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Torhüter müssen hinten bleiben

Fußball-Kreisverband Torhüter müssen hinten bleiben

Woltorf. Die Vertreter der Peiner Fußballvereine haben entschieden: Künftig darf der Keeper bei Hallenspielen den Torraum nur noch zur Abwehr eines Balles verlassen. Das heißt: Einen mit angreifenden Torwart, der (wie es viele Teams praktizierten) aus der zweiten Reihe aufs Tor schießt, wird es nicht mehr geben.

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Nur noch zur Abwehr darf der Torwart künftig den Torraum verlassen bei Hallenspielen. Auf dem Bild klärt Schwicheldts Torhüter Dominik Feer gegen Bosporus-Spieler Tolga Kaya - eine Szene aus der Endrunde der 19. Hallen-Kreismeisterschaft. Foto: Isabell Massel

Der entsprechende Antrag des PSG-Vorsitzenden Markus Krödel wurde bei fünf Gegenstimmen und einigen Enthaltungen mit großer Mehrheit bei der Arbeitstagung des Kreisfußballverbandes angenommen.

Kreisfußball-Chef Hans Hermann Buhmann hatte vor der Abstimmung noch einmal die Antragsbegründung vorgelesen. Das „Gebolze“ soll mit dieser Rückkehr zur früheren Regelung verhindert werden - zugunsten von mehr Spielzügen und Eins-gegen Eins-Situationen, hatte Krödel geschrieben. Buhmann wies darauf hin, dass die Regeländerung alle Hallenturniere im Kreis betreffen wird und nicht nur die Hallen-Kreismeisterschaft, die die PSG Peine ausrichtet.

Eine andere Abstimmung ist bis auf weiteres nicht nötig: Die über eine Fusion des Peiner Fußball-Kreisverbandes mit einem oder mehreren weiteren Verbänden. „Eine Fusion macht nur dann Sinn, wenn sie bedeutende Vorteile für den Fußball bringt“, sagte Buhmann. Alle wichtigen Aufgaben, wie etwa die Sicherstellung des Spielbetriebs oder die Aus- und Fortbildung, würden im Kreisverband Peine erfüllt. Zwar gebe es einen Rückgang an Mannschaften von 15 Prozent, aber „damit liegen wir im Vergleich gut. Ob eine Fusion ein geeignetes Mittel ist, den Rückgang abzuwenden, ist fraglich. Eine Notwendigkeit zur Fusion sehen wir zurzeit nicht“, sagte der Kreisverbands-Vorsitzende. „Wir haben aber nichts gegen Zusammenarbeit.“

Um Kinder in die Fußballvereine zu bekommen, sollte schon in den Kitas und bei der Einschulung auf Vereinsangebote hingewiesen werden, sagte der Kreisfußball-Chef. Um den Spaß am Fußball zu vermitteln, sollte bei den Kleinsten Leistungsdruck vermieden werden. Mit „Erlebnisfußball contra Ergebnisfußball“ könne man vielleicht noch mehr Jugendliche für diesen Sport begeistern, sagte Buhmann.

Auf eine weitere Möglichkeit, die Zahl der Fußballspieler zu erhöhen, wies Angela Flohr hin: Die Einbindung von Flüchtlingen. Flohr ist beim Kreissportbund zuständig für den Bereich Integration. Der häufigste Sportwunsch bei männlichen Flüchtlingen sei: Fußball spielen. Aber nicht alle könnten sofort in Vereine vermittelt werden.

„Wir haben aktuell eine Warteliste von 30 Personen“, sagte Flohr zu den Vereinsvertretern. Ihr würde es schon sehr weiterhelfen, wenn Vereine ihr die Personenzahl nennen, die sie aufnehmen würden.

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