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Talentschmieder mit saftigem Unterschnitt

Tischtennis Talentschmieder mit saftigem Unterschnitt

Mit einer Bratpfanne kann Hans-Herbert Rösemann nicht nur Spiegeleier braten. Er nutzt sie sogar dazu, Kinder für den Tischtennis-Sport zu begeistern. Der Mitbegründer der Tischtennis-Abteilung des TSV Dungelbeck feiert heute seinen 70. Geburtstag.

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Hat erst ein Einzel in der 2. Kreisklassen verloren: Hans-Herbert Rösemann vom TSV Dungelbeck. Heute wird er 70.

Quelle: cm

Die Bratpfanne war der Hit. Eine ganze Traube von Kindern versammelte sich um den Tisch, als Hans-Herbert Rösemann in der AG der Grundschule seinen Joker aus der Tasche zog. „Mit der Pfanne wollten alle mal schlagen. Man muss sich was einfallen lassen, um Kinder für Tischtennis zu begeistern“, erzählt das Urgestein des TSV Dungelbeck. Seit der einstige Bilanzbuchhalter des Gilde-Brauerei-Konzerns 2002 in den Vorruhestand ging, engagiert er sich noch mehr für die Jugendarbeit. Er trainiert Kinder und Jugendliche im TSV, fährt sie zu Auswärtsspielen und betreut sie. Rösemanns Art kommt an – auch dank einiger Tricks. „Am Ende der Saison fahre ich mit den Kindern auch mal zu McDonalds“, verrät er.

Der 70-Jährige kann seinen Talenten noch einiges beibringen. In der Saison 1975/76 spielte er mit dem TSV Dungelbeck als ranghöchstes Peiner Team in der 2. Verbandsliga. Zur Mannschaft gehörten zudem Norbert Brendel, Klaus Ortmann, Gottfried Schiller, Heinz Schlemann, Horst Skotkiewicz und Georg Stöter. Rösemann ist ein echter Abwehrspezialist, der vor allem mit seiner Rückhand viele Bälle holt und ihnen einen saftigen Unterschnitt verpasst. Dass er inzwischen vielen jüngeren Spielern im Verein den Vortritt gelassen hat und in die zweite Mannschaft in die 2. Kreisklasse wechselte, juckt ihn nicht. Ganz im Gegenteil: 2009 feierte er mit der Jungen-Mannschaft des Klubs mit Bjarne Becker, Pascal Hollstam, Christoph Jonas, Matthias Lauschke und Tobias Schröder den Bezirksklassen-Titel. Einige von denen schlagen ihn inzwischen. „Das freut mich. Es sind doch meine Schützlinge“, betont Rösemann.
Ohnehin: Der 70-jährige begeisterte Sänger der Pisserdohlen (Lieblingslied: „Sierra Madre“) hat sich als fairer Sportsmann einen Namen gemacht. „Leistungen anderer erkenne ich an. Ich gratuliere jedem, der mich geschlagen hat“, unterstreicht Rösemann, der gleich vier Ehrenämter in seinem Heimatort Dungelbeck ausübt. „Mein Leben ist Vereinsarbeit – insbesondere Tischtennis.“

Der Terminkalender ist voll, rappelvoll. Die wenigen freien Lücken nutzt Hans-Herbert Rösemann am liebsten, um mit seiner Frau Gerda Tagestouren zu unternehmen und spazieren zu gehen – und er genießt die Zeit mit der Familie. Zwei Enkelkinder im Alter von 15 und 11 Jahren hat er. „Timo geht zur Feuerwehr und Nina reitet“, freut sich Rösemann.

Sonntags besucht er Heimspiele der Bezirksliga-Fußballer des TSV. „Die haben ein bisschen Pech gehabt bisher in dieser Saison. Aber wenn sie sich auf Dauer im oberen Drittel der Kreisliga halten würden, wäre das auch gut“, sagt Rösemann.

Seinen 70. Geburtstag feiert er Sonnabend mit rund 50 Gästen bei seinem Schulfreund und Gaststätten-Wirt Wilhelm Müller. Große Geschenke wünscht er sich nicht. Dafür aber das hier: „Es wäre schön, wenn ich Nachfolger für meine Ämter finden würde. Denn ich würde gerne etwas kürzer treten und mehr mit meiner Frau unternehmen. Als Berater stelle ich mich gerne weiterhin zur Verfügung.“

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Sänger, Trainer, Geschäftsführer

Ein echter Tausendsassa: Hans-Herbert Rösemann hat sich schon in zahlreichen Ehrenämtern engagiert. Er war Kassierer und stellvertretender Vorsitzender im TSV Dungelbeck. Er leitete den Vereinsausschuss, der den Bau des Klubheims plante, Materialien einkaufte und bestellte, während sein guter Freund und Gesangsverein-Kollege Walter Könnecke auf der Baustelle die zahlreichen Handwerker und fleißigen Helfer koordinierte.

Apropos Gesang: Bei den Dungelbecker Pisserdohlen ist Rösemann nicht nur mit seiner Bass-Stimme im Einsatz, er ist auch 2. Vorsitzender der Sänger. Im Sozialverband ist er Schatzmeister und zudem Geschäftsführer der Dungelbecker Organisationsvereinigung „Ortsrat und Vereine“. Für diese Arbeit wurde Rösemann jüngst von Ortsbürgermeister Bernd-Detlef Mau mit dem Dungelbecker Drachen-Wappen ausgezeichnet.

Seine meiste Freizeit investiert Rösemann in den Tischtennis-Sport. Er ist Stellvertreter von Abteilungsleiterin Meike Kühne und trainiert und betreut gemeinsam mit ihr, Heinold Ihle, Peter Kischer und Wolfgang Friedmann Kinder und Jugendliche. „Hans-Herbert ist unabkömmlich“, lobt Meike Kühne die Arbeit des TSV-Urgesteins.

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