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„Unfair gegenüber den Vecheldern“

Fußball-Landesliga „Unfair gegenüber den Vecheldern“

Bei einer Umfrage zum verhinderten Landesliga-Aufstieg von Arminia Vecheldes Fußballern antworteten alle Befragten mit demselben Tenor: Vechelde hätte schon aus Fairnessgründen den Aufstieg verdient gehabt.

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Sven Kiontke

Vechelde. Je näher der Saisonstart kommt, desto mehr schwinden die Chancen für Arminia Vechelde, in der neuen Saison in der Fußball-Landesliga zu spielen. Nach der Wertung des Spiels Union gegen Vahdet Salzgitter durch das Verbandssportgerichts sechs Wochen nach dem letzten Punktspiel hat es der Bezirksverband abgelehnt, die Arminen zusätzlich aufsteigen zu lassen. Sie waren durch das Urteil vom 1. Platz der Bezirksliga verdrängt worden. PAZ-Mitarbeiter Felix Ehlers sammelte zum Thema Stimmen aus dem Kreis Peine von Trainern und Fußballern ein.

David Lieckfeldt (Spieler, TSV Hohenhameln): „Ich finde, wer am Ende der Saison oben steht, hat den Aufstieg auch verdient. Es hätte mich gefreut, mit Vechelde ein zweites Peiner Team in der Landesliga zu sehen. Vom Bezirksspielausschuss hätte ich mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Vechelde zusätzlich aufsteigen zu lassen, würde nicht einmal einen zusätzlichen Spieltag bedeuten. Man sollte Vechelde auf fairem Weg die Möglichkeit geben, sich in der Landesliga zu beweisen.“

Carsten Doliwa (Trainer, TSV Edemissen): „Ich war schockiert, als ich das Urteil gelesen habe. Da wird die Fairness mit Füßen getreten. Für Thomas Mühl und seine Mannschaft tut es mir unheimlich leid. Vahdet Salzgitter war die ganze Saison im unteren Drittel der Fairnesstabelle und verkauft sich jetzt als Unschuldslamm. Katastrophal finde ich, dass die Vechelder fast zwei Monate im Unklaren gelassen wurden. Sie hatten keinerlei Planungssicherheit und konnten so kaum Neuzugänge verpflichten. Vechelde hätte mitaufsteigen müssen.“

Dominik Feer (Spielertrainer, RW Schwicheldt): „Vechelde hat sich den Aufstieg sportlich verdient, ich finde das Urteil sehr schade. Ohne besondere Sympathien für Vechelde zu haben, finde ich, dass sowas nicht geht. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie sich die Vechelder fühlen, oder wie ich mich in ihrer Situation fühlen würde. Eigentlich haben sie alles richtig gemacht.“

Thomas Mainka (Trainer, TSV Wendezelle): „Rein sport lich gesehen ist es natürlich unverdient. Aber das Gericht hat aufgrund der von ihm angewandten Regularien, die es nunmal gibt, so entschieden. Überhaupt nicht in Ordnung finde ich jedoch den Zeitpunkt des Urteils. Wenn die Rechtslage so eindeutig ist, muss das vor dem letzten Spieltag entschieden werden. Leider sind Rechtsprechung und Recht nicht immer gleich. Vechelde hätte ich den Aufstieg sehr gegönnt. Ich kann mit ihnen mitfühlen, zumal unsere 0:9-Klatsche gegen Vahdet Salzgitter auch zur Situation beigetragen hat.“

Dennis Slodczyk (Spieler und Co-Trainer, Viktoria Woltwiesche): „Ich finde das Urteil unfair gegenüber den Vecheldern. Zudem ist es unverantwortlich, so lang mit dem Urteil zu warten. Fairer wäre gewesen, Vechelde schon vor dem Urteil als Aufsteiger festzulegen, und Vahdet Salzgitter nach dem Urteil mitaufsteigen zu lassen. Der sportliche Aufsteiger war Arminia Vechelde.“

Sven Kiontke (Torwart, SV Lengede): „Es ist natürlich schade für die Vechelder, da sie ohne den Spielabbruch Meister geworden wären. Ob der Spielabbruch berechtigt war, kann ich nicht beurteilen. Die lange Wartezeit war aber sicherlich eine Zerreißprobe für beide Mannschaften. Die fairste Lösung wäre nach so langer Unklarheit wohl gewesen, beide aufsteigen zu lassen.“

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