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Stimme weg, aber das Erlebnis bleibt

Peiner beim Champions-League-Finale Stimme weg, aber das Erlebnis bleibt

„Grüß Pott“, die Bayern haben den Henkelpott! Was Axel Burgdorf, den Coach der Drittliga-Volleyballer des MTV Vechelde glücklich stimmte, machte Ölsburgs Kreisliga-Fußballer Kevin Danisch traurig. Beide hatten im Londoner Wembley-Stadion beim Champions-League-Finale mit ihrem Team mitgefiebert. Und ein Peiner drückte sogar in Kanada die Daumen.

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Gruß nach Peine: Der Peiner Dortmund-Fan-Club „Fuhsespacken“ ließ sich vor dem Buckingham-Palast in London mit gebastelten Pokalen fotografieren. Axel und Renate Burgdorf (re.) aus Schmedenstedt waren sogar im Wembley-Stadion.

Manchmal muss man einfach Glück haben. Am Himmelfahrtstag erhielt Axel Burgdorf die Zusage, zwei Karten fürs Finale zugelost bekommen zu haben. „Ein grandioses Gefühl“, schwärmt der Volleyball-Coach, der seit zwölf Jahren Vereinsmitglied des FC Bayern ist und in London gemeinsam mit seiner Frau Renate den Deutschen Meister anfeuerte. Die ersten 20 Minuten zerrten allerdings an den Nerven. „Man hat gemerkt, dass die Bayern gelähmt waren.“ Doch der Krimi ging gut aus für die beiden Schmedenstedter und ihren FCB. „Die 89. Minute musste ja endlich auch mal uns gehören“, stellte Axel Burgdorf nach dem Robben-Tor erleichtert fest. Zweimal hatten die Bayern schließlich in jener Spielminute die Trophäe auch noch aus der Hand gegeben – gegen Manchester und Chelsea.

An Robbens Kullertor erinnert sich Ölsburgs Kreisliga-Fußballer Kevin Danisch hingegen nicht so gern. Der 24-Jährige ist Dortmund-Fan und verfolgte die Partie im Mats-Hummels-Trikot im BVB-Fanblock. „Dortmund war anfangs klar besser. Wenn die Mannschaft ein Tor schießt und Ribery für seinen Ellenbogen-Schlag die Rote Karte erhält, geht das Ding ganz anders aus. In der Defensive hat die Mannschaft aber leider zu viele Fehler gemacht“, analysierte er. Dennoch: Sich das Ticket für 170 Euro zu gönnen, habe sich gelohnt. „Das Wembley-Stadion ist besonders und der Rasen war deutlich besser als in Ölsburg“, scherzte er.

Auch zwei Tage nach dem Finale konnte Stederdorfs Fußballer Sebastian Reisch nur noch krächzen – Stimme weg. Mit dem Peiner Dortmund-Fanclub „Fuhsespacken“ war er nach London gereist, um die Atmosphäre in der Stadt zu genießen und die Partie mit 300 BVB-Fans in einem Pub zu gucken. 300 Euro habe ihn die Fahrt gekostet. „Aber so etwas würde ich immer wieder machen. Vor dem Buckingham-Palast wollten Engländer Fotos mit uns machen, in den Straßen von London hat man uns zugejubelt“, schildert er. Mucksmäuschenstill sei es hingegen im Pub beim Abpfiff gewesen. „Alle waren geknickt, doch nach zehn Minuten wurden schon wieder die ersten Lieder angestimmt. Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie eine gute Leistung gezeigt hat“, sagt der Torwart.

Nicht nur in Deutschland und England zog die Partie die Fußballfans in ihren Bann – auch in Kanada. Dort verbringt der langjährige Vorsitzende und Fußballer des MTV Eddesse, Harro Hein, derzeit einen dreiwöchigen Rad-Urlaub bei seinem Fußball-Freund Bernhard Kaiser. Der einstige Mittelfeld-Regisseur des MTV war 1979 nach Calgary ausgewandert. „In Bernies Garage hatten sich gut 20 begeisterte, überwiegend deutsche Fußballfans eingefunden. Die Dortmund-Fans verzeichneten eine leichte Mehrheit“, schrieb Hein in einer Mail. Der Edemisser hatte extra für die Partie sein Dortmund-Trikot mit in den Koffer gepackt – es nützte nichts.

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