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Tor, oder nicht? Regelkunde für Eixes Kicker

Fußball-Kreisliga Tor, oder nicht? Regelkunde für Eixes Kicker

Stift raus, Regeltest! Eixes Kreisliga-Fußballer schwitzten jüngst in der Saisonvorbereitung ausnahmsweise nicht bei Steigerungsläufen und Trainingsspielchen, sondern bei den kniffligen Regelfragen, die ihnen Peines Schiedsrichter Miguel Karrasch mitgebracht hatte.

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Miguel Karrasch (Mitte) hatte auch für Eixes Coach Nils Könnecker (rechts) und TSV-Klubchef Ralf Lüders einen Regeltest dabei.

Fehlerfrei blieb niemand. „Meine Spieler wurden sensibilisiert, sie haben mal gesehen, wie viele Fehler man macht, obwohl man der Meinung ist, die Regeln zu kennen“, stellte Eixes Trainer Nils Könnecker, selber übrigens auch Schiri, fest.

Könnecker hatte die Idee zu der Fortbildung für seine Kicker. Seine Anfrage für den Erfahrungsaustausch gefiel Peines Schiri-Chef Sebastian Rühmann, er schickte sein Schiri-Talent Miguel Karrasch in Eixe vorbei. „Für seine 18 Jahre hat er das astrein gemacht. Angesetzt war eine Stunde, aber es sind dann fast zwei geworden“, sagte Könnecker.

Karrasch wollte zum Beispiel so knifflige Dinge wissen, wie bei dieser Strafstoß-Situation: Der Ball wird gegen die Latte geschossen, kann vom Schützen im Nachschuss aber verwandelt werden. Zählt das Tor? Die Antwort heißt Nein. Es muss mit indirektem Freißstoß weiter gehen, denn der Schütze darf den Ball erst wieder spielen, wenn dieser von einem anderen Spieler berührt wurde.

Der Erfahrungsaustausch und die Regelkunde hatte für Eixes Coach auch einen Anlass. Ab der kommenden Saison gilt auch in der Kreisliga die Regel, dass Spieler nach einer Gelb-Roten oder der fünften Gelben Karte pausieren müssen. Das war bisher nicht so. „Jede Karte, die wir uns sparen können, hilft uns weiter“, betont Könnecker.

56 Gelbe, 1 Gelb-Rote und 1 Rote Karte hatten die Eixer vergangene Spielzeit kassiert. Damit gehörte der Aufsteiger hinter Meister Arminia Vechelde (nur 43 Gelbe Karten) zu den fairsten Teams der Kreisliga. Unrühmliches Schlusslicht in der Fairness-Wertung war der MTV Vater Jahn Peine mit 99 Gelben Karten und gleich 12 Platzverweisen.

Schiri-Talent Miguel Karrasch würde sich sicherlich freuen, er müsste bei seinen Kreisliga-Spielen deutlich weniger Karten zeigen. Der Erfahrungsaustausch könnte dazu beitragen. Auch er zog ein positives Fazit: „Alle waren sehr aufmerksam und hatten Lust, etwas mitzunehmen. Gerade beim Thema Pflichtverwarnungen hoffe ich, dass es dadurch nicht mehr so elendig lange Diskussionen mit den Spielern gibt“, sagte der Unparteiische vom SSV Stederdorf. Die Aktion hält er für beispielhaft. „Vielleicht haben ja auch andere Vereine Lust darauf.“

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