besten Mannschaften der Welt aufeinander treffen, dann sollten auch die besten Unparteiischen der Welt die Spiele pfeifen.“ Manche der Schiris seien aus ihren heimischen Ligen das hohe Spielniveau und Tempo einfach nicht gewohnt.

Dass die Schiris eine Spraydose dabei haben, findet der VT-Union-Coach aber gut: „Da gibt es kein Ballverlegen hinter dem Rücken des Schiedsrichters. Ich glaube, dass die Freistöße dadurch letztlich sogar schneller ausgeführt werden.“

mp

Voriger Artikel
Nächster Artikel