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Vereine müssen 10.894 Euro zurückzahlen

Landessportbund prüfte 20 Peiner Vereine Vereine müssen 10.894 Euro zurückzahlen

Da hat es gehakelt: 14 von 20 überprüften Sportvereinen im Kreis Peine haben vergangenes Jahr Übungsleiterzuschüsse entweder nicht richtig beantragt oder nicht richtig verwendet. Folge: Sie müssen Beträge in unterschiedlicher Höhe zurückzahlen.

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Übungsleiter (hier: Handball-Trainer Frank Pausewang) sind für die Vereine unverzichtbar. Für ausgebildete Kräfte gibt es Zuschüsse vom Landessportbund, die die Vereine regelmäßig neu beantragen müssen. Dabei sind Richtlinien exakt einzuhalten.

Quelle: rb

Insgesamt sind es Rückzahlungen in Höhe von 10894,61 Euro, die der KSB an den LSB erstmal überweisen muss und von den betreffenden Vereinen zurückverlangen wird - auch wenn keinerlei Betrugsversuch vorlag und der Verein durch die beanstandeten Punkte keinen finanziellen Vorteil hatte.

Der Landessportbund, der öffentliche Gelder an die Vereine weiterreicht, überprüft in gewissen Zeitabständen deren Verwendung. Das war im Kreis Peine stichprobenartig geschehen mit zunächst zehn Vereinen. Bei allen wurden Fehler entdeckt. Daraufhin wurde der Prüfumfang auf weitere zehn Vereine ausgedehnt, hier waren aber nur noch vier auffällig.

„Vereine haben mit Vereinfachungen gearbeitet“

Die Mängelliste reicht von Buchungsfehlern über nicht korrekte Angaben bis hin zur Unkenntnis rechtlicher Hintergründe. „Ein häufiger Einwand ist in dem Prüfbericht, dass die Vereine mit Vereinfachungen gearbeitet haben. Das ist menschlich verständlich, entspricht aber nicht den Richtlinien“, sagt der Kreissportbund-Vorsitzende Wilhelm Laaf.

Zum Beispiel seien, um Fristen einzuhalten, Pauschalen angesetzt worden. Oder aber, es seien nur interne Buchungen und keine Aus- und Einzahlungen erfolgt, wenn die Übungsleiter ihre Entschädigung komplett dem Verein gespendet hatten. Auch seien - entgegen den Richtlinien - Zuschüsse für Übungsleiter beantragt worden, die mehr als 20 Euro pro Stunde erhielten.

„Wir haben das Problem, dass sich ehrenamtliche Mitarbeiter je nach Anforderung im Verein heutzutage im Vertragsrecht, Steuerrecht oder auch Sozialversicherungsrecht auskennen müssen“, sagt Laaf. Das sei ohne professionelle Hilfe oft kaum noch möglich. Bei Zweifeln oder Fragen könnten die Vereine jedenfalls in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes Hilfe bekommen.

Kritik: Bereitschaft zum Ehrenamt wird untergraben

Es gibt aber auch Kritik an der Bürokratie, die mit einem korrekten Zuschussverfahren verbunden ist. „Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Firma und Verein“, kritisierte zum Beispiel der Vorsitzende des VfL Woltorf, Dietmar Seidel. Das untergrabe die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Einsatz.

Laaf will darüber mit dem Landessportbund sprechen. Vorher allerdings bittet er die Sportvereine, ihm mitzuteilen, was aus ihrer Sicht geändert werden müsse. Diese Punkte sollen dann mit dem LSB besprochen werden.

„Ob eine Stellungnahme gegenüber dem Landessportbund dann erfolgreich sein wird, ist zwar nicht absehbar, trotzdem soll der Versuch unternommen werden, dem LSB die Wünsche der Basis mitzuteilen und zu einem Gespräch darüber zu kommen.“

  • Stellungnahmen der Vereine (möglichst mit Verbesserungsvorschlägen) sollten bis Ende Februar an i nfo@ksb-peine.de gemailt werden.
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