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Stock-Verbot auf dem Goltzplatz

Nordic-Walking Stock-Verbot auf dem Goltzplatz

Der Sportplatz am Herzberg ist beliebter Treffpunkt für Nordic-Walking-Gruppen. Die Laufbahn dürfen sie aber jetzt nicht mehr benutzen. Grund: Die Stadt befürchtet Schäden.

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Im Juni 2005 hatte der Ski-Club einen „Nordic-Walking-Tag“ auf dem Goltzplatz angeboten. Künftig wird die Anlage von den Gesundheitssportlern ausgespart, die Route führt durch den Herzberg.

Quelle: bt

„Stichhaltige“ Gründe führte die Stadtverwaltung an, als sie jetzt der Nordic-Walking-Gruppe des Ski-Clubs Peine, die bis zu zweimal wöchentlich auf der Rotgrandlaufbahn trainierte, die Nutzung untersagte. Es sei festgestellt worden, heißt es in dem Brief, dass durch die Nordic-Walking-Nutzung Schäden am Tennenbelag (obere Deckschicht) entstehen. Das verursache einen zusätzlichen Pflegeaufwand für die Stadtgärtnerei.

Der Goltzplatz war bisher der Treffpunkt für einige Nordic-Walking-Gruppen. Übungsleiter nutzten die Rotgrand-Laufbahn, um den Teilnehmern den richtigen Einsatz der Stöcke beizubringen. Einigen war auch der ebene Boden angenehmer als die Waldwege im benachbarten Herzberg.

Doch das Nordic-Walken auf dem Goltzplatz ist jetzt verboten. Der Rotgrand-Belag werde durch die Spitzen der Walking-Stöcke aufgewühlt. Das bedeute, dass die Deckschicht zuviel Wasser aufnimmt und aufweicht.
„Ein Rotgrandbelag kann nur bei optimalen Bedingungen genutzt werden“, schreibt die Stadt. Ob zu weich oder zu hart: Seine Funktion könne der Laufbahnbelag in beiden Fällen nicht erfüllen. Eine zu hohe Verdichtung bewirke, dass zu wenig Wasser aufgenommen und der Boden zu fest wird. Wird er zu weich, ist er nicht mehr tragfähig.

Obendrein bestehe die Gefahr, dass durch die Walking-Stöcke das unter dem Belag vorhandene Flies beschädigt wird. Bei der Sanierung der Rotgrandflächen war die möglicherweise mit Giftstoffen belastete Fläche abgedeckt und dann aufgefüllt und hergerichtet worden, damit sie für Leichathletik – vor allem im Schulsport – nutzbar ist.

Die Nordic-Walker des Ski-Clubs hat das Verbot dennoch verblüfft. „Unter meiner Leitung wird schon seit neun Jahren jeden Sonntag gewalkt – zuerst ohne Stöcke und seit sieben Jahren mit“, sagt Hilde Ramöller, Sportwartin des Vereins. Außerdem würden die Stollen von Fußballspielern ähnlich in den Belag eindringen, wie die Walking-Stöcke. Auch Laufschuhe seien nicht immer glatt.

Auch andere Walker würden die Laufbahn des Goltzplatzes nutzen, nicht nur der Ski-Club, meint Ramöller und empfiehlt der Stadt, ein Verbotsschild aufzustellen.
Die Walking-Gruppe des Ski-Clubs trifft sich weiterhin – jetzt allerdings geht‘s gleich in den Herzberg.

Matthias Preß

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