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Top-Spiel: Edemissen siegt trotz Platzverweis

Basketball-Bezirksklasse Top-Spiel: Edemissen siegt trotz Platzverweis

In einem hitzigen Spitzenspiel hat sich Basketball-Bezirksklassist TSV Edemissen vom Lokalrivalen Vöhrum die Tabellenspitze zurückgeholt. Rund 100 Zuschauer verfolgten die Partie und sahen unter anderem eine Tätlichkeit. Im Duell um Platz drei kassierten die ersatzgeschwächten Korbjäger aus Groß Ilsede eine Klatsche. Der MTV Vechelde gewann hingegen mit einem neuen Trainer.

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Edemissens Top-Scorer im Derby: Christopher Stannek (roter Dress) warf 28 Punkte gegen Vöhrum.

Quelle: rb

TSV Edemissen – TSV Arminia Vöhrum 69:48 (22:7, 30:16, 53:33) . Trommeln, Tröten und Applaus: Rund 100 Zuschauer verfolgten das Spitzenspiel in Edemissen. „Die Atmosphäre war super, gerade weil die Halle so klein ist, war es richtig laut“, sprach TSV-Abteilungsleiter Ahmed Fahmy von einem „Hexenkessel“. Und in dem habe sein Team einen Traumstart hingelegt. „Wir haben gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und richtig gut verteidigt“, erklärte Fahmy die klare 22:7-Führung im ersten Drittel.

Vöhrums Trainer Holger Behrens hingegen ärgerte sich: „Wir haben den Start komplett verschlafen.“ Erzürnt war er aber nicht nur über die Schlafphase seines Teams sondern auch über Edemissens Spielertrainer Santino Nordmeyer. Der habe nämlich den Vöhrumer Aufbauspieler Felix Iwanowski während einer Spielunterbrechung mit beiden Handflächen ins Gesicht gestoßen. Die Schiris schmissen Nordmeyer vom Feld – Disqualifikation. „So eine Aktion ist total überflüssig. Wenn sie dann auch noch von einigen Anwesenden beklatscht wird, ist das bedenklich“, kommentierte Behrens die Situation in der Halle. Auch Ahmed Fahmy konnte sich die Tätlichkeit nur schwer erklären: „Das war ein kompletter Black-Out. Es war ein Spitzenspiel, die Nerven lagen Blank. Santino hat sich aber bei Felix nach dem Spiel entschuldigt.“

Gerade einmal acht Minuten waren bis zum Platzverweis gespielt. Doch auch ohne seinen Top-Scorer ließ Edemissen danach nichts mehr anbrennen, leistete sich nur eine kleine Schwächephase im letzten Viertel, als Vöhrum nach einem 19:1-Lauf auf 40:53 verkürzte (32.). Danach legte der Gastgeber noch einen Endspurt ein und gewann verdient. „Das war eine herausragende Leistung der Mannschaft“, lobte Fahmy. Vöhrums Trainer Behrens erklärte die Niederlage vor allem mit der schwachen Trefferquote „Wir haben unser Offensivpotenzial nicht abgerufen und viele offene Würfe daneben gesetzt.“

Edemissen: K. Stannek (7), Nordmeyer (3), Pape (12/3 Dreier), Jäck (4), C. Stannek (28/5), Fahmy (2), Wöhler (13/3).
Vöhrum: Dern (20/2), Koch (9), Iwanowski (5), Meißner (4), Peinz (4), Brahmann (2), Müller (2), Radtke (2).

SV GA Gebhardshagen – VT Union Groß Ilsede 104:48 (27:7, 55:28, 79:41) . VT Union trat aufgrund von Verletzungen und Absagen mit dem letzten Aufgebot an. Nur sechs Spieler standen zur Verfügung. Die ebenfalls ersatzgeschwächten Gastgeber nahmen darauf keine Rücksicht und warfen einen Kantersieg heraus. Nach einem völlig verkorksten ersten Viertel lagen die Ilseder bereits mit 20 Punkten hinten. „Sascha Berwing erzielte unseren ersten Feldkorb erst mit der Viertelsirene“, verdeutlichte Groß Ilsedes Spieler und Abteilungsleiter Matthias Busche die Startschwierigkeiten. Bis zur Pause hatte Gebhardshagen die Partie entschieden. „Auch nach dem Seitenwechsel fanden wir zu keinem Zeitpunkt annähernd ins Spiel und konnten nur noch versuchen, Schadensbegrenzung zu betreiben“, sagte Busche.

VT Union: Rösner (14/3), S. Berwing (13/1), Jordan (9/2), Ben-Rhouma (8), Schlüter (4).

MTV Vechelde – MTV Goslar 87:72 (21:21, 44:34, 61:49). Gelungener Einstand als Cheftrainer: Erstmals betreute Christian Helldobler die Vechelder. „Er unterstützt mich seit einigen Monaten beim Coachen. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum wir wieder in die Erfolgsspur gekommen sind“, erklärte der MTV-Spieler und jetzige Co-Trainer Christian Dube. In der spannenden Partie habe Helldobler zum richtigen Zeitpunkt eine Auszeit platziert und die richtigen Worte gefunden. Goslar hatte zuvor auf 47:48 verkürzt. Nach der Auszeit legte Vechelde einen 13:2-Lauf hin und warf sich bis zur letzten Viertelpause wieder mit 12 Punkten in Führung.

„Es war eine sehr gute Teamleistung, jeder hat sich richtig ins Zeug gelegt und darum haben wir verdient gewonnen“, bilanzierte Coach Helldobler.

Vechelde: Möller (28), Feuerhahn (15/1), Warnecke (11/2), Löpmeier (10), Kunze (6), Dube (5), Schulze (5), Vehrke (4), Lux (3/1).

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HINTERGRUND

Spannendes Saison-Finale

In zwei Peiner Derbys wird am kommenden Wochenende der Titel in der Basketball-Bezirksklasse entschieden. Spitzenreiter Edemissen muss Sonnabend ab 12.30 Uhr in der Groß Ilseder Stadionsporthalle ran. „Wir feiern jetzt noch nicht die Meisterschaft“, betonte TSV-Abteilungsleiter Ahmed Fahmy nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Vöhrum, „VT Union ist nicht zu unterschätzen, wir haben noch etwas zu ackern.“ Der Tabellenzweite Vöhrum hingegen erwartet Sonntag ab 14 Uhr in der IGS-Halle den MTV Vechelde und muss selber siegen und auf einen Ausrutscher Edemissens hoffen.

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