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„Unser Ziel: dass sich die Kulturen kennenlernen“

"Interkultureller Ferien- und Familiensporttag" „Unser Ziel: dass sich die Kulturen kennenlernen“

Peine. Ob beim Kegeln, Malen, an der Torwand oder einfach nur beim Zugucken: Beim ersten „Interkulturellen Ferien- und Familiensporttag“ des TSV Marathon Peine in Zusammenarbeit mit Kreis- und Landessportbund war auf dem Parkhaussportplatz für jeden etwas dabei.

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Besonders beliebt beim Familientag des TSV Marathon Peine: Die mobile Kegelbahn.

Quelle: Felix Ehlers

„Unser Ziel ist, dass sich die Kulturen untereinander kennenlernen und Vorurteile abgebaut werden, ohne dass die eigene Kultur vergessen wird“, sagte Hannelore Elsner, Vorsitzende des TSV Marathon Peine. Und das klappte hervorragend: Während sich die Kinder verschiedener Kulturen im Discgolf versuchten, oder beim Parksportabzeichen ihre Fitness testeten, kamen die Erwachsenen an den Essens- und Getränkeständen ins Gespräch. „Das Motto ist: Wenn nicht wir, wer dann? Und mit ‚wir‘ sind wir alle in Peine gemeint“, betonte Elsner.

Als besonders beliebt entpuppte sich die mobile Kegelbahn des Peiner Keglervereins. Zwar landeten die ersten Versuche oft in der Rinne neben der Bahn, doch schnell lernten die Kinder, dass die Genauigkeit wichtiger als die Geschwindigkeit der Kugel ist. Etwas ruhiger ging es auf der anderen Seite des Sportplatzes beim großen „Mensch-ärgere-dich-nicht!“-Spiel zu. Beim „Tanz der Kulturen“ und weiteren Mitmachtänzen zeigten die Kinder vollen Körpereinsatz - während die Eltern fotografierten oder mitklatschten.

„Wir wollen die Menschen aller Kulturen in Sportvereine integrieren. Marathon ist dabei für uns ein offener Partner“, lobte Ralf Klemm vom Kreissportbund Peine.

Das Mitmach-Malen für die Kinder leitete ein ganz besonderer Gast: Musafer Qassim spielt nicht nur beim TSV Marathon Fußball, er ist auch seit Kindheitstagen Hobby-Maler. Seit Dezember 2015 lebt der Iraker in Peine, und seine Werke sind schon auf drei Ausstellungen in Peine und Hildesheim zu sehen. „Ich mache zwei Bilder: Ein Cartoon für die Kinder, und dann noch eins zusammen mit den Kindern“, erklärte Qassim, der im Irak ein Kunststudium abgeschlossen hat, die Mitmachaktion. In seinen ausgestellten Werken malt Qassim vor allem über Dinge, die er im Krieg erlebt hat.

„Unserem Verein ist die Jugendarbeit sehr wichtig. Wir wollen vor allem den Breiten- und nicht den Leistungssport ansprechen. Es ist schön, dass unser Angebot hier so gut angenommen wird“, freute sich Hannelore Elsner über die rege Teilnahme.

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