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Ü50 der SG Essinghausen/PSG Peine wird Deutscher Vizemeister

Fußball: Ü50-DM Ü50 der SG Essinghausen/PSG Peine wird Deutscher Vizemeister

Saarbrücken. Die Spielgemeinschaft Essinghausen/PSG Peine wurde bei den über 50-Jährigen Deutscher Vizemeister. Das Team unterlag im Finale der SpG Neuhausen-Cämmerswalde/Deutschneudorf mit 0:3. Doch niemand war traurig - allen war klar: Mehr lag nicht drin. Bei diesem Turnier wurde das Optimale herausgeholt.

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Deutscher Ü50-Vizemeister ist die SG Essinghausen/PSG Peine. Zum Team gehören: Joachim Brandes, Frank Stephan, Lutz Hildebrandt, Jürgen Hansen, Peter Konrad, Jörg Stephan, Andreas Belter und Andreas Wolter. Vorn, von links: Heino Meissner, Dieter Schulz, Willi Feer, Uwe Riedke, Andreas Netzer, Bernd Jahs, Karsten Stallmann, Thomas Bläsig und Volker Koska.

Quelle: Jürgen Hansen

Das Ding war durch. Die SpG Neuhausen-Cämmerswalde/Deutschneudorf führte im Finale der Deutschen Meisterschaft der Ü-50-Fußballer fünf Minuten vor Schluss mit 3:0 gegen die Spielgemeinschaft Peine/Essinghausen. SG-Libero Peter Konrad wusste, es ist der richtige Zeitpunkt abzutreten - vom Spielfeld der Hermann-Neuberger-Sportschule Saarbrücken. Denn er hatte es eilig, weil der Zug, der ihn zu seinem Urlaubsdomizil Südfrankreich zurückbringen sollte, in knapp 30 Minuten startete.

Kein Problem für den Fahrdienst des DFB. Eine fette, schwarze Limousine mit getönten Scheiben und einem Stern auf der Haube fuhr ihn flugs zum Saarbrücker Bahnhof. Konrads Mannschaftskameraden hatten dagegen keinen Zeit-Stress. Müde, abgekämpft, brachten sie die restliche Spielzeit des Finales über die Runden.

Als dann der Abpfiff ertönte, war keiner traurig. Zweiter Platz bei der Deutschen Meisterschaft - allen war klar: Mehr lag nicht drin. Bei diesem Turnier wurde das Optimale herausgeholt.

„Peine war im Endspiel platt. Wir waren besser, spielten taktisch klug, hatten körperlich mehr drauf und das frühe 1:0 spielte uns in die Karten“, analysierte Neuhausens Spieler Reinhard Deutscher, der damit die Einschätzung fast aller Endspielzuschauer wiedergab.

Der unterlegenen Mannschaft brachen in der ersten Halbzeit zwei Abwehrfehler das Genick. Daraus resultierten beide Gegentreffer, noch dazu beide per Kopf. Auf Kleinfeld. Das hätte nicht passieren dürfen. Es waren die Tore zur Verliererstraße.

Halbfinale

Ganz anders im Halbfinale. Das gewannen die Peiner mit 2:1 gegen Hertha BSC. Doch nicht allein aus eigener Kraft und durch eigenes Können. Denn sie hatten „den Papst in der Tasche“. Dreimal trafen die Berliner in der ausgeglichenen ersten Halbzeit den Pfosten.

Es sollte sich rächen. Wenige Minuten nach der Pause (18.) schaltete Thomas Bläsig am schnellsten, als Berlins Torwart einen Schuss von Jörg Stephan abwehrte. Humorlos „hämmerte“ Bläsig den Abpraller ins Netz.

Kurz danach traf der vorherige Vorlagengeber, der eine Freistoßhereingabe von Joachim Brandes gekonnt verwandelte. Die anschließende Drangperiode der Herthaner überstanden Brandes&Co. mit Geschick und Glück. Denn selbst ein Neunmetergeschenk (27.) half den Berlinern nicht. Der Ball landete in den Wolken.

Gruppenphase

Während der Gruppenphase sind die Peiner ebenfalls auf starke Gegner getroffen. Alle Spiele waren eng. Das höchste Ergebnis lautete 2:0. Es war die Niederlage der Peiner im zweiten Spiel gegen den TuS Göllheim. Der kombinationssichere Südwest-Meister nutze zwei individuelle Fehler (8., 10.) des Gegners zur Führung und machte anschließend hinten dicht.

Kleine, taktische Fouls in Situationen, wenn es brenzlig zu werden drohte, gehörten dazu. Viermal zückte der Schiri in der zweite Hälfte gegen Göllheim Gelb - geholfen hat es den Peinern nicht.

Sauberer und siegreich liefen die anderen drei Spiele ab. So erzielten die Peiner einige gut herausgespielte Treffer. Und sie überzeugten mit Durchhaltevermögen. Joachim Brandes, Jörg Stephan, Karsten Stallmann und Thomas Bläsig besonders. Denn während des dritten Spieles „machte der Muskel zu“. 70, 80 Prozent - mehr konnten sie fortan nicht mehr geben.

Essinghausens Andreas Belter steckte alle Anstrengungen ohne Blessuren weg. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, Lob zu verteilen. „Einige von uns sind über ihre Schmerzgrenze gegangen. Hätten sie das nicht getan, wären wir nie so weit gekommen.“

Entscheidend für den Erfolg war für ihn zudem, dass sich Mannschaft, Trainer und Betreuer einig waren, in Etappen durchs Turnier zu gehen. „Unser erstes Ziel war es, zumindest ein Spiel zu gewinnen. Danach sollte der zweite Sieg her und erst danach war das Halbfinale wirklich ein Thema. So haben wir uns Stück für Stück gesteigert.“

2 Peines Torschützen in den Vorrundenbegegnungen gegen Kuppingen (3:2), Neuhausen-Cämmerswalde/Deutschneudorf (1:0) und Lengerich (2:1) waren Joachim Brandes (3), Peter Konrad, Thomas Bläsig und Heino Meissner.

  • Ein Film von der Ü50-DM ist zu finden unter www.dfb.de (DFB-TV).
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