Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
VfB Peine trifft nicht, Dungelbeck jubelt

Fußball-Stadtmeisterschaft: Das Finale VfB Peine trifft nicht, Dungelbeck jubelt

Wenn man die Chancen nicht nutzt, wird das bestraft. So lautet eine der Fußball-Weisheiten. Die hat auch in Schmedenstedt Gültigkeit, wie der VfB Peine am Sonnabend im Finale der Stadtmeisterschaft feststellen musste.

Voriger Artikel
Wendeburg steigert sich spät
Nächster Artikel
Patrick Lieckfeldt schießt den Siegtreffer

Daniel Wolff reckt den Pokal in die Höhe, und die Dungebecker starten einen Freudentanz.

Quelle: im

Der TSV Dungelbeck siegte 3:2, verteidigte den Titel, und Trainer Hubert Meyer strahlte: „Das war der dritte Pokal, den ich mit dem TSV geholt habe.“ Rund 300 Zuschauer verfolgten am Endspieltag die beiden Partien.

VfB Peine - TSV Dungelbeck 2:3 (1:2). Nach einem Dungel-becker Erfolg sah es in der Startphase überhaupt nicht aus. Der VfB drängte mit Macht. die Angreifer Kerem Karasahin, Turkan Hajdari, Ersin Arayici und Moritz Scharf suchten immer wieder Lücken in der Dungelbecker Abwehr - und fanden sie. Lohn war das 1:0, als Hajdari einen Alleingang startete, ein halbes Dutzend Gegner umkurvte und einschoss (6.).

In der Folgezeit konnte sich der TSV Dungelbeck bei Torhüter Danny Baumgart bedanken, der mehrfach in Eins-gegen-Eins-Situationen rettete. Einen Schuss von Arayici aus spitzem Winkel parierte er (20.), zehn Minuten später war er gegen Arayici erneut zur Stelle, und als Hajdari allein auf ihn zulief, wehrte er den Ball mit einem Reflex und dem Fuß ab (32.).

Doch die Dungelbecker kämpften sich gegen die oft technisch versierteren VfBer in die Partie hinein. Und als sie einen Freistoß in den Strafraum droschen, flog Jan Metzler in einem Meter Höhe heran und versenkte den Ball per Kopf zum Ausgleich (34.). „Klasse Metze“, rief Meyer über den Platz, und lobte vier Minuten später seinen nächsten Spieler: „Super Vorarbeit!“ Kai Samland hatte eine Schlafmützigkeit der VfB-Abwehr ausgenutzt, von rechts geflankt, und Torjäger Daniel Wolff brauchte nur noch einzunicken. Torhüter Bünyamin Tosun war machtlos. Der Feldspieler stand im VfB-Tor, weil Tolga Colakoglu verletzt ist und Christian Wöhrle sowie A-Jugendtorwart Timo Schrul verhindert waren.

In der zweiten Halbzeit kämpften die Dungelbecker weiter und wurden mit dem 3:1 belohnt. Steffen-Hägar Bellinskies hatte einen Steilpass im Grätschen noch vor der Auslinie erwischt und vors Tor geschossen. Dort stand Torjäger Wolff goldrichtig (64.). Und Meyer hatte zum dritten Mal Grund für ein Sonderlob: „Sensationell Hägar“.

Beide Mannschaften erarbeiteten sich Chancen, und dann gelang dem VfB der Anschlusstreffer. Karasahin hatte sich links durchgesetzt, auf Emrullah Kaya gepasst, und der schoss ins Netz (70.). Weitere Chancen nutzte der VfB jedoch nicht. Kaya schoss vorbei (74.), Helms drüber (76.), Solomun scheiterte an Baumgart (81.), und Hajdari schoss in der Nachspielzeit einen Freistoß am Tor vorbei.

Im Anschluss an das Spiel überreichten Ortsbürgermeister Andreas Meier und Fußball-Kreisverbandsvorsitzender Hans-Hermann Buhmann Pokal und Preise. Sieger Dungelbeck bekam 250 Euro, der VfB Peine 150. Der Drittplatzierte bekam 100 Euro, die Vierte 50.

VfB Peine: Tosun – Doppelhammer, Helms, Becker, Solomun, Kaya, Cacko, Hajdari, Arayici, Scharf, Karasahin, Potz.

TSV Dungelbeck: Baumgart – Gomm, Gabisch, Schons, Dogan, Jahns, Metzler, Jacob, Bellinskies, Samlandt, Wolff, Hülzenbecher, Kühne.

Tore: 1:0 Hajdari (6.), 1:1 Metzler (34.), 1:2 und 1:3 Wolff (38., 64.), 2:3 Kaya (70.).

Stimmen zum Spiel:

Dungelbecks Torschütze Jan Metzler: „Gegen meinen Heimatverein treffe ich besonders gern. Ich bin schon ewig Mitglied im VfB Peine.“(Metzler hatte auch vergangenes Jahr im Stadtmeisterschafts-Finale gegen den VfB getroffen).

Dungelbecks Trainer Hubert Meyer: „Leidenschaft, Kampf, Spielfreude – das ist Dungelbeck. Großes Kompliment an meine gesamte Truppe!“

VfB-Trainer Nedin Cerimovic: „Wir haben nach dem 1:0 zu leichtsinnig gespielt und hochkarätige Chancen nicht genutzt. Wir haben gesehen, dass es nicht reicht, wenn wir uns auf unsere Offensivstärke verlassen. In der Defensive müssen wir uns steigern. Dungelbeck hat sich reingebissen und uns den Schneid abgekauft.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine