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Titel-Krimi: Stederdorf/Wipshausen verliert

Volleyball-Bezirksligen der Frauen Titel-Krimi: Stederdorf/Wipshausen verliert

Sie hatten die Meisterschaft vor Augen und die Fans im Rücken, und trotzdem haben sich die Bezirksliga-Volleyballerinnen der VSG Stederdorf/Wipshausen nach einer 2:0-Satzführung im Spitzenspiel noch abfangen lassen.

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Andrea Kaup und Berit Iwanowski (hinten, von rechts) recken sich zum Block im Spiel gegen den USC Braunschweig II.

Quelle: rb

In einem dramatischen und hochklassigen Gipfeltreffen verloren sie 2:3 und mussten dem USC Braunschweig II zum Titel gratulieren. VSG-Coach Uli Herrmann schwärmte trotzdem: „Das war der geilste Spieltag, den wir seit Jahren hatten.“

Bezirksliga 13

VSG Stederdorf/Wipshausen - USC Braunschweig II 2:3 (25:22, 25:19, 17:25, 12:25, 10:15). Für den Titelkampf-Showdown hatten beide Teams zahlreiche Fans mobilisiert, die Luhberghalle war rappelvoll, Zuschauer saßen sogar auf dem Boden und feuerten mit Trommeln ihre Teams an. „Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Atmosphäre denke“, sagte VSG-Coach Uli Herrmann. Anfangs brachte ihn auch die Spielweise seines Teams ins Schwärmen. „Wir haben das Maximale rausgeholt.“ Dabei half auch Andrea Kaup, Coach Herrmann hatte die erfahrene Landesliga-Spielerin für einen Knall-auf-Fall-Einsatz im Topspiel aus dem Hut gezaubert. „Sie ist die Patentante meines Sohnes, in einer Bierlaune hatte sie mir mal versprochen, zu helfen, falls es wichtig ist“, erläutert er.

Und das Spiel war wichtig. Schließlich musste die VSG 3:1 oder 3:0 gewinnen, um den USC im Titelkampf noch abzufangen, doch nach der 2:0-Führung geriet der Gastgeber zusehends unter Druck. „Leider sind wir dann in der Annahme etwas eingebrochen, die starken Sprungaufschläge der Braunschweigerinnen kamen immer sicherer, damit haben sie uns den Zahn gezogen“, erklärte Herrmann die Aufholjagd der Gäste.

Lange Trübsal blies die VSG aber nicht und geht optimistisch in die Aufstiegsrelegation. „Dann werden wir das gleiche Spektakel wiederholen“, kündigt Herrmann an.

VSG Stederdorf/Wipshausen - VSG Vallstedt/Vechelde 3:1 (25:21, 25:14, 21:25, 25:14). Obwohl der Titel futsch war, legten die Stederdorferinnen im Derby noch einen konzentrierten Auftritt hin. „Im Aufschlag und im Block waren wir überlegen“, analysierte Gastgeber-Coach Uli Herrmann, der vor allem vom Auftritt von Libera Frauke Wagner begeistert war: „Sie war fast überall zu finden.“

Gäste-Trainer Axel Burgdorf erkannte die Niederlage an: „Wir hatten immer wieder Probleme im Spielaufbau, besonders in den Aufschlagsituationen von Tanja Gerth auf Stederdorfer Seite“, erklärte er die Niederlage.

Dennoch sei er zufrieden damit gewesen, wie sich sein ersatzgeschwächtes und deshalb neuformiertes Team verkauft habe. Im Mittelangriff habe zum Beispiel Angelika Klenke viele starke Szenen gehabt. „In vielen Einzelaktionen waren wir gleichwertig. Wir konnten das Niveau nur nicht über einen längeren Spielabschnitt halten“, bilanzierte Burgdorf.

Bezirksliga 12

SC Hemmingen/Westerfeld - TSV Clauen/Soßmar II 0:3 (22:25, 24:26, 21:25). Auf den letzten Metern in die Relegation gerettet! Der TSV durfte aufatmen, gab er durch den 3:0-Sieg doch noch den direkten Abstiegsplatz an die VSG Hannover IV ab.

TSV-Trainer Karsten Piepenbrink sprach von einem „gerechtfertigten Ergebnis“. Den ersten Satz hatte sein Team gewonnen, weil Annahme und Feldabwehr immer konstanter wurden und der Angriff überlegen agierte.

Zum 26:24-Sieg in der Verlängerung des zweiten Satzes trug Maren Nitschkowski maßgeblich mit einer Aufschlagserie bei, hatte sie doch einen 6:9-Rückstand in eine 14:10-Führung gedreht. Und in Durchgang drei spielten die Clauenerinnen und Soßmarerinnen technisch sauberer als der Gegner - das wurde belohnt.

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