Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Stolte: Nach Comeback-Hattrick folgt Trainer-Abschied

Spieler der Woche Stolte: Nach Comeback-Hattrick folgt Trainer-Abschied

Weil es überall zwickt und zwackt, spielt Frederik Stolte nur noch in Ausnahmefällen Fußball. Am vergangenen Wochenende war so eine Ausnahme für den 36-Jährigen. Der Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Edemissen kam zu einem ungeplanten Sturm-Einsatz für die Reserve des TSV in der 2. Kreisklasse Nord und erzielte beim 7:0-Kantersieg über den TSV Meerdorf nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte prompt binnen 13 Minuten einen lupenreinen Hattrick.

Voriger Artikel
Ein Sieg - und der Klassenerhalt rückt ein großes Stück näher
Nächster Artikel
VfB will den Tabellendritten nerven

Frederik Stolte (rotes Trikot) spielte einst mit dem TSV Edemissen auch in der Bezirksliga.

Quelle: Ralf Büchler

Diese kuriose Geschichte gefiel auch den Nutzern unseres Fußball-Internet-Angebots paz-sportbuzzer.de, sie wählten Stolte mit 43 Prozent der Stimmen zum „Spieler der Woche“. Er gewann die Wahl vor Vöhrums Goalgetter Julian Hallmann (31) und Lengedes Doppeltorschützen Marcel Runge (12).

Stolte ist seit eineinhalb Jahren Trainer bei der Eintracht, lebt in Edemissen und hat es geschafft, dass der Verein wieder zu den Spitzenteams der Kreisliga zählt. Anfang Februar dann die Überraschung - der Geschäftsführer eines Handwerksunternehmens gibt bekannt, dass er am Ende der Spielzeit sein Amt an Carsten Doliwa abgibt.

Im Interview mit PAZ-Sportbuzzer-Mitarbeiter Jean-Marie Lohmann verrät Stolte unter anderem, dass aus beruflichen und familiären Gründen nun schon vorzeitig am Sonntag nach dem Heimspiel gegen Equord Schluss ist. Nach dem Comeback-Hattrick folgt also der Trainer-Abschied.

Frederik, wie kam es zu Ihrem Comeback als Spieler?
Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau. Da unsere Begegnung mit der ersten Mannschaft ausgefallen ist, wollte ich bei der Zweiten zuschauen. Ich hatte schon vor der Begegnung dreimal gesagt, dass ich nicht spielen möchte. Ich hatte meine Sporttasche zufällig im Auto und habe mich dann doch überreden lassen, dass ich mich auf die Bank setze.

Werden Sie nun öfter spielen?

Ich habe ab und zu bei der dritten Mannschaft mitgekickt, es macht mir immer noch Spaß. Allerdings brauchte ich für den 45-Minuten-Einsatz am Wochenende alle Salben, die es in Peine gibt. Dennoch möchte ich in Zukunft schon hin und wieder auf dem Platz stehen.

Wie erzielt man einen Hattrick in 13 Minuten?
Der erste Treffer fällt durch einen Elfmeter, beim zweiten stand ich gut und der letzte war dann etwas schwieriger. Aber das Team hat immer wieder gute Pässe gespielt und mich gut in Szene gesetzt.

Welches Tor war am schönsten?
Definitiv das dritte mit der Pike aus 16 Metern unten links rein.

Über schöne Tore haben Sie sich auch als Trainer gefreut. Wie sieht ihre persönliche Zukunft aus?
Ich werde mich zurückziehen und dem Fußball den Rücken kehren. Beruf und Familie stehen im Vordergrund, Fußball ist zweitrangig. Ich werde bereits am Sonntag zum letzten Mal an der Seitenlinie stehen. Carsten Doliwa wird dann ab Montag übernehmen. Die Entscheidung tut sehr weh und war nicht einfach für mich, aber ich musste ehrlich zu mir sein und habe diese Entscheidung getroffen.

Warum?
Ich wäre nur noch jede zweite Woche bei den Spielen dabei gewesen. Bevor deshalb etwas kaputt gehen könnte, habe ich die Reißleine gezogen und ein Nachfolger steht zur Verfügung.

Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Zeit bei der Eintracht?
Wir sind voll im Soll. Ich übergebe eine Mannschaft, die in der Kreisliga auf dem dritten Tabellenplatz und im Viertelfinale des Kreispokals steht. Zudem hat sich im Juniorenbereich einiges getan, die Jungs sind im Vormarsch. Ich bin absolut zufrieden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine