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„Viele haben nicht richtig mitgezogen“

Fußball-Bezirksliga „Viele haben nicht richtig mitgezogen“

Optimistisch waren sie in die Saison gestartet, die Bezirksliga-Fußballer des SV Bosporus Peine. Doch die Euphorie wich schnell der Ernüchterung, denn der Aufsteiger fand sich nach nur wenigen Wochen in der unteren Tabellenregion wieder und holte im weiteren Verlauf der Hinserie aus seinen 15 Spielen nur sieben Zähler.

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In Bedrängnis: Der SV Bosporus Peine (hier gegen Mascherode) muss sich gegen den Abstieg stemmen.

Quelle: rb

Zudem stellte Süleyman Odabasi nach nur sechsmonatiger Trainertätigkeit in der Winterpause sein Amt zur Verfügung, immerhin bleibt er dem SV als Spieler erhalten.

Sein Nachfolger ist ein alter Bekannter: Andi Yasti soll nun versuchen, das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen und die Klasse zu halten. „Das gelingt aber nur, wenn einige ihre Einstellung ändern. Ich bin aber skeptisch, dass das passiert“, sagt Bosporus-Keeper Aydin Urfa, der im Gespräch mit der PAZ acht Fragen zur Hin- und Rückrunde beantwortete.

Zugänge: „Zu uns gewechselt sind Mehdi Dagasan aus der A-Jugend des VfB Peine und Osman Pehlivan aus Ölsburg.“

Abgänge: „Nur ein Spieler hat uns verlassen - Defrim Bytyci ist zu Hohenhameln gegangen.“

Meine persönliche Bilanz der Hinrunde: „Da muss man gar nicht lange drum herum reden: Wir haben eine ganz schlechte Hinserie gespielt. Dabei war ich mir zu Saisonbeginn sicher, dass wir eine gute Chance haben, einen einstelligen Platz zu erreichen. Aber als es anfing, schlechter zu laufen, haben viele Leute bei uns nicht mehr mitgezogen, insbesondere die jüngeren Spieler. Viele haben kaum noch trainiert, so dass es nur noch vier, fünf fitte Spieler gab. Und das hat sich dann auch in den Spielen bemerkbar gemacht: In der ersten Halbzeit haben wir meistens noch gut mitgehalten, aber nach der Pause lief häufig nicht mehr viel zusammen, weil eben die Kondition fehlt. Diese schlechte Trainingsbeteiligung hat mich schon sehr enttäuscht. Als wir in der Kreisliga erfolgreich waren, waren immer alle da. Aber gerade dann, wenn es nicht so gut läuft, ist es wichtig, dass alle richtig mitziehen - letztlich ist das vor allem eine Charakterfrage.“

Mein Spieler der Hinrunde: „Wenn man eine solch schlechte Bilanz hat wie wir, nur sieben Punkte holt und zudem noch unser Torverhältnis sieht, kann es keinen Spieler der Hinrunde geben.“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Auch den gibt es bei uns nicht.“

Meine größte Enttäuschung: „Es gab einige Enttäuschungen in den vergangenen Monaten, aber am meisten enttäuscht hat mich das Verhalten der jungen Spieler. Ich hatte viel von ihnen erwartet, aber ihre Einstellung passt überhaupt nicht - sowohl im Training als auch im Spiel. Im Erzählen dagegen sind sie groß, viele halten sich für die Besten. Nur leider zeigen sie das nicht auf dem Platz. Dabei bin ich mir sicher, dass sie das Potenzial für die Bezirksliga haben. Dazu müssten sie aber einiges ändern.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Dass wir die Saison vernünftig zu Ende spielen. Außerdem hoffe ich, dass die Jungen mal über sich selbst und ihr Verhalten nachdenken. Kommen sie zur Vernunft und auch wieder regelmäßig zum Training, dann haben wir noch die Chance, die Bezirksliga zu halten, da der Abstand noch nicht allzu groß ist. Bleibt es allerdings bei der Einstellung, die sie in der Hinrunde gezeigt haben, wird es auf keinen Fall für den Klassenerhalt reichen.“

Meine persönliche Zukunft: „Bis zum Saisonende werde ich auf jeden Fall noch im Tor stehen. Aber ich hoffe, dass der Verein für die kommende Serie einen neuen Keeper findet, denn ich möchte künftig mit meinen alten Kumpels in der Altherren-Mannschaft spielen, schließlich bin ich schon 39 Jahre alt.“

pet

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