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Vecheldes letzte Landesliga-Chance geplatzt

Sportgerichts-Urteil Vecheldes letzte Landesliga-Chance geplatzt

Das Bezirkssport-Gericht hat über die Zuschauer-Ausschreitungen verhandelt, zu denen es nach dem Fußball-Bezirksliga-Verfolgerduell zwischen Vahdet und Union Salzgitter gekommen war. Vahdet muss eine saftige Geldstrafe von 750 Euor zahlen, doch einen Punktabzug verhängte das Gericht nicht. Damit bleibt Vechelde Zweiter. Die Arminia kritisiert das Urteil heftig.

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Des einen Freud, des anderen Leid: Vahdet (rot) stieg am grünen Tisch auf, Vechelde (schwarz) bleibt Bezirksligist.

Quelle: Attermeyer

Vechelde. Es war der letzte Strohhalm, an dem sich Vecheldes Fußballer im Titel- und Aufstiegs-Hickhack der Bezirksliga 3 geklammert hatten. Nachdem das Verbandssportgericht sechs Wochen nach Saisonende noch nachträglich ein Spiel für Arminia-Verfolger Vahdet Salzgitter mit 5:0 gewertet hatte und Vechelde den Titel entriss, verhandelte nun noch das Bezirks-Sportgericht am Freitagabend über die Zuschauer-Ausschreitungen, zu denen es nach dem in der 88. Minute abgebrochenen Verfolgerduell zwischen Vahdet und Union Salzgitter gekommen war. Die Vechelder hatten auf einen Punkt- und Torabzug für Vahdet gehofft, wie es die Rechts- und Verfahrensordung für derartige Fälle ermöglicht. Doch vergeblich.

Ein Hobby-Filmer hatte Polizei und Gericht nach PAZ-Informationen zahlreiches Video- und Fotomaterial zur Verfügung gestellt. Die Richter kamen auch zu einem klaren Ergebnis: Vahdet-Anhänger waren für die Schlägereien im Anschluss an das hitzige Spiel verantwortlich, der Verein muss 750 Euro Strafe zahlen. Doch über das Urteil kann Arminia-Geschäftsführer Andreas Grigoleit nur den Kopf schütteln, die Arminia bleibt Zweiter und Vahdet darf in die Landesliga aufsteigen. „Über das Urteil lacht sich Vahdet kaputt. Wenn bei derartigen Zuschauerausschreitungen wie sie hier vorgekommen sind, das Sportgericht nicht von der Möglichkeit von Punktabzug, Platzsperre etc. Gebrauch macht, dann fehlt mir die Fantasie, mir vorzustellen, was passieren müsste, um eine Punktstrafe zu verhängen“, sagte er.

Vecheldes Fußball-Abteilungsleiter Joachim Melzer hatte Freitagabend nachträglich seinen 60. Geburtstag mit Freunden gefeiert und noch auf eine gute Nachricht vom Bezirkssportgericht gehofft. Doch das Gegenteil passierte: „Wir haben das offizielle Urteil über unser Vereins-E-Mail-Postfach in der Nacht erhalten. Wie es ausgefallen ist, ist eine absolute Frechheit, das stinkt doch alles zum Himmel. Wo ist denn da noch eine Abschreckung, wenn selbst ein Wiederholungstäter nur mit 750 Euro bestraft wird“, schimpfte er.

Derzeit tendieren die Vechelder dazu, nach keinen weiteren rechtlichen Mitteln zu suchen, um einen Landesliga-Aufstieg zu erzwingen. „Die Saison hat begonnen, das ist alles zu kurzfristig.“

Gastgeber Union Salzgitter wurde dagegen von den Vorwürfen freigesprochen, ebenfalls an den Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein und nicht für genügend Sicherheit gesorgt zu haben. Der Klub gab zudem im Internet bekannt: Er wird den KSV Vahdet künftig nicht mehr zu Turnieren einladen. Auch Anzeige wegen schweren Hausfriedensbruchs und Körperverletzung sei bereits gestellt. Und: „Für den eigentlichen Meister Arminia Vechelde tut uns diese Entwicklung leid.“

Das wird die Vechelder nicht trösten können. Schließlich stand es kurz vor Schluss in der nachträglich gewerteten Partie 2:2, selbst ein 4:2-Sieg in der Nachspielzeit hätte Vahdet nicht mehr zur Meisterschaft gereicht. Weil nach Ansicht des Verbandssportgerichts jedoch eine Tätlichkeit eines Union-Spielers gegen den Schiri zum Spielabbruch in der 88. Minute führte, wurde die Partie mit 5:0 für Vahdet gewertet.

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