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Unter Druck behält die SG die Nerven

Handball-Landesliga Unter Druck behält die SG die Nerven

Unnötig zittern mussten die Landesliga-Handballerinnen der SG Zweidorf/Bortfeld, die nach 17:19-Rückstand noch 23:20 gewann. Den ersten Saisonsieg feierte Aufsteiger Jahn, nur die HSG Nord ging leer aus.

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Ann-Christin Strutz von der SG Zweidorf/Bortfeld (blaues Trikot) wird in dieser Szene unsanft von der Dransfelder Abwehr gestoppt. Doch sie setzte sich mit ihrem Team knapp mit 23:20 durch.

Quelle: Hartmut Butt

„Wir sind in der Landesliga angekommen“, freute sich Trainer Carsten Bührig über den ersten Saisonerfolg, den seine Handballerinnen des MTV Vater Jahn Peine nach dem Aufstieg gegen den VfB Fallersleben holten. Anders die HSG Nord: Die Edemisserinnen kassierten bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig eine knappe Niederlage.

VfB Fallersleben - MTV Vater Jahn Peine 19:31 (9:16). Die Jahnerinnen überzeugten bei dem unerwartet deutlichen Sieg in der Offensive und in der Defensive. „Unser Angriff spielte sehr abgeklärt. Wir haben uns schnell auf Fallerslebens Abwehrformation eingestellt und die Lücken konsequent genutzt. Im Gegenzug arbeitete unsere Abwehr konsequent gegen den gegnerischen Rückraum.“ Zudem hätten seine Spielerinnen sehr aufmerksam agiert.

Das zahlte sich aus: Schon zu Beginn der Partie demonstrierten die Peinerinnen ihre Überlegenheit. Die schnelle 3:0-Führung wurde über 10:4 auf 14:6 ausgebaut. Nach dem Wechsel machte der MTV da weiter, wo er aufgehört hatte. Im Rücken mit einer bestens aufgelegten Torfrau Karoline Kilsbach, die mehrere freie Bälle hielt, wurde ein Tempogegenstoß nach dem anderen gelaufen. Herausgeragt habe zudem Neele Heiligentag, lobte Bührig. „Neele war in der Abwehr sehr gut. Sie verhinderte immer wieder das Durchbrechen der gegnerischen Angreiferinnen. Und das, obwohl die körperlich stärker waren.“

Bei Fallersleben sei in der zweiten Hälfte die Kondition geschwunden. „So kassierten wir einige unnötige Fouls“, erläuterte Bührig den einzigen Negativeffekt aus Peiner Sicht.

MTV Peine: Kilsbach (Tor) - Annika Bergmann (4), Henrike Bergmann (4), Laura-Sophie Bührig (4), Lena-Marie Bührig (2), Eggeling (8), Hacke (5), Heiligentag (2), Hoppmann (1), Kretschmer (1), Marchefka.

Eintracht Braunschweig - HSG Nord Edemissen 25:22 (13:10). Schwache fünf Minuten zu Beginn der ersten sowie der zweiten Hälfte waren für HSG-Nord-Trainer Frank Pausewang der Hauptgrund der Niederlage. „Außerdem bekamen wir Braunschweigs Haupttorschützinnen nicht in Griff.“ Schlecht gespielt habe seine Mannschaft über die gesamten 60 Minuten gesehen allerdings nicht. „Es lag mehr drin. Wir haben das Ding selbst vergeigt.“

Kein Druck im Angriff und eine Abwehr, die nicht zupackte - so präsentierte sich die HSG zu Beginn der Partie. Erst nach dem 0:4-Rückstand wurde es besser. „Wir zwangen Braunschweig zu Fehlern, kamen ins Tempospiel und unsere Außen machten mehrere Tore“, erläuterte Pausewang, wie der Umschwung zustande kam. 7:6 und 9:8 lagen die Edemisserinnen dann sogar in Führung, ehe sie nachließen und Braunschweig den Spieß wieder umdrehte.

Als es nach der Pause 18:11 für Eintracht stand, nahm Pausewang eine Auszeit. Seine Abwehr spielte fortan mit 4:2-Deckung statt mit 6:0-Deckung. „Damit kam Braunschweig nicht zurecht. Von da an lief es“, erklärte Pausewang, dessen Mannschaft nun eine Aufholjagd zum 20:23 (55.) startete. Entscheidend heran kam die HSG in den Schlussminuten jedoch nicht mehr.

HSG Nord: Wilck, Möllering (beide Tor) - Buhle, Marquardt (1), Glawion, Seffer (5), Carmon (2), Koch (6), Brandes (2), Spiller (6), Elligsen, Harries, Borchard.

SG Zweidorf/Bortfeld - SC Dransfeld 23:20 (10:7). Als Elisa Kelkert drei Minuten vor Schluss den 20:20-Ausgleich für die SG erzielte, drehte sich das Spiel doch noch zum Guten für die Gastgeber. „Wir haben es uns sehr schwer gemacht“, meinte Trainer Andreas Bremer nach Spielschluss. Sein Team startete nervös, lag schnell mit 0:3 hinten. Als Janine Gersdorff eine starke Phase hatte, drei Tore hintereinander erzielte, glichen die Gastgeber zum 7:7 aus. Cathrin Kelkert, die erneut weite Strecken der Partie im Rückraum agierte, warf die 8:7-Führung heraus. Mit drei Toren Vorsprung ging es in die Kabine.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, meinte Andreas Bremer in der Halbzeitpause optimistisch. Als Klara Meyerbröker beim 12:8 den Abstand auf vier Tore erhöhte, schien der Widerstand der Gäste gebrochen zu sein. Doch Dransfeld kam zurück, glich zum 15:15 aus und ging sogar in Führung. Beim 17:19 schien die SG auf dem besten Wege zu sein, ihre erste Saison-Niederlage zu kassieren. Doch: „Als die Mannschaft unter Druck stand, hat sie sehr zielstrebig agiert und sich den Sieg verdient“, stellte Bremer fest. Aillen Gersdorf erzielte die 21:20-Führung und den Endstand. Dazwischen traf Stefanie Gehrmann von Rechtsaußen.

„Dieser Erfolg dürfte weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben“, sagte Bremer und blickte schon auf den Vergleich in einer Woche gegen Mitabsteiger MTV Geismar.

SG: Rother, Fiebig (beide Tor) - C. Kelkert (6/1), Meyerbröker (5/3), J. Gersdorff (5), A. Gersdorff (2), Gehrmann (2), Schnepel (1), Zimball (1), E. Kelkert (1), Strutz, Dietrich, Amthor, Filipczak.

jh/bt

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