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Vecheldes Ersatzmann sorgt für den Wow-Effekt

Tischtennis-Landesliga Vecheldes Ersatzmann sorgt für den Wow-Effekt

Der einstige Spitzenspieler von einem schmerzenden Knie-Gelenk ausgebremst und drei Spieler, die mit neuen Belägen experimentieren - zum Rückrunden-Auftakt war Tischtennis-Landesligist Vechelde mit einem mulmigen Gefühl beim TTC Gifhorn angetreten.

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Vecheldes Nummer eins Klaus Kotke gab in den Einzeln keinen Satz ab. Im Doppel hatte er mit einer Noppe experimentiert - erfolglos.

Quelle: im

Doch die Arminia legte einen 9:3-Traumstart hin. „Besser hätte es kaum laufen können, wir waren selber überrascht“, sagte der verletzt zuschauende Kapitän Peter Bock.

TTC Gifhorn - Arminia Vechelde 3:9 (19:31). „Der Sieg ist jedoch höher ausgefallen, als er gefühlt war“, verwies Bock unter anderem auf enge Doppel. Josef Rempe und Christian Havekost zum Beispiel lagen in ihrem Krimi schon 7:10 im fünften Satz hinten, doch sie wehrten drei Matchbälle ab und gewannen noch 12:10. Thomas Schiffner und Ersatzmann Carsten Gruhn agierten ähnlich nervenstark, nach 0:1-Satzrückstand lagen sie auch im zweiten Durchgang schon 6:9 hinten und gewannen noch 11:9. „Das war die Wende, danach lief es für die beiden“, stellte Bock fest.

Die 2:1-Führung nach den Doppeln gab Selbstvertrauen. Vecheldes Nummer eins Klaus Kotke gab in seinen beiden Einzeln nicht einmal einen Satz ab. Auch der an Position zwei aufgerückte Josef Rempe gewann seine beiden Spiele. „Das obere Paarkreuz hat einen ganz starken Tag erwischt“, lobte Bock.

Der Punkt mit dem größten Wow-Effekt war Ersatzmann Carsten Gruhn gelungen. In seinem Fünfsatz-Krimi gegen Michael Große tütete er den Sieg mit einem krachenden parallel gespielten Rückhand-Topspinschuss ein. „So ein Ding gelingt doch nur, wenn du am Sonntag in der Kirche warst“, scherzte Arminia-Kapitän Bock.

Mit einem neuen Belag versuchten sich Thomas Schiffner und Rainer Lindigkeit - mit unterschiedlichem Erfolg. Beide stiegen in der Weihnachtspause auf einen Anti-Topspin-Belag mit dem Namen „Beast“ um. Der sorgt für Flugeigenschaften beim Ball, die so fies sind wie der Name des Belages es vermuten lässt - das Biest flattert gemein! Doch Schiffner, der sonst mit einer Noppe auf der Rückhand agierte, kam kaum dazu, seinen Belag einzusetzen, weil Gegner Thorsten Jung ihn konstant auf der Vorhand anspielte. Lindigkeit dagegen gewann sein Einzel. „Aber vor allem, weil er selber mit seiner Vorhand aktiv war“, analysierte Bock.

Den Arminia-Sieg perfekt machte Christian Havekost bei seinem Viersatz-Sieg gegen Thorsten Jung. „Christian hatte auch etwas Glück“, verwies Teamkollege Bock unter anderem auf den Netzroller, der zum 17:15-Sieg in Satz drei geführt hatte. Doch wie sie gewonnen hatten, war den Arminen am Ende egal. Wegen Bocks Verletzung hatten sie ihr Saisonziel korrigiert. Einzig und allein der Klassenerhalt soll her. „Und diese zwei Punkte helfen uns dabei auf jeden Fall“, freute sich Bock.

Spiele: Alexander Röhrig-Bartel/Thorsten Jung - Josef Rempe/Christian Havekost 2:3, Davide Manca/Christian Schlifski - Klaus Kotke/Rainer Lindigkeit 3:1, Florian Jung/Michael Große - Thomas Schiffner/Carsten Gruhn 1:3, Manca - Rempe 1:3, Röhrig-Bartel - Kotke 0:3, T. Jung - Schiffner 3:1, F. Jung - Havekost 3:2, Große - Gruhn 2:3, Schlifski - Lindigkeit 1:3, Manca - Kotke 0:3, Röhrig-Bartel - Rempe 2:3, T. Jung - Havekost 1:3.

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