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Top-Leistung in der Wackel-Disziplin

Kraftdreikampf-Europameisterschaften Top-Leistung in der Wackel-Disziplin

Die Mal-Künste von Trainer Uwe Ahrens haben sich ausgezahlt: Damit seine Athletin Helena Schlosser ihr Kniebeuge-Problem bei den Europameisterschaften der Kraftdreikämpfer in Tschechien in den Griff kriegt, hat er ihr die optimale Position aufgezeichnet.

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Mit der Kraft ihrer Oberschenkel beförderte Helena Schlosser in der Kniebeuge 147,5 Kilo bei der EM in Pilsen in die Höhe – und jubelte.

Quelle: oh

Und prompt schaffte die Groß Ilsederin in Pilsen eine Bestleistung.

Ihre Problem-Disziplin wurde alles andere als zur Zitterpartie. Gleich den ersten Versuch mit 142,5 Kilo meisterte die Athletin von VT Union - und war erleichtert. „Ich war schon ziemlich nervös, in der Nacht vorm Wettkampf habe ich nicht so gut geschlafen und immer wieder an die Kniebeuge gedacht“, erzählt die Physiotherapeutin. Der gute Start wirkte befreiend. Helena Schlosser steigerte sich noch auf 147,5 Kilo und legte damit gleich zwei Kniebeuge-Bestleistungen hin.

Auf der Bank hatte sie sogar einen Deutschen Rekord anvisiert und wollte ihre eigene Kraftdreikampf-Bestleistung auf 100 Kilo steigern. Das Einstiegsgewicht von 95 Kilo wuchtete sie auch locker in die Höhe, doch an den 100 Kilo biss sie sich danach jeweils knapp die Zähne aus. Vielleicht lag es auch an ihrem Körpergewicht. Mit 55,81 Kilo war sie als jüngste Athletin in den Wettkampf der 57-Kilo-Klasse gestartet. Bei der Abfahrt hatte sie noch 57,7 Kilo gewogen. „Aufgrund der Nervosität war ich dann im Wettkampf eigentlich zu leicht“, schilderte Schlosser. Gerade im Bankdrücken kann jedes Kilo Körpergewicht perfekt in Energie umgesetzt werden. Ärgerlich: Mit geschafften 100-Kilo, die die 25-Jährige in Bankdrücken-Wettkämpfen auch schon meisterte, hätte sie EM-Bronze in dieser Disziplin gewonnen. „Aber ich war am Ende dennoch glücklich und zufrieden“, betonte Schlosser.

Denn auch im Kreuzheben lief es gut: 142,5 Kilo hob die zierliche Kraftsportlerin an und erkämpfte damit eine Kraftdreikampf-Bestleistung von 385 Kilo. „Das ist eine enorme Leistung. Ich bin sehr zufrieden mit Helena“, gratulierte Trainer Uwe Ahrens, der hofft, dass seine Athletin so trainingsfleißig bleibt, wie bisher. „Wenn man eine bestimmte Stufe erreicht hat wie Helena, ist es extrem schwer, den nächsten Schritt zu gehen“, weiß er.

Doch genau das hat sich die Kraftsportlerin vorgenommen: „Ich möchte mich weiter verbessern, vor allem in der Kniebeuge und endlich die 100 Kilo auf der Bank knacken“, sagt sie. Das nächste Großereignis steht bereits: Die EM im Bankdrücken in Bratislava.

In einer anderen Liga stemmte Europameisterin Anna Ryzhkova die Hanteln in Pilsen. Die Russin wuchtete insgesamt 527,5 Kilo und gewann mit mehr als 60 Kilo Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Helena Schlosser wurde Achte.

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